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Im Außenpark der Branitzer Parklandschaft ist seit kurzem eine Plastik des Konzeptkünstlers Marc Schmitz an der Pücklerallee/Forster Strasse weithin sichtbar.

Das Kunstwerk mit dem Titel 23° Stellare Plastik hat die Höhe von 23 Meter, 23 Zentimeter im Durchmesser und ragt im Neigungswinkel von 23 Grad aus dem Parkboden. Sie bezieht sich damit auf die Ekliptik der Erdachse, die um 23 Grad zur Himmelsachse geneigt ist. Jahreszeiten, Tag- und Monatsläufe, der Sonnenstand im Tagesverlauf korrespondieren mit dieser Konstellation und damit auch das sich wandelnde Klima, dem historische Parkanlagen ausgesetzt sind.

Diese ragende hellgoldene Plastik sticht aus der von Fürst Pückler gestalteten Branitzer Parklandschaft im Außenpark heraus und verweist zugleich auf die Kunsthaftigkeit der dortigen Pücklerallee, wo sie errichtet wird.
Damit verbindet die Plastik den Ort geographisch und inhaltlich auch mit der entstehenden Neuen Branitzer Baumuniversität an der Forster Straße, in der klimaresiliente Bäume für historische Parkanlagen gezogen werden sollen.

Seine Arbeit nimmt in vielfältiger Weise das Spiel mit der Branitzer Parklandschaft auf. So korrespondiert der goldene Farbton mit den historischen Zierelementen im Innenpark und verweist damit auf die Kunsthaftigkeit der „idealen Natur“. Während die Eichen des Branitzer Parks und entlang der Pücklerallee wegen Dürre und Krankheiten in größter Gefahr sind, verbindet die Plastik diesen Ort geographisch mit dem ambitionierten Klimaprojekt der Neuen Branitzer Baumuniversität, in der zukünftig klimaresiliente Bäume für historische Landschaftsgärten gezüchtet werden. Marc Schmitz‘ aufsehenerregende Intervention kann Denkzeichen sein an einem Ort, an dem Parklandschaft, Stadt und Tagebaurestloch des Cottbuser Ostsees aufeinandertreffen.

Der multidisziplinär arbeitende Konzeptkünstler Marc Schmitz, 1963 in Hamburg geboren, erforscht in seinem Werk die Grundlagen verschiedener Medien, indem er ihre Grenzen herausfordert. Schmitz nahm an zahlreichen internationalen Ausstellungen, Biennalen und Triennalen teil. Er lebt und arbeitet in Berlin und Ulaanbaatar.

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