2026

Neubau von Blumenpavillon und Vermehrungshaus in der Schlossgärtnerei

Im September 2024 wurde am historischen Standort zwischen Oberhaus und Blauem Haus der Grundstein für den Blumenpavillon und das Vermehrungshaus gelegt, die beide bis 2026 als moderne Glashäuser wieder entstehen.
 
Die Neubauten in zeitgenössischen Formen und mit nachhaltigen, innovativen Techniken bieten zukünftig auf einer Fläche von fast 220 m² zusätzlichen Platz, um Kübelpflanzen zu überwintern. Daneben werden Umkleide- und Technikräume, barrierefreie WC-Anlagen sowie multifunktionale Räume, die auch der Vermittlung der Baumuniversität dienen, untergebracht. Anschließend wird bis zum Winter 2026/27 das Dach des Oberhauses saniert, dessen hölzerne Dachkonstruktion schadhaft ist.

Kosten: 1,3 Mio Euro
Bauzeit: 2025-2026

Damals
Neubau Blumenpavillon und Vermehrungshaus SFPM
Neubau Blumenpavillon und Vermehrungshaus SFPM
Heute
Beim Architekturwettbewerb für diesen modernen Neubau setzte sich 2023 der Entwurf von Ana Salinas, Architektin Madrid/ Berlin, vom renommierten Büro Wilk Salinas. Gesellschaft von Architekten, wegen des Designs und technischen Konzepts durch, welches die Jury aus Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Denkmalpflegern, Garten- und Stadtplanern beeindruckte.
 
Eine der raren Handskizzen Fürst Pücklers von 1849 zeigt die herausgehobene Bedeutung der nun wiederentstehenden Bauten für die Anlage der Branitzer Gewächshäuser. Nach einem detaillierten Plan von 1856 entstand der achteckige Blumenpavillon mit den sogenannten Corridoren und dem größeren Vermehrungshaus, in dem Sommerblumen für den Pleasureground und später große Palmen gezogen wurden.
 
Diese Bauten wurden Ende des 19. Jahrhunderts wegen Baufälligkeit abgerissen; seitdem forderten die Nachfolger Fürst Pücklers dessen Wiederaufbau als bildprägende Dominante der Schlossgärtnerei.