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Die kleine Saalstube

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In den letzten beiden Jahren vor ihrem Tod 1854 bewohnte Fürstin Lucie insbesondere diesen Raum.
Quellen belegen, dass ein Teil des Raumes durch ein Portal mit grünen Vorhängen abgeteilt werden konnte und die Wände mit 103 gerahmten Grafiken geschmückt waren. Da nicht überliefert ist, mit welchen Motiven sich Lucie umgab, sehen Sie heute eine Auswahl an Grafiken in der Saalstube, die Einblicke in ihre Lebensstationen, Weggefährten und Interessen geben.
Erfahren Sie hier mehr über die Möbelstücke der Fürstin oder ihre Verbindung zu den abgebildeten Personen und Orten.

Zur Auswahl

Tutti Frutti

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Parks und Gärten

Parks und Gärten

Kindheit und Jugend

Kindheit und Jugend

lange Wand

Altona – Muskau – Branitz

Familie

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Kindheit und Jugend (1776–1796)

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Parks und Gärten

Blick auf den Lustgarten

Unbekannter Künstler, Stich, SFPM

Nördlich des Berliner Schlosses auf der Spreeinsel liegt der Lustgarten. Hier zu sehen nach der Umgestaltung durch den Landschaftsgärtner Peter Joseph Lenné 1826–1829. Lenné hatte auch für Lucies Vater auf Schloss Glienicke gearbeitet und besuchte Muskau im Sommer 1832.

Tutti Frutti

Porträt zweier chinesischer Damen

M. Gauci/Druck: Engelmann, Graf, Coindet & Co., Lithografie, Bd. 1 (1826/27), S. 125, EFPiB bei der SFPM

Die Faszination an fernen Ländern und fremden Kulturen beschäftigt Menschen seit Jahrhunderten. Im Schloss Branitz gab es schon im 18. Jahrhundert ein Chinesisches Zimmer. Fürst Pückler schickte Lucie von seiner Englandreise chinesische Illustrationen.

Tutti Frutti

Modes de Paris

S. u. J. Fuller, Stich, 1836, Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf

Mode war ein wiederkehrendes Thema in der Korrespondenz der Fürstin mit ihrer Tochter Adelheidt zu Carolath-Beuthen. Zu ihren Inspirationsquellen zählte auch Petit Courrier des Dames, eine Pariser Modezeitschrift, aus der diese Abbildung stammt.

Tutti Frutti

Modezeichnung aus „Das Neue Europa“

Verlag Fr. Gutsch & Rupp, Kupferstich, 1845, SFPM

In der von August Lewald herausgegebenen Zeitschrift "Das Neue Europa" erschienen regelmäßig Gedichte, Theaterrezensionen, Gesellschaftsnachrichten und als Beilage einige Modezeichnungen.

Tutti Frutti

Modezeichnung aus „Das Neue Europa“

Verlag Fr. Gutsch & Rupp, Kupferstich, 1845, SFPM

In der von August Lewald herausgegebenen Zeitschrift "Das Neue Europa" erschienen regelmäßig Gedichte, Theaterrezensionen, Gesellschaftsnachrichten und als Beilage einige Modezeichnungen.

Altona – Muskau – Branitz

Kathedrale von Metz

Francois Verronais, Stich, 1835, SFPM

Gräfin Lucie machte im April 1818 mit Pückler auf der Hochzeitsreise nach Paris einige Tage Station in Metz. Sie wohnten im Hotel du Nord und besuchten die Bibliothek und die Kathedrale, die in Lucies Worten „das herrlichste [ist] was ich je von gothischer Baukunst gesehen [habe]“.

Altona – Muskau – Branitz

Bad und Schloss Muskau in der Oberlautsitz. Ihro Durchlaucht der Frau Lucie Fürstin von Pückler-Muskau

Johann Friedrich Wizani/Widmung: Friedrich Ludwig von Kleist, Lithografie, um 1825, SFPM

Als Lucies Vermögen wenige Jahre nach der Trauung aufgebraucht war, ließ sich das Fürstenpaar auf Pücklers Initiative scheiden. Während der Fürst zur Brautschau nach England reiste, leitete Lucie die Geschäfte Muskaus. Als neue Einnahmequelle gründete sie 1823 das Hermannsbad.

Altona – Muskau – Branitz

Das Englische Haus bei Muskau

Eduard Sachse/Verlag Gustav Köhler (Görlitz), Lithografie, 1843, SFPM

Der „England“ genannte Parkteil mit dem Englischen Haus, bei dessen Gestaltung sich Lucie vom englischen Architekten Humphrey Repton beraten ließ, wurde 1820 fertiggestellt. Neben zwei Gebäuden im englischen Cottage-Stil gab es hier auch eine Schieß- und Kegelbahn.

Altona – Muskau – Branitz

Das Heidelberger Schloss

Graimberg, Kupferstich, 1812, EFPiB bei der SFPM

Ende des 18. Jahrhunderts war von der einstigen Residenz der Pfalzgrafen bei Rhein nach Kriegsschäden und Blitzeinschlag nur eine Ruine geblieben. Lucie besuchte Heidelberg 1794 mit ihrem Vater, der zu diesem Zeitpunkt preußischer Minister in Ansbach-Bayreuth war.

Altona – Muskau – Branitz

Graf Karl Theodor zu Pappenheim (1771–1853)

Karl Grünwedel, Lithografie, 1832, SFPM

Reichsgraf der Grafschaft Pappenheim. Lucie heiratete ihn 1796 und lebte nach einer unglücklichen Ehe ab 1802 von ihm getrennt, ab 1817 geschieden. Lucie und Karl Theodor hatten drei gemeinsame Kinder, von denen nur das älteste, die Tochter Adelheidt, überlebte.

Altona – Muskau – Branitz

Branitz

Billy Masser, Zeichnung, 1845, SFPM

Die Zeichnung von Lucies Sekretär Billy Masser zeigt Schloss Branitz 1845 in dem Zustand, in dem Lucie es nach dem Auszug aus Muskau erstmals bezog. Später sollten an dieser Stelle die von der Fürstin erdachte Terrasse und der Pleasureground entstehen.

Altona – Muskau – Branitz

Leopold Schefer (1784–1862)

Kaufmann, Stahlstich, SFPM

Gemeinsam mit dem Muskauer Dichter Leopold Schefer arbeitete Fürstin Lucie an der Veröffentlichung der Manuskripte des Fürsten und sorgte für gute Presse. Für den Zeitraum 1835–1844 sind Briefe Lucies an Schefer erhalten, die ihre Zusammenarbeit belegen.

Altona – Muskau – Branitz

General Étienne-Maurice Gérard (1773–1852)

Francois Seraphin Delpech nach Maurin, Lithografie, 1842, SFPM

Zu Lucies Netzwerk gehörte auch der französische General Gérard, aus dem nahen militärischen Umfeld des späteren schwedischen Königs Jean Baptiste Bernadotte. Er war auf Schloss Dennenlohe zu Gast und stand mit Lucie in Briefkontakt.

Altona – Muskau – Branitz

Gräfin Lucie von Pappenheim (1776–1854)

Wilhelm Hensel, Bleistiftzeichnung, 1815, Berlin, Kupferstichkabinett Berlin

Hensels Zeichnung zeigt die knapp vierzigjährige Lucie noch als Gräfin von Pappenheim, obwohl sie von ihrem ersten Mann bereits seit 1802 getrennt lebte. Es ist diese unabhängige Lucie, die Pückler in Berlin kennenlernte.

Altona – Muskau – Branitz

Burg Waldstein

Lithografie, Verlag von Th. Sachse in: Hirschberg, um 1840, Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg, Sammlung Haselbach, P 2133

Das Fürstenpaar erwarb Burg Waldstein in Niederschlesien von General Nostitz, dem Käufer Muskaus. Als die Pücklers ihren neuen Besitz im April 1845 besichtigten, war der Zustand der Burg jedoch deutlich schlechter, als von Nostitz versprochen.

Kindheit und Jugend (1776–1796)

Schloss Fantaisie

Georg Könitzer/ Verlag Carl Giefels, Lithografie, um 1860, SFPM

Schloss Fantaisie liegt in der Nähe der Stadt Bayreuth, wo Karl August von Hardenberg in den 1790er Jahren als leitender preußischer Minister in Ansbach-Bayreuth seine Sommerresidenz hatte. Lucie besucht ihren Vater in dieser Zeit häufig.

Kindheit und Jugend (1776–1796)

Der Marktplatz in Gera

Eduard Pietzsch & Comp. in: "Saxonia: Museum für sächsische Vaterlandskunde", Kreidelithografie, 1836, SFPM

Nach der Scheidung ihrer Eltern 1789 lebte Lucie eine Zeit lang in Gera bei ihrer Großmutter Anna Sophie Ehrengart von Hardenberg, geb. von Bülow.

Kindheit und Jugend (1776–1796)

Gesellschaftsplatz der Eremitage

Georg Könitzer/ Verlag Carl Giefels, Lithografie, um 1860, SFPM

In den 1790er Jahren war Karl August von Hardenberg leitender preußischer Minister in Ansbach-Bayreuth. In dieser Zeit nutzte er die Eremitage als Sommerresidenz.

Altona – Muskau – Branitz

Ansicht Dresden

Verlag R. Bowyer, Umrissradierung, 1814, SFPM

Als Lucie Dresden im Februar 1819 besuchte, schwärmte sie in einem Brief an ihre Tochter Adelheid: „eine Menge kostbarer vortrefflicher Kunstschätze machen diesen Ort zu einem der interessantesten“.

Altona – Muskau – Branitz

Schloss Schönfeld

Unbekannter Künstler, Bleistiftzeichnung, 1849, EFPiB bei der SFPM

Fürstin Lucie besuchte Schloss Schönfeld Ende der 1840er Jahre mit ihrem Sekretär Billy Masser. Zu diesem Zeitpunkt ist es in einem „wüsten, schmutzigen Zustand“, wie sich Masser später erinnerte.

Altona – Muskau – Branitz

Aman Te-in, genannt Joladour (1829-?)

Unbekannter Künstler, Lithografie, um 1845, EFPiB bei der SFPM

Fürst Pückler erwarb den im Südsudan geborenen, kaum zehnjährigen Aman Te-in 1837 auf Reisen als Geschenk für die Fürstin. Er besuchte eine Schule in der Nähe von Muskau und begleitete Pückler bei einer Rundreise zur Präsentation seiner arabischen Pferde. Die Abbildung entstand auf Initiative Lucies.

Tutti Frutti

Costume Parisien

Neubauer, Lithografie, Paris 1803, Privatbesitz

Die Fürstin und ihre Tochter tauschten sich in ihren Briefen auch in Modefragen aus. 1837 schickte Lucie einen Turban für Adelheidt nach Carolath und riet ihr diesen „zu dem weißen Atlaskleid“ zu tragen.

Tutti Frutti

Gartenpavillon

Gaetano Landi, Aquarellierte Radierung, um 1810, SFPM

Unter dem Titel „Architectural Decorations“ veröffentlichte Landi 1810 etwa 30 handkolorierte Ansichten dekorativer Bauelemente, die sich lose an ägyptischer, gotischer oder wie hier chinesischer Architektur orientierten.

Altona – Muskau – Branitz

Jardin des Plantes

Jean-Baptiste Chapuy nach Pierre Mongin, Radierung, um 1810, Bildarchiv Austria, Österreichische Nationalbibliothek Wien

Wenige Monate nach der Hochzeit Gräfin Lucies mit dem späteren Fürsten Pückler unternahmen die beiden eine Reise nach Paris. Dort besichtigten sie im Mai 1818 auch den Jardin des Plantes. Die Gartenleidenschaft teilte das Paar.

Familie

Adelheidts Töchter Lucie (1822–1903) und Adelheidt (1823–1841), Prinzessinnen von Schönaich-Carolath

Zeichnung, um 1829, Bildarchiv Austria, Österreichische Nationalbibliothek Wien, Porträtsammlung

Fürstin Lucies Tochter, Adelheidt, und ihr Ehemann, der Fürst zu Carolath-Beuthen, hatten zwei Kinder. Die jüngere Tochter, Adelheidt, starb 1841 mit 17 Jahren. Alle heute lebenden Nachfahren Fürstin Lucies stammen aus der Linie ihrer 1822 geborenen Enkelin Lucie.

Familie

Fürst Heinrich zu Carolath-Beuthen (1783–1864)

Lithografie, um 1825, EB, Bd. 4 (1828−1833), S. 93, SFPM

Als Heinrich zu Carolath-Beuthen 1817 Lucies einzige Tochter heiratete, hatte er gerade den Fürstentitel seines Vaters übernommen. Lucie schätzte ihn, nahm es ihm aber sehr übel, dass er sich 1851, zwei Jahre nach Adelheidts Tod, ein zweites Mal vermählte.

Altona – Muskau – Branitz

Andenken an Hamburg

J. Gray, Stahlstich, 1850, SFPM

Lucie lebte mit Tochter und Pflegetochter 1808 bis 1814 in Hamburg-Altona und war etabliert „in der französischen Gesellschaft“. Ihr Bruder Christian besuchte sie dort mehrfach, Bernadotte hält Kontakt zu ihr.

Parks und Gärten

Ansicht des mitten im Park liegenden Englischen Hauses

Ludwig Eduard Lütke, Lithografie, Druck: Königlich Lithographisches Institut Berlin, 1825, EFPiB bei der SFPM

Die von Lucie bestellte Werbebroschüre für das Muskauer Bad, zu deren Illustration diese Ansicht 1825 angefertigt wurde, beschreibt das Englische Haus als „[...] Cottage im englischen Geschmack, an einer hohen Eiche, mit einem Blumengarten umgeben und von wildem Wein und Rosen umrankt.“

Familie

Fürstin Adelheidt zu Carolath-Beuthen (1797–1849)

Lithografie, um 1825, EB, Bd. 1 (1826/27), S. 3, EFPiB bei der SFPM

Lucies Tochter Adelheidt lebte nach der von Pückler vermittelten Heirat mit Fürst Heinrich zu Carolath-Beuthen im niederschlesischen Carolath. Mutter und Tochter führen eine jahrzehntelange, rege Korrespondenz und besuchen einander häufig.

Familie

Wilhelm und Augusta von Preußen mit ihren Kindern auf der Terrasse von Schloss Babelsberg

Carl August Schwerdgeburth nach Theodor Hosemann, Stahlstich, um 1840, SPSG

Zu sehen sind Prinz Wilhelm von Preußen und seine Frau, Prinzessin Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach, mit ihren Kindern Friedrich Wilhelm und Luise. In die Gestaltung von Terrassen und Schlosspark Babelsberg ist das Fürstenpaar auf Wunsch des Prinzen eingebunden.

Altona – Muskau – Branitz

Das Millern (oder Altonaer) Tor in Hamburg

Poppel nach Lill, Stahlstich, um 1845, SFPM

Das Millerntor markiert lange die Grenze zu der bis 1938 eigenständigen Stadt Altona. Dort lebte die Fürstin 1808 bis 1814 mit ihren Töchtern.

Altona – Muskau – Branitz

Ansicht von Pappenheim

C. Grünwedel (Hrsg.), SFPM

Zwischen 1796 und 1802 lebt Gräfin Lucie mit ihrem ersten Ehemann, dem Grafen Karl Theodor von und zu Pappenheim, auf dessen Stammsitz im Altmühltal.

Altona – Muskau – Branitz

Blick auf die Pfaueninsel Potsdam

F. A Schmidt nach F. Frégevize, Radierung, um 1820, SPSG

Unter dem preußischen König Friedrich Wilhelm III., zu dem die Fürstin einen guten Kontakt hatte, legte der Hofgärtner Fintelmann im frühen 19. Jahrhundert auf der Pfaueninsel eine Gutswirtschaft im Stil einer ornamental farm an, wie sie später auch in Branitz umgesetzt werden sollte.

Altona – Muskau – Branitz

Die Herrschende Familie

Johann Sprick, Verlag George Gropius (Berlin), Lithografie, um 1835, Hessische Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt

Im Zentrum schweben in der Wolke über dem preußischen Adler König Friedrich Wilhelm III. mit seiner zweiten Frau, der Fürstin Liegnitz, umgeben von seinen Kindern und deren Ehepartnern. Über der Gruppe steht - schutzmantelartig - seine verstorbene erste Frau, Königin Luise.

Familie

Christiane Friederike Juliane von Reventlow (1759–1793)

Henry Hudson nach Johann Heinrich Schröder, Mezzotinto, um 1790, Staatsbibliothek zu Berlin

Fürstin Lucies Mutter war Einzelkind und Erbin eines großen Vermögens in Dänemark. Die 1774 geschlossene Ehe mit Karl August von Hardenberg war kurz und endete unglücklich wegen ihrer Affäre mit dem britischen Thronfolger. Sie starb mit 34 Jahren in Regensburg.

Altona – Muskau – Branitz

Dresden Bürgerwiese, Abbildung auf dem Briefpapier der Fürstin 1853

J. Riedel/Verlag J. Müller (Dresden), Lithografie, um 1850, Jagiellonen-Bibliothek Krakau, Sammlung Varnhagen

Nach der Märzrevolution 1848 beschloss die Fürstin, ihre Mietwohnung in Berlin zu verlassen und nach Dresden zu ziehen. Dort mietete sie am Rand der Bürgerwiesen eine Wohnung im ersten Stock des Hauses auf der linken Seite.

Altona – Muskau – Branitz

Jean Baptiste Bernadotte (1763–1844)

Jagiellonenbibliothek Krakau, Sammlung Varnhagen

Bernadotte, der später unter dem Namen Karl Johan König von Schweden und Norwegen wurde, war bis 1810 napoleonischer General. Gräfin Lucie pflegte zu ihm eine mehr als freundschaftliche Beziehung, vermittelte aber auch in seinen diplomatischen Angelegenheiten.

Altona – Muskau – Branitz

Karlsbad

Unbekannter Künstler, Lithografie, 1831, SFPM

Im August 1820 reiste Gräfin Lucie mit ihrer Pflegetochter Helmine zur Kur nach Karlsbad. Ihr Aufenthalt, so schrieb sie Ihrer Tochter Adelheidt, war „im ganzen recht angenehm […], die Cur aber höchst beschwerlich“.

Altona – Muskau – Branitz

Wilhelm Heinrich Masser, genannt Billy (1824–1907)

Fotografie, um 1850, SFPM

Der kleinwüchsige Billy Masser arbeitete seit 1840 als Privatsekretär für Fürstin Lucie. Er begleitete ihren Abschied von Muskau, den Umzug nach Branitz, sowie ihren Aufenthalt in Dresden. Nach Lucies Tod wurde Masser Pücklers „Gemeinsekretär“.

Altona – Muskau – Branitz

Das Bad in Muskau

Eduard Sachse/Verlag Gustav Köhler (Görlitz), Lithografie, 1843, Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“

Das 1823 eröffnete Hermannsbad zählte zu Fürstin Lucies frühen Projekten in Muskau. Zum Badepark gehörten auch ein Mineralbad (rechts) sowie die Moosgalerie (links des Weges) mit anschließendem Logierhaus. Trinkgalerie, Rosenvilla und Trinkpavillon sind angedeutet.

Altona – Muskau – Branitz

Heinrich Laube (1806–1884)

nach Friedrich Pecht, Stahlstich, um 1860, SFPM

Den politisch verfolgten Schriftsteller lernte Fürstin Lucie in Berlin kennen. Es war ihre Initiative, die dafür sorgte, dass Laube seine angeordnete Festungshaft ab 1837 mit seiner Frau Iduna auf Schloss Muskau verbringen durfte.

Altona – Muskau – Branitz

Lauchstädt

Druck: Eduard Pietzsch & Comp, Lithografie, um 1840, SFPM

Das Kurbad Lauchstädt in der Nähe von Merseburg erreichte den Höhepunkt seiner Beliebtheit im frühen 19. Jahrhundert. Im August 1806 fand hier ein Familientreffen der Hardenbergs statt.

Altona – Muskau – Branitz

Schloss Altenburg

in: J. Scheible Das kleine Universum für Erd-, Länder und Völkerkunde (Stuttgart 1840), Stahlstich, 1840, SFPM

1791 besuchte die 15-jährige Lucie Altenburg. Johanna von Dieskau, eine entfernte Verwandte von Lucies Vater – die beiden teilen sich einen gemeinsamen Urgroßvater –, war auf Schloss Altenburg Hofdame des Herzogs von Sachsen-Gotha und Altenburg.

Altona – Muskau – Branitz

Das Russische Gesandtschaftshotel in Berlin

Carl Heinrich Knoblauch, Aquatinta, um 1840, SFPM

Das Palais Kurland gehörte zwischen 1821 und 1837 Dorothea von Dino und Talleyrand, später Herzogin von Sagan, einer gemeinsamen Freundin Fürstin Lucies und ihrer Tochter Adelheidt zu Carolath-Beuthen. Nach seinem Verkauf an Zar Nikolaus I. wurde das Gebäude als Botschaft genutzt.

Altona – Muskau – Branitz

Palais des Prinzen Wilhelm

Ludwig Eduard Lütke/ Verlag E. H. Schröder, Lithografie, um 1840, SFPM

Das 1837 fertiggestellte Palais Unter den Linden wurde von Prinz Wilhelm, dem Sohn König Friedrich Wilhelms III., als Winterresidenz in Berlin genutzt. Das Fürstenpaar Pückler war mehrfach dort zu Gast und an der Gestaltung des Schlossparks der prinzlichen Sommerresidenz in Babelsberg beteiligt.

Tutti Frutti

Entwurf eines Gesellschaftszimmers mit Damenfigur

Intérieur de Boudoir (Liv. 113, Nr. 327), Destouches nach D. Guildmard, Lithografie, um 1850, SFPM

Dieser Raumentwurf stammt aus dem „Le Garde-meuble“-Magazin. Ab 1839 bildete diese „Wohnzeitschrift“ Désiré Guildmards über einhundert Jahre eine Institution in Einrichtungsfragen, an der sich das Fürstenpaar auch bei der Ausstattung von Schloss Branitz orientierte.

Kindheit und Jugend (1776–1796)

Schloss Glienicke

J.B. Hoessel nach J. H. Hintze, Kupferstich, um 1830, EB, Bd. 4 (1828/33), S. 65, SFPM

Zwischen Berlin und Potsdam liegt Schloss Glienicke. Lucies Vater, Staatskanzler Hardenberg, erwarb es 1814 und verbrachte hier einige Sommer. Den Umbau des Schlosses vertraute er Karl Friedrich Schinkel an; die Landschaftsgärten gestaltete Peter Joseph Lenné.

Kindheit und Jugend (1776–1796)

Eremitage Sonnentempel

Georg Könitzer/ Verlag Carl Giefels, Lithografie, um 1860, SFPM

In den 1790er Jahren ist Karl August von Hardenberg leitender preußischer Minister in Ansbach-Bayreuth. In dieser Zeit ist die Eremitage seine Sommerresidenz, wo ihn seine Tochter Lucie häufig besucht.

Kindheit und Jugend (1776–1796)

Das Palais des Staatskanzlers Fürst Hardenberg

Dietrich nach Delkeskamp, Aquatinta, um 1815, SFPM

Im Palais an der Leipziger Straße, am Dönhoffplatz, befanden sich ab 1804 Wohnung und Amtssitz von Lucies Vater, Karl August von Hardenberg. Als Hardenberg 1810 preußischer Staatskanzler wird, findet hier auch die Staatskanzlei ihren Platz.

Parks und Gärten

Schwetzingen Wasserleitung

Karl Kuntz, Aquatinta, um 1800, SFPM

Als Lucie ihren Vater 1794 nach Schwetzingen begleitete, war das Schloss seit fast 20 Jahren als Kurfürstenresidenz abgelöst. Der Park wurde jedoch nach Entwürfen Pigages weiter ausgebaut. Kuntz’ Aquatinta zeigt die römisch inspirierte Ruine mit angrenzendem Aquädukt.

Familie

Schloss Krenkerup/Hardenberg

Emil Bærentzen nach F. Richardt, Lithografie, um 1850, SFPM

Schloss Krenkerup – zwischen 1815 und 1938 Hardenberg genannt – auf der dänischen Insel Lolland war Teil des Erbes von Lucies Mutter Christiane von Reventlow. Nach deren Tod fiel es an Lucies Bruder und später an ihre Enkelin, Prinzessin Lucie von Schönaich-Carolath.

Altona – Muskau – Branitz

Pfarrkirche Boppard

Domenico Quaglio, Lithografie, 1822, SFPM

Durch Gräfin Lucies Verhandlungsgeschick gelang es 1817, den Wunsch ihres Verlobten Pückler nach dem Erwerb der Glasfenster der Karmeliterkirche in Boppard am Rhein zu verwirklichen.

Familie

Schloss Carolath

Winckelmann u. Söhne/Verlag Alexander Duncker, Lithografie, um 1860, SFPM

Schloss Carolath war ab 1817 die Heimat von Lucies Tochter Adelheidt und deren Mann, Fürst Heinrich zu Carolath-Beuthen. Die Fürstin besuchte ihre Tochter und Enkelkinder häufig und war Adelheidts wichtigste Inspiration und Ratgeberin bei der Gestaltung der Parkanlagen.

Altona – Muskau – Branitz

Frankfurt am Main

Dietrich/Verlag A. Felgner (Berlin), Kreidelithografie, um 1850, SFPM

Lucie besuchte Frankfurt das erste Mal 1794 mit ihrem Vater. Nach der Trennung von ihrem ersten Ehemann kehrte sie über den Winter 1815/1816 hierher zurück und lernte Rahel Varnhagen kennen.

Altona – Muskau – Branitz

Eichseewasserfall im Muskauer Park

Carl Wilhelm Arldt; Verlag M. Ahner, Muskau, Lithografie, um 1870, Freundeskreis Historica Bad Muskau e.V.

Fürstin Lucies Wirken hinterließ an vielen Stellen des Muskauer Parks sichtbare Spuren. Der Findling am Eichsee geht ebenfalls auf ihre Idee zurück.

Altona – Muskau – Branitz

Eine Parthie bei Muskau

Eduard Sachse/Verlag Gustav Köhler (Görlitz), Lithografie, 1843, Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“

Sachses Lithografie zeigt die Aussicht des im Bergpark gelegenen Kapellenbergs auf Schloss und Stadt Muskau. Den im Bild sichtbaren Panoramaweg ließ die Fürstin anlegen.

Altona – Muskau – Branitz

Ansicht des Bades von der Morgenseite

Ludwig Eduard Lütke, Lithografie, Druck: Königlich Lithographisches Institut Berlin, 1825, EFPiB bei der SFPM

Diese Ansicht gehört zu einer Bilderreihe, die das Fürstenpaar 1825 von Ludwig Eduard Lütke anfertigen ließ, um das zwei Jahre zuvor von Fürstin Lucie eröffnete Hermannsbad zu bewerben. Zu sehen ist hier der Blick vom östlichen Neißeufer auf den Badepark.

Altona – Muskau – Branitz

Ansicht der Bergschlucht beim Alaunbergwerk

Ludwig Eduard Lütke, Lithografie, Druck: Königlich Lithographisches Institut Berlin, 1825, EFPiB bei der SFPM

Zur Standesherrschaft Muskau gehörte auch ein Alaunbergwerk mit zwei Quellen, denen der Arzt Dr. Kleemann auf Wunsch der Fürstin 1822 eine Heilwirkung attestierte. Diese Quellen bildeten die Basis für das von Lucie eröffnete Hermannsbad.

Altona – Muskau – Branitz

Ansicht der Gartenparthie beim Bade

Ludwig Eduard Lütke, Lithografie, Druck: Königlich Lithographisches Institut Berlin, 1825, EFPiB bei der SFPM

Diese Ansicht gehört zu einer Bilderreihe, die das Fürstenpaar 1825 von Ludwig Eduard Lütke anfertigen lässt, um das von Lucie eröffnete Hermannsbad zu bewerben. Zu sehen sind hier die Blumenbeete des Talgartens und die Badeberge mit ihren Aussichtspavillons.

Kindheit und Jugend (1776–1796)

Gut Hasselburg

Friedrich Adolph Hornemann/Lithographisches Institut Charles Fuchs, Lithografie, 1850, Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek

Zu Lucies erweitertem Familienbesitz zählte das Gut Hasselburg. Ihre Großtante, Schwester ihrer Großmutter Scheel von Plessen, hatte den Grafen von Dernath geheiratet, in dessen Familienbesitz Hasselburg bis 1816 blieb. Später erwarben es die Grafen von Scheel-Plessen.

Kindheit und Jugend (1776–1796)

Gut Sierhagen

Friedrich Adolph Hornemann/Lithographisches Institut Charles Fuchs, Lithografie, 1850, Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek

Im Sommer 1830 besuchte Fürstin Lucie das Gut Sierhagen. Es gehört der Familie Scheel-Plessen, mit der Lucie mütterlicherseits verwandt war. Knapp 60 Jahre zuvor hatte man dort auch das erste Treffen ihrer Eltern arrangiert.

Kindheit und Jugend (1776–1796)

Gut Wensin

Friedrich Adolph Hornemann/Lithographisches Institut Charles Fuchs, Lithografie, 1850, Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek

Gut Wensin gehörte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Wulf Heinrich von Thienen, dem Stiefvater von Lucies Mutter Christiane von Reventlow. Als dessen Frau, Lucies Patin Ida Lucie Scheel von Plessen, im März 1792 dort starb, war Lucie anwesend.

Altona – Muskau – Branitz

Ansichten des fürstlich von Pückler’schen Schlosses u. Parkes zu Branitz

Walther/Verlag GW Tornow (Cottbus), Lithografie, um 1855, SFPM

Es war Fürstin Lucie, die Pückler davon überzeugte, nach dem Verkauf Muskaus einen Neuanfang in Branitz zu wagen. Sie organisierte den gesamten Umzug und empfing hier einige der ersten Gäste. 1854 starb Lucie in Branitz, das Ansichtenblatt zeigt das bis dahin Geschaffene.

Familie

Ansicht des Schlosses und eines Theils der Stadt vom Park aus

Ludwig Eduard Lütke, Lithografie, Druck: Königlich Lithographisches Institut Berlin, 1825, EFPiB bei der SFPM

Gräfin Lucie zog 1817 schon einige Monate vor ihrer Hochzeit mit Pückler nach Muskau, zunächst ins Jagdschloss. Knapp 30 Jahre lang leitete sie die Geschicke der Standesherrschaft – nicht nur in Pücklers Abwesenheit. 1845 verkaufte der Fürst den Besitz gegen ihren Willen.

Altona – Muskau – Branitz

Erinnerungen an Dresden

Riedel nach Gustav Täubert, Lithografie, um 1825, SFPM

Lucie besuchte die Stadt an der Elbe wiederholt von Muskau aus und fand dort das gesellschaftliche Leben, dass ihr auf dem Land fehlte. Ende März 1818 sah sie in Dresden Grillparzers „Die Ahnfrau“ in der italienischen Oper. 1849 starb hier ihre Tochter Adelheidt.

Tutti Frutti

Spielende Hunde

Werner nach Steffeck, Stich, 19. Jahrhundert, EFPiB bei der SFPM

Von seiner Englandreise schickte Pückler der Fürstin einige Aufmerksamkeiten. Darunter auch einen "Blenheim Spaniel" mit dem Namen Francis. Kleine Hunde gehörten bis zu ihrem Lebensende zum Haushalt der Fürstin.

Altona – Muskau – Branitz

Dennenlohe

Unbekannter Künstler, Porzellanmalerei, 1822, Freiherrlich von Süsskind’sche Schloss- und Gartenverwaltung

In den Jahren 1802–1808, nach ihrer Trennung, aber vor der endgültigen Scheidung von ihrem ersten Ehemann, dem Grafen von Pappenheim, lebte Gräfin Lucie mit ihrer Tochter Adelheidt und ihrer Ziehtochter Helmine Lanzendorff überwiegend auf Schloss Dennenlohe nahe Ansbach.

Altona – Muskau – Branitz

Erinnerungen an Muskau

„Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen Friedrich der Niederlande ehrfurchtsvoll gewidmet vom Verleger“, Verlag T. Rumbaum (Muskau), Farblithografie, Gustav Täubert, um 1850, SFPM

Fürstin Lucie lebte fast 30 Jahre auf Schloss Muskau, das ihr bald ans Herz wuchs. In die Leitung und Gestaltung der Standesherrschaft Pücklers war neben ihrem Vermögen auch viel Einsatz und Energie geflossen, als Muskau 1845 gegen ihren Willen verkauft wurde.

Altona – Muskau – Branitz

Das (alte) Schauspielhaus am Gendarmenmarkt

Friedrich August Calau, Aquarell auf Papier, um 1815, Sammlung Stiftung Stadtmuseum Berlin, Reproduktion Christel Lehmann (Berlin)

Das Königliche National-Theater am Gendarmenmarkt stand seit dem späten 18. Jahrhundert unter der Leitung August Wilhelm Ifflands. Als Gräfin Lucie im März 1805 mit ihrem Onkel Berlin besuchte, bat dieser Iffland, den Spielplan für die beiden zu verändern.

Tutti Frutti

Kostümfigurine „Johann d‘ Arc“ in „Die Jungfrau von Orleans“

August Wilhelm Iffland/Ludwig Wilhelm Wittich, Radierung, 1805, Sammlung Stiftung Stadtmuseum, Reproduktion Dorin Alexandru Ionita (Berlin)

Als Gräfin Lucie 1805 mit ihrem Onkel in Berlin war, bat dieser den ebenfalls aus Hannover stammenden Theaterdirektor Iffland ausdrücklich darum, die „Jungfrau von Orleans“ und den „Wilhelm Tell“ an einem der Abende spielen zu lassen, an dem die beiden Zugang zur Theaterloge ihres Vaters hatten.

Tutti Frutti

Kostümfigurine „Wilhelm Tell und Walter dessen Sohn“ in „Wilhelm Tell“

August Wilhelm Iffland/Ludwig Wilhelm Wittich, Radierung, 1805, Sammlung Stiftung Stadtmuseum, Reproduktion Dorin Alexandru Ionita (Berlin)

Als Gräfin Lucie 1805 mit ihrem Onkel in Berlin war, bat dieser den ebenfalls aus Hannover stammenden Theaterdirektor Iffland ausdrücklich darum, die „Jungfrau von Orleans“ und den „Wilhelm Tell“ an einem der Abende spielen zu lassen, an dem die beiden Zugang zur Theaterloge ihres Vaters hatten.

Altona – Muskau – Branitz

Das Warmbrunner Tal

Louis Mueller, Aquarell, 1849, SFPM

Von Bad Warmbrunn aus eröffnet sich ein herrlicher Blick auf das südlich der Stadt gelegene Riesengebirge. Zu den zahlreichen Gästen des berühmten Kurbades zählte 1845 auch die Fürstin.

Tutti Frutti

Wandgestaltung mit Vorhängen, Blumenschmuck und Blick in die Natur

Lithografie, um 1850, SFPM

Das Garde-meuble-Magazin des Künstlers Désiré Guildmard inspirierte Adel und Bürgertum ab 1839 fast einhundert Jahre lang in Einrichtungsfragen. Da auf diesem Blatt Titel- und Urheberangaben fehlen, handelt es sich vermutlich um eine anonyme Kopie der beliebten Illustrationen aus Guildmards „Wohnzeitschrift“.

Familie

Wildbad Gastein

Heinrich Mützel nach Adelheidt zu Carolath-Beuthen, Druck: Winckelmann und Söhne, Berlin, SFPM

Bad Gastein war das liebste Reiseziel von Fürstin Lucies Tochter, Adelheidt zu Carolath-Beuthen, nach deren Zeichnung diese Lithografie entstand. Lucie besuchte Bad Gastein mehrmals, nach dem Tod ihrer geliebten Tochter 1849 auch gemeinsam mit Pückler.

Familie

Rahel Varnhagen (1771–1833)

Unbekannter Künstler, Kupferstich, SFPM

Mit der Salonnière Rahel Varnhagen war Lucie schon seit 1815 in Kontakt, ihre Tochter Adelheidt wurde eine besonders enge Freundin der Schriftstellerin. Rahels literarische Werke erlangen erst nach ihrem Tod 1833 größere Bekanntheit.

Kindheit und Jugend (1776–1796)

Ansbach

Unbekannter Künstler, Kupferstich, SFPM

Karl August von Hardenberg war ab 1790 leitender preußischer Minister in Ansbach-Bayreuth.

Altona – Muskau – Branitz

Breslau

Payne nach Richter, Kupferstich, um 1850, SFPM

In Breslau besuchte Fürstin Lucie im Mai 1846 ihre Pflegetochter Helmine kurz vor deren Tod. Auf ihren Antrag hin war sie 1820 in den Adelsstand erhoben worden, zunächst als „von Branitz“, dann „von Lanzendorff“, die 1824 einen von Blücher heiratete.

Kindheit und Jugend (1776–1796)

Neuhardenberg

Karl Friedrich Schinkel, Graphitzeichnung, um 1822, Kupferstichkabinett Berlin

Schloss und Ort Quilitz kamen 1814 in den Besitz des Staatskanzlers Hardenberg, der beides in Neuhardenberg umbenennen und das Schloss nach Entwürfen Schinkels umgestalten ließ. Der von Lenné entworfene Schlosspark wurde mit Änderungen des Fürstenpaares umgesetzt.

Kindheit und Jugend (1776–1796)

Karl August von Hardenberg (1750–1822)

Richard Rothwell nach Thomas Lawrence, Ölgemälde, um 1840, SFPM

1851 sah Pückler auf Windsor Castle die Originalversion dieses Porträts und schrieb sogleich an Lucie, es sei „das ähnlichste Portrait Deines Herren Vaters das ich je gesehen“. Hardenberg hatte 1818 am Rande des Aachener Kongresses, auf dem er Preußen vertrat, für Lawrence Porträt gesessen.

Familie

Schreibtisch

Nach Entwurf von Karl Friedrich Schinkel, um 1820, Mahagonifurnier, teilweise vergoldet, Bronzebaluster
Brandstempel: LFPM (nach 1822)
EFPiB

Der nach einem Entwurf Schinkels angefertigte Schreibtisch der Fürstin trägt den Brandstempel LFPM für „Lucie Fürstin von Pückler-Muskau“.

Tutti Frutti

Lack-
Kabinettschränkchen/
Reisekabinett

Japan, frühe Edo Zeit, ca. 1680 (für den Export in die Niederlande),
Schwarzlack (urushi) mit Golddekor, die Kästchen mit Gold-nashi-ji, Eckbeschläge und Beschläge der Türen (teils rekonstruiert)
Brandstempel: GLvHP (zwischen 1796‒1817)
EFPiB

Vermutlich stand dieser kleine Holzschrank ursprünglich auf einem flachen Sockelrahmen. Dieser wie die beiden fehlenden Flügeltüren und einige Türscharniere sind jüngst im Rahmen von Restaurierungsarbeiten ersetzt worden.

Altona – Muskau – Branitz

Somno (Beistellkommode) mit Tatzenfüßen

Frankreich (in der Art von Jacob Desmalter), 1805/10
Eichenholzkorpus, Rahmenkonstruktion, Mahagonifurnier, ebonisiert mit Sternen
Brandstempel: GLvHP (zwischen 1796‒1817)
EFPiB

Verziert mit vergoldeten Bronzesternen und Füßen im Tierklauen-Motiv. Ein Brandstempel belegt, dass dieser Schrank aus dem Besitz der Fürstin stammt.

Familie

Chiffonier (Schubladenschrank) mit Festons

Mahagonifurnier, teilweise ebonisiert, Messingeinlagen, Berlin, um 1820
Brandstempel: LFPM (nach 1822)
EFPiB

Eine hohe, aber schmale Kommode, mit sechs Schubladen und Messingeinlagen. Sie wurde zur Aufbewahrung von Kleidungsstücken, Hutschmuck und Schals verwendet und trägt Lucies Brandstempel. Schals waren eines der beliebtesten Geschenke des Fürsten an Lucie.

Altona – Muskau – Branitz

Möbelgruppe: Sofa mit drei Stühlen

Friedrich Gottlob Hoffmann (1741‒1806), Leipzig 1790
Lindenholz, farbig gefasst
Brandstempel: GLvHP (zwischen 1796‒1817)
EFPiB

Nur durch Zufall fand dieses Sitzmöbel seinen Weg zurück nach Branitz. Als ausgemusterte Requisite des Cottbuser Staatstheaters landete sie 1994 auf dem Müll, ehe anhand des unterseitigen Brandstempels ihr eigentlicher Wert erkannt wurde

Familie

Goldrahmen im Barockstil mit drei Zeichnungen

Fürst Hermann von Pückler Muskau, Bleistiftzeichnung von Carl Alexander von Heideloff, 1843, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung

Gräfin Adelheidt zu Pappenheim, Bleistiftzeichnung von Wilhelm Hensel, 1815, Berlin Kupferstichkabinett PK

Helmine von Lanzendorf (verh. von Blücher), Bleistiftzeichnung eines unbekannten Künstlers, um 1820, EFPiB bei der SFPM

Der prächtige Goldrahmen umschließt drei der Fürstin besonders nahestehende Personen: Ihren zweiten Ehemann, den Fürsten Pückler, ihre einzige Tochter Adelheidt (rechts) und ihre Ziehtochter Helmine von Lanzendorf (links).

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Detail der Bettschranke, Kleine Saalstube

Impressum

Kleine Saalstube Schloss Branitz

Medienanwendung

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Programmierung:

SFPM Website-Design:

Foto:

Leonie Harbecke, SFPM

EWIG NEU

Maik Lagodzki

Gabriela Weidner, SFPM

EFPiB = Erbengemeinschaft nach Fürst Pückler in Branitz (Leihgeber)