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Außenpark

Nach dem Vorbild Humphry Reptons hatte Fürst Pückler den Branitzer Park als einen zonierten Landschaftspark anlegen lassen. Die Gestaltungsintensität nimmt dabei von außen nach innen stetig zu, mit dem Schlossensemble als Zentrum der Anlage. Das Schlossensemble ist umgeben vom Pleasureground, der reich mit Skulpturen, Lauben, Blumenbeeten und exotischen Gehölzen geschmückt war. Umschlossen wird er vom Innenpark als eine zusammengezogne idealisierte Natur.

Den Abschluss der Zonierung bildet schließlich der Außenpark. Fürst Pückler gestaltete ihn nach englischem Vorbild als sogenannte „ornamental farm“. Der Grundgedanke einer solchen aufgeschmückten Landwirtschaft, von Pückler gern französisch als „ferme ornée“ bezeichnet, ist eine Verbindung des Nützlichen mit dem Schönen. Durch die geschickte Anordnung der landwirtschaftlich genutzten Felder und Wiesen sowie der Waldpartien und Hutungen entstand durch Pücklers Hand in Branitz eine idealtypische Verbindung von Landwirtschaft und Gartenkunst. Die Feldflur war kleinteilig parzelliert und die darauf angebauten Feldfrüchte mit einer aufeinander abgestimmten Fruchtfolge versehen. Die Pflege der Wiesenflächen und Hutungen erfolgte mit mehreren hundert Schafen. Zur Verschönerung der landwirtschaftlichen Flächen wurden auch gartengestalterisch arrangierte Gehölze eingesetzt.

Zum malerischen Landschaftsbild des Branitzer Außenparks tragen weiterhin gezielt platzierte Architekturen bei, wie beispielsweise die Wohnhäuser für Pücklers Arbeiter im Stil englischer Cottages und das Chaussee- oder Zollhaus. Erschlossen wird der Außenpark über den Umfahrungsweg, den sogenannten „Drive“, von welchem sich zahlreiche großzügige Sichten bis in den Innenpark und sogar auf das Schloss eröffnen.

Vignette Fürst Hermann von Pückler

Fürst Pückler

„Hochmütig durch Geburt und liberal durch Nachdenken und Urteil.“

Der Branitzer Park

„…die grünste der Oasen…“

Das Schloss Branitz

„Pracht und Geschmack im höchsten Verein“

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