Die kleine Saalstube
In den letzten beiden Jahren vor ihrem Tod 1854 bewohnte Fürstin Lucie insbesondere diesen Raum.
Quellen belegen, dass ein Teil des Raumes durch ein Portal mit grünen Vorhängen abgeteilt werden konnte und die Wände mit 103 gerahmten Grafiken geschmückt waren. Da nicht überliefert ist, mit welchen Motiven sich Lucie umgab, sehen Sie heute eine Auswahl an Grafiken in der Saalstube, die Einblicke in ihre Lebensstationen, Weggefährten und Interessen geben.
Erfahren Sie hier mehr über die Möbelstücke der Fürstin oder ihre Verbindung zu den abgebildeten Personen und Orten.
Blick auf den Lustgarten
Unbekannter Künstler, Stich, SFPM
Nördlich des Berliner Schlosses auf der Spreeinsel liegt der Lustgarten. Hier zu sehen nach der Umgestaltung durch den Landschaftsgärtner Peter Joseph Lenné 1826–1829. Lenné hatte auch für Lucies Vater auf Schloss Glienicke gearbeitet und besuchte Muskau im Sommer 1832.
Porträt zweier chinesischer Damen
M. Gauci/Druck: Engelmann, Graf, Coindet & Co., Lithografie, Bd. 1 (1826/27), S. 125, EFPiB bei der SFPM
Die Faszination an fernen Ländern und fremden Kulturen beschäftigt Menschen seit Jahrhunderten. Im Schloss Branitz gab es schon im 18. Jahrhundert ein Chinesisches Zimmer. Fürst Pückler schickte Lucie von seiner Englandreise chinesische Illustrationen.
Modes de Paris
S. u. J. Fuller, Stich, 1836, Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
Mode war ein wiederkehrendes Thema in der Korrespondenz der Fürstin mit ihrer Tochter Adelheidt zu Carolath-Beuthen. Zu ihren Inspirationsquellen zählte auch Petit Courrier des Dames, eine Pariser Modezeitschrift, aus der diese Abbildung stammt.
Modezeichnung aus „Das Neue Europa“
Verlag Fr. Gutsch & Rupp, Kupferstich, 1845, SFPM
In der von August Lewald herausgegebenen Zeitschrift "Das Neue Europa" erschienen regelmäßig Gedichte, Theaterrezensionen, Gesellschaftsnachrichten und als Beilage einige Modezeichnungen.
Modezeichnung aus „Das Neue Europa“
Verlag Fr. Gutsch & Rupp, Kupferstich, 1845, SFPM
In der von August Lewald herausgegebenen Zeitschrift "Das Neue Europa" erschienen regelmäßig Gedichte, Theaterrezensionen, Gesellschaftsnachrichten und als Beilage einige Modezeichnungen.
Kathedrale von Metz
Francois Verronais, Stich, 1835, SFPM
Gräfin Lucie machte im April 1818 mit Pückler auf der Hochzeitsreise nach Paris einige Tage Station in Metz. Sie wohnten im Hotel du Nord und besuchten die Bibliothek und die Kathedrale, die in Lucies Worten „das herrlichste [ist] was ich je von gothischer Baukunst gesehen [habe]“.
Bad und Schloss Muskau in der Oberlautsitz. Ihro Durchlaucht der Frau Lucie Fürstin von Pückler-Muskau
Johann Friedrich Wizani/Widmung: Friedrich Ludwig von Kleist, Lithografie, um 1825, SFPM
Als Lucies Vermögen wenige Jahre nach der Trauung aufgebraucht war, ließ sich das Fürstenpaar auf Pücklers Initiative scheiden. Während der Fürst zur Brautschau nach England reiste, leitete Lucie die Geschäfte Muskaus. Als neue Einnahmequelle gründete sie 1823 das Hermannsbad.
Das Englische Haus bei Muskau
Eduard Sachse/Verlag Gustav Köhler (Görlitz), Lithografie, 1843, SFPM
Der „England“ genannte Parkteil mit dem Englischen Haus, bei dessen Gestaltung sich Lucie vom englischen Architekten Humphrey Repton beraten ließ, wurde 1820 fertiggestellt. Neben zwei Gebäuden im englischen Cottage-Stil gab es hier auch eine Schieß- und Kegelbahn.
Das Heidelberger Schloss
Graimberg, Kupferstich, 1812, EFPiB bei der SFPM
Ende des 18. Jahrhunderts war von der einstigen Residenz der Pfalzgrafen bei Rhein nach Kriegsschäden und Blitzeinschlag nur eine Ruine geblieben. Lucie besuchte Heidelberg 1794 mit ihrem Vater, der zu diesem Zeitpunkt preußischer Minister in Ansbach-Bayreuth war.
Graf Karl Theodor zu Pappenheim (1771–1853)
Karl Grünwedel, Lithografie, 1832, SFPM
Reichsgraf der Grafschaft Pappenheim. Lucie heiratete ihn 1796 und lebte nach einer unglücklichen Ehe ab 1802 von ihm getrennt, ab 1817 geschieden. Lucie und Karl Theodor hatten drei gemeinsame Kinder, von denen nur das älteste, die Tochter Adelheidt, überlebte.
Branitz
Billy Masser, Zeichnung, 1845, SFPM
Die Zeichnung von Lucies Sekretär Billy Masser zeigt Schloss Branitz 1845 in dem Zustand, in dem Lucie es nach dem Auszug aus Muskau erstmals bezog. Später sollten an dieser Stelle die von der Fürstin erdachte Terrasse und der Pleasureground entstehen.
Leopold Schefer (1784–1862)
Kaufmann, Stahlstich, SFPM
Gemeinsam mit dem Muskauer Dichter Leopold Schefer arbeitete Fürstin Lucie an der Veröffentlichung der Manuskripte des Fürsten und sorgte für gute Presse. Für den Zeitraum 1835–1844 sind Briefe Lucies an Schefer erhalten, die ihre Zusammenarbeit belegen.
General Étienne-Maurice Gérard (1773–1852)
Francois Seraphin Delpech nach Maurin, Lithografie, 1842, SFPM
Zu Lucies Netzwerk gehörte auch der französische General Gérard, aus dem nahen militärischen Umfeld des späteren schwedischen Königs Jean Baptiste Bernadotte. Er war auf Schloss Dennenlohe zu Gast und stand mit Lucie in Briefkontakt.
Gräfin Lucie von Pappenheim (1776–1854)
Wilhelm Hensel, Bleistiftzeichnung, 1815, Berlin, Kupferstichkabinett Berlin
Hensels Zeichnung zeigt die knapp vierzigjährige Lucie noch als Gräfin von Pappenheim, obwohl sie von ihrem ersten Mann bereits seit 1802 getrennt lebte. Es ist diese unabhängige Lucie, die Pückler in Berlin kennenlernte.
Burg Waldstein
Lithografie, Verlag von Th. Sachse in: Hirschberg, um 1840, Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg, Sammlung Haselbach, P 2133
Das Fürstenpaar erwarb Burg Waldstein in Niederschlesien von General Nostitz, dem Käufer Muskaus. Als die Pücklers ihren neuen Besitz im April 1845 besichtigten, war der Zustand der Burg jedoch deutlich schlechter, als von Nostitz versprochen.
Schloss Fantaisie
Georg Könitzer/ Verlag Carl Giefels, Lithografie, um 1860, SFPM
Schloss Fantaisie liegt in der Nähe der Stadt Bayreuth, wo Karl August von Hardenberg in den 1790er Jahren als leitender preußischer Minister in Ansbach-Bayreuth seine Sommerresidenz hatte. Lucie besucht ihren Vater in dieser Zeit häufig.
Der Marktplatz in Gera
Eduard Pietzsch & Comp. in: "Saxonia: Museum für sächsische Vaterlandskunde", Kreidelithografie, 1836, SFPM
Nach der Scheidung ihrer Eltern 1789 lebte Lucie eine Zeit lang in Gera bei ihrer Großmutter Anna Sophie Ehrengart von Hardenberg, geb. von Bülow.
Gesellschaftsplatz der Eremitage
Georg Könitzer/ Verlag Carl Giefels, Lithografie, um 1860, SFPM
In den 1790er Jahren war Karl August von Hardenberg leitender preußischer Minister in Ansbach-Bayreuth. In dieser Zeit nutzte er die Eremitage als Sommerresidenz.
Ansicht Dresden
Verlag R. Bowyer, Umrissradierung, 1814, SFPM
Als Lucie Dresden im Februar 1819 besuchte, schwärmte sie in einem Brief an ihre Tochter Adelheid: „eine Menge kostbarer vortrefflicher Kunstschätze machen diesen Ort zu einem der interessantesten“.
Schloss Schönfeld
Unbekannter Künstler, Bleistiftzeichnung, 1849, EFPiB bei der SFPM
Fürstin Lucie besuchte Schloss Schönfeld Ende der 1840er Jahre mit ihrem Sekretär Billy Masser. Zu diesem Zeitpunkt ist es in einem „wüsten, schmutzigen Zustand“, wie sich Masser später erinnerte.
Aman Te-in, genannt Joladour (1829-?)
Unbekannter Künstler, Lithografie, um 1845, EFPiB bei der SFPM
Fürst Pückler erwarb den im Südsudan geborenen, kaum zehnjährigen Aman Te-in 1837 auf Reisen als Geschenk für die Fürstin. Er besuchte eine Schule in der Nähe von Muskau und begleitete Pückler bei einer Rundreise zur Präsentation seiner arabischen Pferde. Die Abbildung entstand auf Initiative Lucies.
Costume Parisien
Neubauer, Lithografie, Paris 1803, Privatbesitz
Die Fürstin und ihre Tochter tauschten sich in ihren Briefen auch in Modefragen aus. 1837 schickte Lucie einen Turban für Adelheidt nach Carolath und riet ihr diesen „zu dem weißen Atlaskleid“ zu tragen.
Gartenpavillon
Gaetano Landi, Aquarellierte Radierung, um 1810, SFPM
Unter dem Titel „Architectural Decorations“ veröffentlichte Landi 1810 etwa 30 handkolorierte Ansichten dekorativer Bauelemente, die sich lose an ägyptischer, gotischer oder wie hier chinesischer Architektur orientierten.
Jardin des Plantes
Jean-Baptiste Chapuy nach Pierre Mongin, Radierung, um 1810, Bildarchiv Austria, Österreichische Nationalbibliothek Wien
Wenige Monate nach der Hochzeit Gräfin Lucies mit dem späteren Fürsten Pückler unternahmen die beiden eine Reise nach Paris. Dort besichtigten sie im Mai 1818 auch den Jardin des Plantes. Die Gartenleidenschaft teilte das Paar.
Adelheidts Töchter Lucie (1822–1903) und Adelheidt (1823–1841), Prinzessinnen von Schönaich-Carolath
Zeichnung, um 1829, Bildarchiv Austria, Österreichische Nationalbibliothek Wien, Porträtsammlung
Fürstin Lucies Tochter, Adelheidt, und ihr Ehemann, der Fürst zu Carolath-Beuthen, hatten zwei Kinder. Die jüngere Tochter, Adelheidt, starb 1841 mit 17 Jahren. Alle heute lebenden Nachfahren Fürstin Lucies stammen aus der Linie ihrer 1822 geborenen Enkelin Lucie.
Fürst Heinrich zu Carolath-Beuthen (1783–1864)
Lithografie, um 1825, EB, Bd. 4 (1828−1833), S. 93, SFPM
Als Heinrich zu Carolath-Beuthen 1817 Lucies einzige Tochter heiratete, hatte er gerade den Fürstentitel seines Vaters übernommen. Lucie schätzte ihn, nahm es ihm aber sehr übel, dass er sich 1851, zwei Jahre nach Adelheidts Tod, ein zweites Mal vermählte.
Andenken an Hamburg
J. Gray, Stahlstich, 1850, SFPM
Lucie lebte mit Tochter und Pflegetochter 1808 bis 1814 in Hamburg-Altona und war etabliert „in der französischen Gesellschaft“. Ihr Bruder Christian besuchte sie dort mehrfach, Bernadotte hält Kontakt zu ihr.
Ansicht des mitten im Park liegenden Englischen Hauses
Ludwig Eduard Lütke, Lithografie, Druck: Königlich Lithographisches Institut Berlin, 1825, EFPiB bei der SFPM
Die von Lucie bestellte Werbebroschüre für das Muskauer Bad, zu deren Illustration diese Ansicht 1825 angefertigt wurde, beschreibt das Englische Haus als „[...] Cottage im englischen Geschmack, an einer hohen Eiche, mit einem Blumengarten umgeben und von wildem Wein und Rosen umrankt.“
Fürstin Adelheidt zu Carolath-Beuthen (1797–1849)
Lithografie, um 1825, EB, Bd. 1 (1826/27), S. 3, EFPiB bei der SFPM
Lucies Tochter Adelheidt lebte nach der von Pückler vermittelten Heirat mit Fürst Heinrich zu Carolath-Beuthen im niederschlesischen Carolath. Mutter und Tochter führen eine jahrzehntelange, rege Korrespondenz und besuchen einander häufig.
Wilhelm und Augusta von Preußen mit ihren Kindern auf der Terrasse von Schloss Babelsberg
Carl August Schwerdgeburth nach Theodor Hosemann, Stahlstich, um 1840, SPSG
Zu sehen sind Prinz Wilhelm von Preußen und seine Frau, Prinzessin Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach, mit ihren Kindern Friedrich Wilhelm und Luise. In die Gestaltung von Terrassen und Schlosspark Babelsberg ist das Fürstenpaar auf Wunsch des Prinzen eingebunden.
Das Millern (oder Altonaer) Tor in Hamburg
Poppel nach Lill, Stahlstich, um 1845, SFPM
Das Millerntor markiert lange die Grenze zu der bis 1938 eigenständigen Stadt Altona. Dort lebte die Fürstin 1808 bis 1814 mit ihren Töchtern.
Ansicht von Pappenheim
C. Grünwedel (Hrsg.), SFPM
Zwischen 1796 und 1802 lebt Gräfin Lucie mit ihrem ersten Ehemann, dem Grafen Karl Theodor von und zu Pappenheim, auf dessen Stammsitz im Altmühltal.
Blick auf die Pfaueninsel Potsdam
F. A Schmidt nach F. Frégevize, Radierung, um 1820, SPSG
Unter dem preußischen König Friedrich Wilhelm III., zu dem die Fürstin einen guten Kontakt hatte, legte der Hofgärtner Fintelmann im frühen 19. Jahrhundert auf der Pfaueninsel eine Gutswirtschaft im Stil einer ornamental farm an, wie sie später auch in Branitz umgesetzt werden sollte.
Die Herrschende Familie
Johann Sprick, Verlag George Gropius (Berlin), Lithografie, um 1835, Hessische Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt
Im Zentrum schweben in der Wolke über dem preußischen Adler König Friedrich Wilhelm III. mit seiner zweiten Frau, der Fürstin Liegnitz, umgeben von seinen Kindern und deren Ehepartnern. Über der Gruppe steht - schutzmantelartig - seine verstorbene erste Frau, Königin Luise.
Christiane Friederike Juliane von Reventlow (1759–1793)
Henry Hudson nach Johann Heinrich Schröder, Mezzotinto, um 1790, Staatsbibliothek zu Berlin
Fürstin Lucies Mutter war Einzelkind und Erbin eines großen Vermögens in Dänemark. Die 1774 geschlossene Ehe mit Karl August von Hardenberg war kurz und endete unglücklich wegen ihrer Affäre mit dem britischen Thronfolger. Sie starb mit 34 Jahren in Regensburg.
Dresden Bürgerwiese, Abbildung auf dem Briefpapier der Fürstin 1853
J. Riedel/Verlag J. Müller (Dresden), Lithografie, um 1850, Jagiellonen-Bibliothek Krakau, Sammlung Varnhagen
Nach der Märzrevolution 1848 beschloss die Fürstin, ihre Mietwohnung in Berlin zu verlassen und nach Dresden zu ziehen. Dort mietete sie am Rand der Bürgerwiesen eine Wohnung im ersten Stock des Hauses auf der linken Seite.
Jean Baptiste Bernadotte (1763–1844)
Jagiellonenbibliothek Krakau, Sammlung Varnhagen
Bernadotte, der später unter dem Namen Karl Johan König von Schweden und Norwegen wurde, war bis 1810 napoleonischer General. Gräfin Lucie pflegte zu ihm eine mehr als freundschaftliche Beziehung, vermittelte aber auch in seinen diplomatischen Angelegenheiten.
Karlsbad
Unbekannter Künstler, Lithografie, 1831, SFPM
Im August 1820 reiste Gräfin Lucie mit ihrer Pflegetochter Helmine zur Kur nach Karlsbad. Ihr Aufenthalt, so schrieb sie Ihrer Tochter Adelheidt, war „im ganzen recht angenehm […], die Cur aber höchst beschwerlich“.
Wilhelm Heinrich Masser, genannt Billy (1824–1907)
Fotografie, um 1850, SFPM
Der kleinwüchsige Billy Masser arbeitete seit 1840 als Privatsekretär für Fürstin Lucie. Er begleitete ihren Abschied von Muskau, den Umzug nach Branitz, sowie ihren Aufenthalt in Dresden. Nach Lucies Tod wurde Masser Pücklers „Gemeinsekretär“.
Das Bad in Muskau
Eduard Sachse/Verlag Gustav Köhler (Görlitz), Lithografie, 1843, Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“
Das 1823 eröffnete Hermannsbad zählte zu Fürstin Lucies frühen Projekten in Muskau. Zum Badepark gehörten auch ein Mineralbad (rechts) sowie die Moosgalerie (links des Weges) mit anschließendem Logierhaus. Trinkgalerie, Rosenvilla und Trinkpavillon sind angedeutet.
Heinrich Laube (1806–1884)
nach Friedrich Pecht, Stahlstich, um 1860, SFPM
Den politisch verfolgten Schriftsteller lernte Fürstin Lucie in Berlin kennen. Es war ihre Initiative, die dafür sorgte, dass Laube seine angeordnete Festungshaft ab 1837 mit seiner Frau Iduna auf Schloss Muskau verbringen durfte.
Lauchstädt
Druck: Eduard Pietzsch & Comp, Lithografie, um 1840, SFPM
Das Kurbad Lauchstädt in der Nähe von Merseburg erreichte den Höhepunkt seiner Beliebtheit im frühen 19. Jahrhundert. Im August 1806 fand hier ein Familientreffen der Hardenbergs statt.
Schloss Altenburg
in: J. Scheible Das kleine Universum für Erd-, Länder und Völkerkunde (Stuttgart 1840), Stahlstich, 1840, SFPM
1791 besuchte die 15-jährige Lucie Altenburg. Johanna von Dieskau, eine entfernte Verwandte von Lucies Vater – die beiden teilen sich einen gemeinsamen Urgroßvater –, war auf Schloss Altenburg Hofdame des Herzogs von Sachsen-Gotha und Altenburg.
Das Russische Gesandtschaftshotel in Berlin
Carl Heinrich Knoblauch, Aquatinta, um 1840, SFPM
Das Palais Kurland gehörte zwischen 1821 und 1837 Dorothea von Dino und Talleyrand, später Herzogin von Sagan, einer gemeinsamen Freundin Fürstin Lucies und ihrer Tochter Adelheidt zu Carolath-Beuthen. Nach seinem Verkauf an Zar Nikolaus I. wurde das Gebäude als Botschaft genutzt.
Palais des Prinzen Wilhelm
Ludwig Eduard Lütke/ Verlag E. H. Schröder, Lithografie, um 1840, SFPM
Das 1837 fertiggestellte Palais Unter den Linden wurde von Prinz Wilhelm, dem Sohn König Friedrich Wilhelms III., als Winterresidenz in Berlin genutzt. Das Fürstenpaar Pückler war mehrfach dort zu Gast und an der Gestaltung des Schlossparks der prinzlichen Sommerresidenz in Babelsberg beteiligt.
Entwurf eines Gesellschaftszimmers mit Damenfigur
Intérieur de Boudoir (Liv. 113, Nr. 327), Destouches nach D. Guildmard, Lithografie, um 1850, SFPM
Dieser Raumentwurf stammt aus dem „Le Garde-meuble“-Magazin. Ab 1839 bildete diese „Wohnzeitschrift“ Désiré Guildmards über einhundert Jahre eine Institution in Einrichtungsfragen, an der sich das Fürstenpaar auch bei der Ausstattung von Schloss Branitz orientierte.
Schloss Glienicke
J.B. Hoessel nach J. H. Hintze, Kupferstich, um 1830, EB, Bd. 4 (1828/33), S. 65, SFPM
Zwischen Berlin und Potsdam liegt Schloss Glienicke. Lucies Vater, Staatskanzler Hardenberg, erwarb es 1814 und verbrachte hier einige Sommer. Den Umbau des Schlosses vertraute er Karl Friedrich Schinkel an; die Landschaftsgärten gestaltete Peter Joseph Lenné.
Eremitage Sonnentempel
Georg Könitzer/ Verlag Carl Giefels, Lithografie, um 1860, SFPM
In den 1790er Jahren ist Karl August von Hardenberg leitender preußischer Minister in Ansbach-Bayreuth. In dieser Zeit ist die Eremitage seine Sommerresidenz, wo ihn seine Tochter Lucie häufig besucht.
Das Palais des Staatskanzlers Fürst Hardenberg
Dietrich nach Delkeskamp, Aquatinta, um 1815, SFPM
Im Palais an der Leipziger Straße, am Dönhoffplatz, befanden sich ab 1804 Wohnung und Amtssitz von Lucies Vater, Karl August von Hardenberg. Als Hardenberg 1810 preußischer Staatskanzler wird, findet hier auch die Staatskanzlei ihren Platz.
Schwetzingen Wasserleitung
Karl Kuntz, Aquatinta, um 1800, SFPM
Als Lucie ihren Vater 1794 nach Schwetzingen begleitete, war das Schloss seit fast 20 Jahren als Kurfürstenresidenz abgelöst. Der Park wurde jedoch nach Entwürfen Pigages weiter ausgebaut. Kuntz’ Aquatinta zeigt die römisch inspirierte Ruine mit angrenzendem Aquädukt.
Schloss Krenkerup/Hardenberg
Emil Bærentzen nach F. Richardt, Lithografie, um 1850, SFPM
Schloss Krenkerup – zwischen 1815 und 1938 Hardenberg genannt – auf der dänischen Insel Lolland war Teil des Erbes von Lucies Mutter Christiane von Reventlow. Nach deren Tod fiel es an Lucies Bruder und später an ihre Enkelin, Prinzessin Lucie von Schönaich-Carolath.
Pfarrkirche Boppard
Domenico Quaglio, Lithografie, 1822, SFPM
Durch Gräfin Lucies Verhandlungsgeschick gelang es 1817, den Wunsch ihres Verlobten Pückler nach dem Erwerb der Glasfenster der Karmeliterkirche in Boppard am Rhein zu verwirklichen.
Schloss Carolath
Winckelmann u. Söhne/Verlag Alexander Duncker, Lithografie, um 1860, SFPM
Schloss Carolath war ab 1817 die Heimat von Lucies Tochter Adelheidt und deren Mann, Fürst Heinrich zu Carolath-Beuthen. Die Fürstin besuchte ihre Tochter und Enkelkinder häufig und war Adelheidts wichtigste Inspiration und Ratgeberin bei der Gestaltung der Parkanlagen.
Frankfurt am Main
Dietrich/Verlag A. Felgner (Berlin), Kreidelithografie, um 1850, SFPM
Lucie besuchte Frankfurt das erste Mal 1794 mit ihrem Vater. Nach der Trennung von ihrem ersten Ehemann kehrte sie über den Winter 1815/1816 hierher zurück und lernte Rahel Varnhagen kennen.
Eichseewasserfall im Muskauer Park
Carl Wilhelm Arldt; Verlag M. Ahner, Muskau, Lithografie, um 1870, Freundeskreis Historica Bad Muskau e.V.
Fürstin Lucies Wirken hinterließ an vielen Stellen des Muskauer Parks sichtbare Spuren. Der Findling am Eichsee geht ebenfalls auf ihre Idee zurück.
Eine Parthie bei Muskau
Eduard Sachse/Verlag Gustav Köhler (Görlitz), Lithografie, 1843, Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“
Sachses Lithografie zeigt die Aussicht des im Bergpark gelegenen Kapellenbergs auf Schloss und Stadt Muskau. Den im Bild sichtbaren Panoramaweg ließ die Fürstin anlegen.
Ansicht des Bades von der Morgenseite
Ludwig Eduard Lütke, Lithografie, Druck: Königlich Lithographisches Institut Berlin, 1825, EFPiB bei der SFPM
Diese Ansicht gehört zu einer Bilderreihe, die das Fürstenpaar 1825 von Ludwig Eduard Lütke anfertigen ließ, um das zwei Jahre zuvor von Fürstin Lucie eröffnete Hermannsbad zu bewerben. Zu sehen ist hier der Blick vom östlichen Neißeufer auf den Badepark.
Ansicht der Bergschlucht beim Alaunbergwerk
Ludwig Eduard Lütke, Lithografie, Druck: Königlich Lithographisches Institut Berlin, 1825, EFPiB bei der SFPM
Zur Standesherrschaft Muskau gehörte auch ein Alaunbergwerk mit zwei Quellen, denen der Arzt Dr. Kleemann auf Wunsch der Fürstin 1822 eine Heilwirkung attestierte. Diese Quellen bildeten die Basis für das von Lucie eröffnete Hermannsbad.
Ansicht der Gartenparthie beim Bade
Ludwig Eduard Lütke, Lithografie, Druck: Königlich Lithographisches Institut Berlin, 1825, EFPiB bei der SFPM
Diese Ansicht gehört zu einer Bilderreihe, die das Fürstenpaar 1825 von Ludwig Eduard Lütke anfertigen lässt, um das von Lucie eröffnete Hermannsbad zu bewerben. Zu sehen sind hier die Blumenbeete des Talgartens und die Badeberge mit ihren Aussichtspavillons.
Gut Hasselburg
Friedrich Adolph Hornemann/Lithographisches Institut Charles Fuchs, Lithografie, 1850, Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek
Zu Lucies erweitertem Familienbesitz zählte das Gut Hasselburg. Ihre Großtante, Schwester ihrer Großmutter Scheel von Plessen, hatte den Grafen von Dernath geheiratet, in dessen Familienbesitz Hasselburg bis 1816 blieb. Später erwarben es die Grafen von Scheel-Plessen.
Gut Sierhagen
Friedrich Adolph Hornemann/Lithographisches Institut Charles Fuchs, Lithografie, 1850, Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek
Im Sommer 1830 besuchte Fürstin Lucie das Gut Sierhagen. Es gehört der Familie Scheel-Plessen, mit der Lucie mütterlicherseits verwandt war. Knapp 60 Jahre zuvor hatte man dort auch das erste Treffen ihrer Eltern arrangiert.
Gut Wensin
Friedrich Adolph Hornemann/Lithographisches Institut Charles Fuchs, Lithografie, 1850, Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek
Gut Wensin gehörte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Wulf Heinrich von Thienen, dem Stiefvater von Lucies Mutter Christiane von Reventlow. Als dessen Frau, Lucies Patin Ida Lucie Scheel von Plessen, im März 1792 dort starb, war Lucie anwesend.
Ansichten des fürstlich von Pückler’schen Schlosses u. Parkes zu Branitz
Walther/Verlag GW Tornow (Cottbus), Lithografie, um 1855, SFPM
Es war Fürstin Lucie, die Pückler davon überzeugte, nach dem Verkauf Muskaus einen Neuanfang in Branitz zu wagen. Sie organisierte den gesamten Umzug und empfing hier einige der ersten Gäste. 1854 starb Lucie in Branitz, das Ansichtenblatt zeigt das bis dahin Geschaffene.
Ansicht des Schlosses und eines Theils der Stadt vom Park aus
Ludwig Eduard Lütke, Lithografie, Druck: Königlich Lithographisches Institut Berlin, 1825, EFPiB bei der SFPM
Gräfin Lucie zog 1817 schon einige Monate vor ihrer Hochzeit mit Pückler nach Muskau, zunächst ins Jagdschloss. Knapp 30 Jahre lang leitete sie die Geschicke der Standesherrschaft – nicht nur in Pücklers Abwesenheit. 1845 verkaufte der Fürst den Besitz gegen ihren Willen.
Erinnerungen an Dresden
Riedel nach Gustav Täubert, Lithografie, um 1825, SFPM
Lucie besuchte die Stadt an der Elbe wiederholt von Muskau aus und fand dort das gesellschaftliche Leben, dass ihr auf dem Land fehlte. Ende März 1818 sah sie in Dresden Grillparzers „Die Ahnfrau“ in der italienischen Oper. 1849 starb hier ihre Tochter Adelheidt.
Spielende Hunde
Werner nach Steffeck, Stich, 19. Jahrhundert, EFPiB bei der SFPM
Von seiner Englandreise schickte Pückler der Fürstin einige Aufmerksamkeiten. Darunter auch einen "Blenheim Spaniel" mit dem Namen Francis. Kleine Hunde gehörten bis zu ihrem Lebensende zum Haushalt der Fürstin.
Dennenlohe
Unbekannter Künstler, Porzellanmalerei, 1822, Freiherrlich von Süsskind’sche Schloss- und Gartenverwaltung
In den Jahren 1802–1808, nach ihrer Trennung, aber vor der endgültigen Scheidung von ihrem ersten Ehemann, dem Grafen von Pappenheim, lebte Gräfin Lucie mit ihrer Tochter Adelheidt und ihrer Ziehtochter Helmine Lanzendorff überwiegend auf Schloss Dennenlohe nahe Ansbach.
Erinnerungen an Muskau
„Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen Friedrich der Niederlande ehrfurchtsvoll gewidmet vom Verleger“, Verlag T. Rumbaum (Muskau), Farblithografie, Gustav Täubert, um 1850, SFPM
Fürstin Lucie lebte fast 30 Jahre auf Schloss Muskau, das ihr bald ans Herz wuchs. In die Leitung und Gestaltung der Standesherrschaft Pücklers war neben ihrem Vermögen auch viel Einsatz und Energie geflossen, als Muskau 1845 gegen ihren Willen verkauft wurde.
Das (alte) Schauspielhaus am Gendarmenmarkt
Friedrich August Calau, Aquarell auf Papier, um 1815, Sammlung Stiftung Stadtmuseum Berlin, Reproduktion Christel Lehmann (Berlin)
Das Königliche National-Theater am Gendarmenmarkt stand seit dem späten 18. Jahrhundert unter der Leitung August Wilhelm Ifflands. Als Gräfin Lucie im März 1805 mit ihrem Onkel Berlin besuchte, bat dieser Iffland, den Spielplan für die beiden zu verändern.
Kostümfigurine „Johann d‘ Arc“ in „Die Jungfrau von Orleans“
August Wilhelm Iffland/Ludwig Wilhelm Wittich, Radierung, 1805, Sammlung Stiftung Stadtmuseum, Reproduktion Dorin Alexandru Ionita (Berlin)
Als Gräfin Lucie 1805 mit ihrem Onkel in Berlin war, bat dieser den ebenfalls aus Hannover stammenden Theaterdirektor Iffland ausdrücklich darum, die „Jungfrau von Orleans“ und den „Wilhelm Tell“ an einem der Abende spielen zu lassen, an dem die beiden Zugang zur Theaterloge ihres Vaters hatten.
Kostümfigurine „Wilhelm Tell und Walter dessen Sohn“ in „Wilhelm Tell“
August Wilhelm Iffland/Ludwig Wilhelm Wittich, Radierung, 1805, Sammlung Stiftung Stadtmuseum, Reproduktion Dorin Alexandru Ionita (Berlin)
Als Gräfin Lucie 1805 mit ihrem Onkel in Berlin war, bat dieser den ebenfalls aus Hannover stammenden Theaterdirektor Iffland ausdrücklich darum, die „Jungfrau von Orleans“ und den „Wilhelm Tell“ an einem der Abende spielen zu lassen, an dem die beiden Zugang zur Theaterloge ihres Vaters hatten.
Das Warmbrunner Tal
Louis Mueller, Aquarell, 1849, SFPM
Von Bad Warmbrunn aus eröffnet sich ein herrlicher Blick auf das südlich der Stadt gelegene Riesengebirge. Zu den zahlreichen Gästen des berühmten Kurbades zählte 1845 auch die Fürstin.
Wandgestaltung mit Vorhängen, Blumenschmuck und Blick in die Natur
Lithografie, um 1850, SFPM
Das Garde-meuble-Magazin des Künstlers Désiré Guildmard inspirierte Adel und Bürgertum ab 1839 fast einhundert Jahre lang in Einrichtungsfragen. Da auf diesem Blatt Titel- und Urheberangaben fehlen, handelt es sich vermutlich um eine anonyme Kopie der beliebten Illustrationen aus Guildmards „Wohnzeitschrift“.
Wildbad Gastein
Heinrich Mützel nach Adelheidt zu Carolath-Beuthen, Druck: Winckelmann und Söhne, Berlin, SFPM
Bad Gastein war das liebste Reiseziel von Fürstin Lucies Tochter, Adelheidt zu Carolath-Beuthen, nach deren Zeichnung diese Lithografie entstand. Lucie besuchte Bad Gastein mehrmals, nach dem Tod ihrer geliebten Tochter 1849 auch gemeinsam mit Pückler.
Rahel Varnhagen (1771–1833)
Unbekannter Künstler, Kupferstich, SFPM
Mit der Salonnière Rahel Varnhagen war Lucie schon seit 1815 in Kontakt, ihre Tochter Adelheidt wurde eine besonders enge Freundin der Schriftstellerin. Rahels literarische Werke erlangen erst nach ihrem Tod 1833 größere Bekanntheit.
Ansbach
Unbekannter Künstler, Kupferstich, SFPM
Karl August von Hardenberg war ab 1790 leitender preußischer Minister in Ansbach-Bayreuth.
Breslau
Payne nach Richter, Kupferstich, um 1850, SFPM
In Breslau besuchte Fürstin Lucie im Mai 1846 ihre Pflegetochter Helmine kurz vor deren Tod. Auf ihren Antrag hin war sie 1820 in den Adelsstand erhoben worden, zunächst als „von Branitz“, dann „von Lanzendorff“, die 1824 einen von Blücher heiratete.
Neuhardenberg
Karl Friedrich Schinkel, Graphitzeichnung, um 1822, Kupferstichkabinett Berlin
Schloss und Ort Quilitz kamen 1814 in den Besitz des Staatskanzlers Hardenberg, der beides in Neuhardenberg umbenennen und das Schloss nach Entwürfen Schinkels umgestalten ließ. Der von Lenné entworfene Schlosspark wurde mit Änderungen des Fürstenpaares umgesetzt.
Karl August von Hardenberg (1750–1822)
Richard Rothwell nach Thomas Lawrence, Ölgemälde, um 1840, SFPM
1851 sah Pückler auf Windsor Castle die Originalversion dieses Porträts und schrieb sogleich an Lucie, es sei „das ähnlichste Portrait Deines Herren Vaters das ich je gesehen“. Hardenberg hatte 1818 am Rande des Aachener Kongresses, auf dem er Preußen vertrat, für Lawrence Porträt gesessen.
Schreibtisch
Nach Entwurf von Karl Friedrich Schinkel, um 1820, Mahagonifurnier, teilweise vergoldet, Bronzebaluster
Brandstempel: LFPM (nach 1822)
EFPiB
Der nach einem Entwurf Schinkels angefertigte Schreibtisch der Fürstin trägt den Brandstempel LFPM für „Lucie Fürstin von Pückler-Muskau“.
Lack-
Kabinettschränkchen/
Reisekabinett
Japan, frühe Edo Zeit, ca. 1680 (für den Export in die Niederlande),
Schwarzlack (urushi) mit Golddekor, die Kästchen mit Gold-nashi-ji, Eckbeschläge und Beschläge der Türen (teils rekonstruiert)
Brandstempel: GLvHP (zwischen 1796‒1817)
EFPiB
Vermutlich stand dieser kleine Holzschrank ursprünglich auf einem flachen Sockelrahmen. Dieser wie die beiden fehlenden Flügeltüren und einige Türscharniere sind jüngst im Rahmen von Restaurierungsarbeiten ersetzt worden.
Somno (Beistellkommode) mit Tatzenfüßen
Frankreich (in der Art von Jacob Desmalter), 1805/10
Eichenholzkorpus, Rahmenkonstruktion, Mahagonifurnier, ebonisiert mit Sternen
Brandstempel: GLvHP (zwischen 1796‒1817)
EFPiB
Verziert mit vergoldeten Bronzesternen und Füßen im Tierklauen-Motiv. Ein Brandstempel belegt, dass dieser Schrank aus dem Besitz der Fürstin stammt.
Chiffonier (Schubladenschrank) mit Festons
Mahagonifurnier, teilweise ebonisiert, Messingeinlagen, Berlin, um 1820
Brandstempel: LFPM (nach 1822)
EFPiB
Eine hohe, aber schmale Kommode, mit sechs Schubladen und Messingeinlagen. Sie wurde zur Aufbewahrung von Kleidungsstücken, Hutschmuck und Schals verwendet und trägt Lucies Brandstempel. Schals waren eines der beliebtesten Geschenke des Fürsten an Lucie.
Möbelgruppe: Sofa mit drei Stühlen
Friedrich Gottlob Hoffmann (1741‒1806), Leipzig 1790
Lindenholz, farbig gefasst
Brandstempel: GLvHP (zwischen 1796‒1817)
EFPiB
Nur durch Zufall fand dieses Sitzmöbel seinen Weg zurück nach Branitz. Als ausgemusterte Requisite des Cottbuser Staatstheaters landete sie 1994 auf dem Müll, ehe anhand des unterseitigen Brandstempels ihr eigentlicher Wert erkannt wurde
Goldrahmen im Barockstil mit drei Zeichnungen
Fürst Hermann von Pückler Muskau, Bleistiftzeichnung von Carl Alexander von Heideloff, 1843, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung
Gräfin Adelheidt zu Pappenheim, Bleistiftzeichnung von Wilhelm Hensel, 1815, Berlin Kupferstichkabinett PK
Helmine von Lanzendorf (verh. von Blücher), Bleistiftzeichnung eines unbekannten Künstlers, um 1820, EFPiB bei der SFPM
Der prächtige Goldrahmen umschließt drei der Fürstin besonders nahestehende Personen: Ihren zweiten Ehemann, den Fürsten Pückler, ihre einzige Tochter Adelheidt (rechts) und ihre Ziehtochter Helmine von Lanzendorf (links).
Detail der Bettschranke, Kleine Saalstube
Impressum
Kleine Saalstube Schloss Branitz
Medienanwendung
Konzept und Texte:
Programmierung:
SFPM Website-Design:
Foto:
Leonie Harbecke, SFPM
EWIG NEU
Maik Lagodzki
Gabriela Weidner, SFPM
EFPiB = Erbengemeinschaft nach Fürst Pückler in Branitz (Leihgeber)