
„Intelligenz und Gefühl“ – mit diesen Worten beschrieb Alexander von Humboldt Lucie von Pückler-Muskau (1776–1854), eine der bemerkenswertesten Frauen ihrer Zeit. Als Gräfin von Hardenberg-Reventlow geboren, als früh verwitwete und geschiedene Gräfin Pappenheim gesellschaftlich erfahren, schließlich als Fürstin an der Seite Hermann von Pücklers prägend für Muskau und Branitz: Lucie war weit mehr als eine „Dame des Hauses“. Sie war Strategin, Netzwerkerin, Gestalterin und kluge Verwalterin in einer Epoche tiefgreifender politischer und gesellschaftlicher Umbrüche.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Spuren, die Lucie in Branitz hinterlassen hat: kostbares Mobiliar aus ihrem Besitz, Kunst- und Alltagsgegenstände, Asiatika sowie vor allem ihre Briefe – ein einzigartiges Zeugnis von Nähe, Konflikt, politischem Gespür und emotionaler Selbstbehauptung. Der umfangreiche Briefwechsel offenbart eine Frau, die sich trotz aller zeitgenössischen Rollenzuschreibungen als ebenbürtige Partnerin verstand und klug wusste, Einfluss zu nehmen.
Thematisiert werden zudem Lucies Rolle als
- Gestalterin von Gärten und Landschaft,
- Presseagentin und Netzwerkerin im Sinne Pücklers,
- Hausherrin und Organisatorin des Branitzer Schlossbetriebs,
- sowie als Familienmensch, geprägt von Verlusten, Verantwortung und Fürsorge über Generationen hinweg.

09. April – 01. November 2026
Mittwoch – Montag 10:00–17:00 Uhr | Dienstag geschlossen
im Schloss Branitz

