Anlässlich des 155. Todestages von Fürst Hermann von Pückler-Muskau erinnert die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz (SFPM) heute an Leben und Wirken des Gartenkünstlers, Autors und Visionärs mit der traditionellen Illumination des Tumulus im Branitzer Park.
An diesem Gedenktag erscheint in der edition branitz, herausgegeben von der Stiftung in Branitz, eine neue Publikation, die sich dem Bild Pücklers im Spiegel seiner Zeit widmet.
Der von Peter James Bowman und Nikolaus Gatterzusammengestellte Band „Fürst Pückler im Urteil seiner Zeitgenossen“ rekonstruiert auf über 400 Seiten die Wahrnehmung des Fürsten aus der Perspektive seiner Umwelt. Kaum jemand wurde so sehr bewundert und zugleich so heftig kritisiert wie Fürst Pückler. Sein exzentrisches Auftreten, seine gesellschaftliche Stellung, sein ästhetischer Ehrgeiz und seine extravagante Lebensführung provozierten Aufmerksamkeit, Zustimmung und Ablehnung gleichermaßen.
Statt einer klassischen biographischen Darstellung versammelt die Publikation eine Collage authentischer Quellen: Briefe, Tagebuchauszüge, Berichte von Zeitgenossen und Presseartikel zwischen 1800 und 1874. Auf diese Weise ergänzt der Band das bekannte Selbstbild Pücklers um eine Vielzahl von Fremdperspektiven und eröffnet zugleich Einblicke in die Kultur-, Sozial- und Mentalitätsgeschichte des 19. Jahrhunderts.
Auch alle bekannten Bildnisse des Fürsten wurden in den Band aufgenommen – viele davon wurden zu ersten Mal publiziert. Eine Zeittafel bildet das bewegte Lebens Pücklers zwischen 1785 und 1871 ab.
Der Band „Fürst Pückler im Urteil seiner Zeitgenossen“ von Peter James Bowman und Nikolaus Gatter ist im BeBra Verlag erschienen und für 36 Euro im Buchhandel sowie ab April in den Museumsshops der Stiftung in Branitz erhältlich.
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