2024

Vorbildrestaurierung Waffengang

Das Treppenhaus mit den kostbaren Glasmalereien, Vestibül und Waffengang im Schloss Branitz wurde 2024 nach anderthalbjähriger Restaurierung feierlich eröffnet. Wände, Farben, Stuck- und Holzflächen im großen Treppenhaus, dem Vestibül mit der Ahnengalerie und im Waffengang sind jetzt wieder so zu entdecken, wie Fürst Pückler sie seinerzeit gestalten ließ. Die Restaurierung und Wiederherstellung mit Kosten von ca. 660.000 Euro wurde durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung, die Sparkasse Spree-Neiße und den Masterplan von Bund und Land Brandenburg finanziert.

Kosten: 600 TEUR
Bauzeit: 2021-2024

Damals
Vorbildrestaurierung Waffengang SFPM
Vorbildrestaurierung Waffengang SFPM
Heute

Tobias Schick, Oberbürgermeister der Stadt Cottbus/Chóśebuz: 

„Die Branitzer Parklandschaft ist der international bekannte Leitstern von Cottbus/Chóśebuz, wenn es um Kunst und Kultur geht. Pücklers Schloss bildet das Herz dieses Gesamtkunstwerkes. Die Wiederherstellung der Räume, Säle und Salons belegt das ausdauernde und vor allem gemeinsame Engagement von Bund und Land, Stadt, Sparkasse und der gräflichen Familie und vieler Handwerker und Experten. Gemeinsam strahlt Cottbus/Chóśebuz!“

Elke Gräfin Pückler, Sprecherin der Erben nach Fürst Pückler in Branitz: 

„Meine Familie und ich fühlen uns als Glieder einer langen Reihe von Vorfahren, daher sind wir Branitz auch nach der Enteignung sehr verbunden. Es ist es uns eine Herzensangelegenheit, die familiären Erbstücke zusammen mit der Stiftung zu bewahren. Wir sind stolz und dankbar, dass die wertvollen Glasgemälde und Waffen nun wieder dort sind, wo sie der Fürst bereits sah. Manchmal glaubt man im Schloss, er wäre anwesend.“

Das Vestibül mit der berühmten Ahnengalerie, das kleine Vestibül mit Waffengang und das Hauttreppenhaus mit der kostbaren Glasgemäldesammlung waren besondere Glanzpunkte im Interieur des Schlosses Branitz und boten zugleich einen angemessenen Rahmen für den großen Auftritt des Fürsten, wenn er seine Gäste im Schloss begrüßte. Wände, Farben, Stuck- und Holzflächen sind jetzt wieder so zu erleben, wie Fürst Pückler sie ab 1850 gestalten ließ. Das Highlight sind die Glasgemälde aus der Zeit des 16. bis 18. Jahrhunderts, die nach intensiver Forschung und langer Restaurierung vor die beiden Hauptfenster des Treppenhauses zurückgekehrt und wieder zu bewundern sind.

Im Vestibül wurden die von Ferdinand von Arnim gestalteten Oberflächen gereinigt. Nun erstrahlt die berühmte Ahnengalerie der gräflichen Familien Callenberg und Pückler mit herausragenden Kunstwerken von Antoine Pesne und Jean-Étienne Liotard wieder.

Im kleinen Vestibül, dem sogenannten Waffengang, tragen die Wände wieder rund 80 Waffen aus der Sammlung der Grafen Pückler und Callenberg: Neben Jagdwaffen und Ehrendegen des 19. Jahrhunderts finden sich mittelalterliche und barocke Schwerter, Säbel, Hellebarden, Pistolen und sogar ein riesiger Zweihänder zum Wandschmuck arrangiert.

Für die im Masterplan geplante Generalsanierung des Schlosses wurden mit der Vorbildrestaurierung wesentliche Fragen im Umgang mit der historischen Substanz ergründet und abgeleitet.