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Rehgarten feierlich übergeben

Am 14.09.2021 wurde der wiederhergestellte Rehgarten feierlich eröffnet.

Bei der Restaurierung dieses wichtigen Sondergartens im Branitzer Pleasureground wurde auf historische Parkpläne zurückgegriffen.
Auf 240 Metern sind neue Spazierwege sowie am historischen Standort drei neue Brücken entstanden. Mit diesen ist der historische Rehgarten nach fast 100 Jahren der Vernachlässigung wieder erlebbar und fußläufig mit der Schlossgärtnerei samt Baumuniversität, dem Besucherparkplatz und dem Pleasureground von Schloss Branitz verbunden. Auch der Hardenbergplatz mit der Büste des Staatskanzlers hat in diesem Areal nun wieder seinen dauerhaften Ort gefunden.
Weiterhin wurden größtenteils an historischen Standorten 15 Bäume, mehr als 2.000 Sträucher sowie ca. 650 Efeu- und Farnpflanzen gepflanzt. Die Kosten für die Wiederherstellung des Rehgartens belaufen sich auf ca. 500.000 Euro.

Durch den Rehgarten führen Karola Weber, Koordinatorin für das INTERREG V A-Projekt Branitz 3 bei der Stadt Cottbus, und Claudius Wecke, Fachbereichsleiter Park und Gartendenkmalpflege (SFPM)

Ursprünglich war der Rehgarten, der den nördlichen Abschluss des Branitzer Pleasuregrounds bildet, von einem feingliedrigen Wegesystem durchzogen. An dieser Stelle hatte Fürst Pückler ab 1853 ein Gehege für zahme Rehe und Hirsche eingerichtet, um damit an seine legendäre Kutschfahrt mit weißen Hirschen vor dem Berliner Kaffeehaus Kranzler Unter den Linden zu erinnern. Zudem gestaltete der Fürst in diesem Bereich einen Gedenkort für seinen Schwiegervater, den preußischen Staatskanzler Fürst Karl August von Hardenberg, an dem er inmitten von blaublühenden Hortensien dessen Büste aufstellen ließ.

Nach dem Tod Pücklers (1871) veränderte Parkinspektor Bleyer diese Partie, die im 20. Jahrhundert zunehmend vernachlässigt wurde. 2009 begannen erste Arbeiten zur Wiederherstellung, die ab 2018 durch das Förderprogramm von Interreg VA intensiviert wurden. Auf den Bau einer ehemals vorhandenen vierten Brücke wurde vorerst verzichtet, um eine stattliche alte Rot-Buche an ihrem Lebensende nicht zu beschädigen.

Die Arbeiten im Rehgarten sind Bestandteil des deutsch-polnischen Interreg-Projektes „Erhaltung und Nutzung der historischen Parklandschaften Branitz und Zatonie“. Bauherr ist die Stadt Cottbus/Chóśebuz, Projektpartner die Stadt Zielona Góra und das Städtische Zentrum für Sport und Erholung in Zielona Góra (MOSIR). Das Projekt erfolgten in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz.

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