2022ff

Digitalisierung aller organisatorischen Abläufe und der Technik

Die Digitalisierung bildet im 21. Jahrhundert das technologische Fundament, um als öffentlich- rechtliche Stiftung das historische Erbe von Fürst Pückler effizient zu verwalten und für ein weltweites Publikum zeitgemäß erlebbar zu machen.
Historisch gewachsen aus analogen Museumsstrukturen und dezentralen Verwaltungseinheiten auf dem 620 Hektar großen Parkgelände, stand die Stiftung vor der Herausforderung, 30 historische Gebäude und weitreichende Außenanlagen sowie die Fachbereiche Verwaltung, Museum, Baumanagement und Parkpflege informationstechnisch zu vernetzen. Die historische Bedeutung dieses Transformationsprozesses liegt in der Symbiose aus traditioneller Bewahrung und moderner, zukunftssicherer Verwaltungskompetenz in Verbindung mit Fragen der Gebäude-, aber auch Cybersicherheit.

Als zentrales Projekt im Masterplan wurde deshalb 2021 eine tiefgreifende IT-Modernisierung verankert, um die organisatorischen und technischen Abläufe grundlegend und komplett cloudbasiert neu aufzustellen.

Die Zielsetzung dieses digitalen Großprojekts liegt in der konsequenten Etablierung einer papierlosen Verwaltung, um zeit- und ressourcenintensive Aktenberge vollständig abzulösen. Für die ganzheitliche Umsetzung zeichnet das IT-Systemhaus Bechtle als strategischer Technologiepartner verantwortlich. Im Zuge dieses Projekts digitalisierte das Team von Bechtle die gesamte Netzwerkinfrastruktur von Grund auf. Auf Basis von Microsoft Azure und M365 wurde ein stabiles Netzwerksystem implementiert, das die Einführung der elektronischen Akte (E-Akte), digitales Baumkataster, digitale Vergabe und Vertragsmanagement, Sammlungsmanagement, Finanzsysteme, Personalverwaltung und Gebäudeleit- sowie Sicherheitstechnik umfasst. Ticketing und Veranstaltungsmanagement sind digitalisiert. An KI basierter Quellenauswertung (Pückler-Bot) und Gästeservice wird gearbeitet, da dies dynamische Systeme sind und Prozesse stetig evaluiert und nachgesteuert werden müssen.

Durch den Aufbau dieses modernen Arbeitsplatzes können alle Verwaltungsprozesse komplett digital, medienbruchfrei und standortunabhängig bearbeitet werden. Ziel ist es, die interne Effizienz des äußerst vielfältigen Aufgabenportfolios der Stiftung stetig zu modernisieren und langfristig zu sichern.

Branitz gilt schon jetzt als digitaler Vorreiter in der nachhaltigen Kulturverwaltung.