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Parkbauten

Eingang zum Branitzer Park am Cottbuser Torhaus
Cottbuser Torhaus

Das Cottbuser Torhaus bildet den Parkeingang für die aus Cottbus kommenden Besucher und liegt an der Grenze zwischen Innen- und Außenpark. Es wurde 1848/49 im klassizistischen Stil errichtet und diente als Wohnhaus des Torwächters, der gleichzeitig auch Fasanenwärter war.

Cavalierhaus

Zusammen mit dem Marstall war es ursprünglich Wirtschaftsgebäude des Schlosses und Bestandteil des Alten Gutshofes. Ab 1858 wurde das Cavalierhaus im Stil der englischen Tudorgotik umgestaltet. Den Westgiebel schmückt die Plastik Maria mit Kind des Bildhauers Friedrich Drake. Zusammen mit dem darüber aufgestellten Kreuz gab Pückler dem Gebäude den Anschein einer Hauskapelle.

Marstall im Branitzer Park
Marstall

Die beiden Pferdeköpfe am Westgiebel sowie die Wetterfahne am Ostgiebel künden von der einstigen Funktion des Marstalls, einem Wirtschaftsgebäude aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, das um 1847/50 im neogotischen Stil (Tudorstil) umgebaut wurde. Hier waren neben den Kutschen auch Pücklers Reitpferde, die er u.a. aus dem Orient mitgebrachte hatte, und kostbare Geschirre und Sättel untergebracht.

Parkschmiede

Den historischen Haupteingang zum Branitzer Park markiert die in den Jahren 1849 bis 1851 errichtete Parkschmiede im östlichen Innenpark. Ihr Baustil ist eine Verbindung von englischer Tudorgotik und orientalischen Einflüssen. Das Gebäude diente neben seiner Funktion als fürstliche Schmiede ursprünglich als Torhaus. Ein eisernes Tor bildete den Eingang in den Innenpark.

Parkschmiede, Foto: Andreas Franke
Venusbeet im Pleasureground
Pleasureground

Die direkte Umgebung des Schlosses gestaltete Fürst Pückler nach englischem Vorbild als „Pleasureground“. Während der eigentliche Park möglichst natürlich wirken sollte, waren diese Anlagen umso üppiger und prachtvoller ausgestattet. Die einzelnen Sondergärten sollten als Salons unter freiem Himmel wie die Räume im Schloss in ihrer Gestalt variieren.

Rosenlaube

Von den zahlreichen Lauben und Pavillons, die zu Fürst Pücklers Zeiten den Branitzer Pleasureground zierten, besteht heute nur der 1848 errichtete Kiosk mit der vergoldeten Büste der Henriette Sontag (1806–1854). Pückler hatte 1828 in London mit der weltbekannten Opernsängerin eine Affäre.

Büste Henriette von Sonntag
Erbbegräbnis Fürst Pückler, die Pyramide im Tumulussee
Tumulus

In einem Brief an die Fürstin Lucie erwähnte Pückler bereits 1850 das Vorhaben, in einer Pyramide in einem See begraben zu werden. Den Standort für den geplanten Tumulus in Branitz markierte er 1852 mit dem Bau einer Gruft. Nach genau geregeltem Bestattungszeremoniell wurde Fürst Pückler im Februar 1871 in seiner Pyramide inmitten des Tumulussees zur letzten Ruhe gebettet.

Landpyramide

1860 begannen die Arbeiten an der Landpyramide, welche bis 1863 aus dem Aushub der umliegenden Seen modelliert wurde. Als Inspiration dienten Pückler möglicherweise die Pyramiden im ägyptischen Meroe und Sakkara, welche der Fürst während seiner Orientreise 1834 bis 1840 besuchte.

Landpyramide
Parkgärtnerei

Ab 1848 ließ Fürst Pückler die Schlossgärtnerei mit zahlreichen Gewächshäusern, Obst- und Küchengärten, einem Frühbeethof, Anzuchtflächen für Blumen und Stauden sowie einer Baumschule errichten. Das Oberhaus wurde 1848/49 als erstes der Gewächshäuser erbaut. Bis 1860 entstanden zahlreiche weitere Gewächshäuser in der Schlossgärtnerei, von denen heute noch das Blaue Haus, benannt nach seiner markanten blauen Verglasung, und das Große Ananashaus erhalten sind. Beide Gewächshäuser sind durch das Kuppelhaus oder Heizhaus verbunden, das mit einer goldenen Ananas bekrönt ist.

Schwarzer See

Der Schwarze See entstand durch die Erweiterung und Ausgestaltung des alten Branitzer Dorfteichs: Auf der Fuchsinsel steht das sogenannte Schwanenhäuschen im Schweizer Stil. Ein Modell dafür hatte Fürst Pückler von einer Reise aus Salzburg mitgebracht, nach dessen Vorbild er es um 1850 fertigen und aufstellen ließ.
Am Ufer des Schwarzen Sees wurde bereits 1849 der Fischbalkon errichtet. Das gusseiserne Gitter nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel wurde 1863 ergänzt. Von hier hat man einen Panoramablick u.a. zu den Mondbergen mit der Mondstele.

Heiliger Berg und Mondberge

Südlich des Schilfsees gestaltete Fürst Pückler aus dem Aushub des Sees die Schilfseeberge. Sie umgeben eine tiefe Mulde, die Pückler in Anlehnung an Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“ Wolfsschlucht nannte und entsprechend ausgestaltete. Auf dem Heiligen Berg wurde 1859 ein Kruzifix aufgestellt. Als christliches Symbol kontrastierte es mit dem Halbmond auf den Mondbergen nahe dem Schwarzen See als Symbol für den Islam.

Gutsökonomie

Fürst Pückler ließ ab 1850 einen neuen Wirtschaftshof am Rande des östlichen Innenparks errichten. Die neue Gutsökonomie bestand aus zahlreichen Stallgebäuden für Pferde, Kühe und Schafe und war das Zentrum der landwirtschaftlichen Nutzung des angrenzenden Außenparks. Neben Viehställen ließ der Fürst in seiner neuen Gutsökonomie weitere Wirtschaftsgebäude, wie Scheunen, eine Wagenremise, Wohngebäude für Gärtner, Kutscher und Schäfer, ein Gefängnis sowie 1856 das Gutsinspektorenhaus errichten. Heute befinden sich hier das Besucherzentrum und der Sitz der Direktion und Verwaltung.

Gutsinspektorenhaus von der Parkseite
Kugelberg

Bereits von der Schlossterrasse aus sieht der Parkbesucher in der Ferne eine Kugel glänzen. Sie steht am westlichen Ende des Schilfsees auf dem Kugelberg. 1861 wurde die quecksilberverspiegelte Glaskugel im Zentrum einer Rundbank errichtet, die dem Betrachter aus der Nähe ein komprimiertes Abbild des umgebenden Parkpanoramas zeigt.

Erbbegräbnis

Heinrich Graf von Pückler, an den 1871 das Majorat Branitz nach dem Tode des Fürsten Pückler fiel, ließ das Erbbegräbnis 1891 anlegen. Seitdem dient es als letzte Ruhestätte für Mitglieder der gräflichen Familie von Pückler und wird durch die Stiftung gepflegt.

Vignette Fürst Hermann von Pückler

Fürst Pückler

„Hochmütig durch Geburt und liberal durch Nachdenken und Urteil.“

Der Branitzer Park

„…die grünste der Oasen…“

Das Schloss Branitz

„Pracht und Geschmack im höchsten Verein“

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