
Kosten 1,8 Mio Euro
Bauzeit: 2024-2026


Die Aufteilung orientiert sich eng an der historischen Struktur: Im Hauptbau entstehen vier moderne Büros. Die weitläufigen Dachböden nehmen das Bauakten- und Verwaltungsarchiv auf. Im ehemaligen Remisen- und Stallflügel werden zwei Werkstätten für Hausarbeiter und Restauratoren eingerichtet. Diese sind speziell für die Restaurierung von Holz und Metall ausgestattet, um Parkbauten und Schlossinventar direkt vor Ort zu pflegen.
Für die Sanierung waren tiefgreifende Rückbaumaßnahmen nötig. Im Inneren werden unhistorische Einbauten wie spätere Küchen, Bäder, Leichtbauwände und Fenstervermauerungen entfernt. Im Außenbereich verschwinden alle störenden, nachträglichen Zubauten im Garten sowie eine Veranda. Die Fassade wird aufwendig restauriert. Fenster und Türen werden teils nach historischem Vorbild neu gebaut, zudem werden die Fenster zum Park hin wieder geöffnet.
Das umgebende Grundstück wird gestalterisch aufgewertet und erlangt als Teil des Rehgartens seine parkbildprägende Wirkung zurück.
Ein Highlight ist die Rekonstruktion des Wagenschuppens, die einst den Pücklerschen Baumverpflanzwagen beherbergte. er dient künftig als geschützter Stellplatz für Dienstfahrzeuge. Eine neue Wegeanbindung zum Rehgarten und die Neuordnung des Robinienwegs runden das Projekt ab.
Das Gebäudeensemble hat für Branitz denkmalpflgerisch erhöhte Bedeutung, da es das einzige Ensemble aus der Zeit des Grafen Heinrich von Pückler ist, der ab 1871 das Majorat übernahm und ab 1872 von einem Cottbuser Architekten den modernen Parkhof für die damalige Parkverwaltung errichten ließ.