Das Oberhaus mit einer Nettofläche von 166 Quadratmetern ist ein zentraler Bestandteil des gartenkünstlerischen Ensembles von Fürst Hermann von Pückler-Muskau. Das Gebäude zeichnet sich durch ein hocheffizientes Nutzungskonzept aus: In den Wintermonaten fungiert es traditionell als schützende Orangerie für die wertvollen Kübelpflanzen der Schlossgärtnerei. Im Sommer verwandelt sich das Objekt in ein beliebtes Café-Restaurant, das an einen externen Betreiber vermietet ist und den Parkbesuchern als gastronomischer Anlaufpunkt dient.
Aufgrund der herausragenden kulturhistorischen Relevanz des Bauwerks steht die denkmalgerechte Authentizität bei allen Arbeiten im Vordergrund. Die historische Holzkonstruktion wird im Sinne des Denkmalschutzes konsequent in Holz wiederhergestellt. Auf moderne Ersatzbaustoffe wird bewusst verzichtet, um das originale Erscheinungsbild und die traditionelle Handwerkskunst des 19. Jahrhunderts zu bewahren.
Das Sanierungskonzept bündelt eine Vielzahl notwendiger technischer und substanzieller Verbesserungen. Die 225 Quadratmeter große, markante Dachfläche steht im Fokus der Arbeiten, da die morsch gewordene hölzerne Tragwerkskonstruktion des Glasdaches vollständig ausgetauscht wird. Zudem werden die Außenwände aufwendig instand gesetzt, bestehende Risse dauerhaft geschlossen und die Oberflächen denkmalgerecht überarbeitet. Zum Schutz der Restaurantgäste im Sommer sowie der sensiblen Pflanzen im Winter wird eine neue, leistungsfähige Verschattungsanlage im Inneren des Gebäudes installiert. Neben der statischen Ausbesserung des Mauerwerks wird die gesamte technische Infrastruktur modernisiert, um den heutigen Betriebs- und Gastronomiestandards vollends zu entsprechen.
Mit dieser Investition in die historische Infrastruktur sichert die Stiftung ein weiteres Schlüsselbauwerk des Branitzer Parks und stärkt die Verbindung aus lebendiger Gartentradition und touristischer Attraktivität.