2023

Restaurierung Parkteil Schmiedewiese

Im Rahmen der Vorbereitungen des Masterplan Branitz wurden ab 2021 durch die Stiftung Flächen an der Schmiedewiese erworben oder vom Land Brandenburg übertragen, die einst Teil des Parks waren und wesentlich für das äußere Erscheinungsbild der Parkbilder vom Dorf Branitz sind. Damit war der Weg für eine Restaurierung dieses Parkteils offen.

Die 2023 vorgelegte denkmalpflegerische Zielsetzung für die Schmiedewiese konzentriert sich auf die vollständige Wiederherstellung der historischen Raumkomposition von Fürst Pückler, wie sie zwischen 1846 und 1871 als prachtvolles Entree konzipiert wurde. Innerhalb dieser wissenschaftlichen Studie wurden alle Quellen und historischen Veränderungen des Parkteils analysiert und eine denkmalpflegerische Zielstellung erarbeitet, die nun fortlaufend umgesetzt wird.

Nach einem seltenen Gehölzplan von 1854 werden seitdem stetig Nachpflanzungen im gesamten Parkteil vorgenommen, um den unter dem Klimawandel besonders in diesem Bereich leidenden Gehölzbestand zu erneuern. Auf den Randflächen zum Dorf Branitz entstehen 2027 Streuobstwiesen.

Seit 2023 werden die Wege des Parkteils restauriert und saniert: 2023 begonnen bei dem Wege um die Parkschmiede, folgte ab 2025 der südliche Schmiedewiesenweg und wird 2026 der nördliche Schmiedewiesenweg grundhaft restauriert. Auch die Anschlüsse zum Kavalierhaus und dem sog. Reitweg werden 2027 vollendet sein.

2024 wurde zudem der Neue Schmiedegraben, entstanden in den 1980er Jahren, wieder verfüllt, um das historische Bild wiederherzustellen. Die Wiesenflächen wurden nachmodelliert.

Nach einem seltenen Gehölzplan von 1854 werden stetig Nachpflanzungen vorgenommen, um den unter dem Klimawandel besonders in diesem Bereich leidenden Gehölzbestand zu erneuern.

Zeitraum: 2023ff.
Kosten: 960 TEUR

Damals
Zielstellung Schmiedewiese SFPM
Zielstellung Schmiedewiese SFPM
Heute

Die Umsetzung dieser Zielstellung bringt zudem eine nachhaltige Auswirkungen mit sich: Es wurde das gesamte Wassermanagement untersucht und optimiert. Durch das Verfüllen tiefer, künstlicher Gräben aus den 1980er Jahren und die Revitalisierung historischer Grabenläufe wurde der Wasserhaushalt der wertvollen, von Spree-Auelehm geprägten Böden stabilisiert. Dies sichert das Überleben des historischen Gehölzbestandes bei extremen Starkregen oder Dürren.

Der Nutzen der Maßnahmen zeigt sich in der ästhetischen Aufwertung des Parkteils und der Wiederbelebung der Pückler’schen Inszenierung. Die Auswirkungen sind daneben ökologischer und struktureller Natur: Der Park gewinnt an Klimaresistenz. Zudem führte der Rückbau Kleingärten dazu, dass sich historische Blickbeziehungen zur Feldflur wieder öffnen.