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Ostdeutsche Sparkassenstiftung und Sparkasse Spree-Neiße ebnen den Weg zur Restaurierung des Vestibüls und Treppenhauses im Schloss Branitz

Den Weg für die Wiedergewinnung des wichtigsten Raumes im Schloss Branitz, dem Vestibül mit Treppenhaus, ebnete am 15. Juni 2021 die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Spree-Neiße. Auf der Schlossterrasse übergaben sie die Förderzusage zur Restaurierung des Vestibüls mit der großen Ahnengalerie und den gotischen Glasfenstern im Treppenhaus sowie der musealen Präsentation der Pücklerschen Waffensammlung. Die Förderung nahmen Dr. Stefan Körner, Vorstand der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz, gemeinsam mit Elke Gräfin von Pückler, Vertreterin der Erbengemeinschaft nach Fürst Pückler, sowie der Oberbürgermeister Holger Kelch, Stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender, mit großer Freude entgegen.

Das Vestibül mit Treppenhaus im Schloss Branitz war die wichtigste Raumfolge in Fürst Pücklers Alterssitz. Es war besonderer Glanzpunkte und bot zugleich einen angemessenen Rahmen für den großen Auftritt des Fürsten, wenn er seine Gäste im Schloss begrüßte. Die Einheit aus Wandgestaltungen, Kunstwerken aus fünf Jahrhunderten und den Textildekorationen beeindruckte seinerzeit die Besucher des Fürsten nachhaltig und ist für die deutsche Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts einzigartig.

Im Kleinen Flur des Vestibüls im Schloss Branitz: Elke Gräfin von Pückler, Dr. Simone Neuhäuser (SFPM), Ralf Braun (Vorstandsmitglied Sparkasse Spree-Neiße), Friedrich-Wilhelm von Rauch (Geschäftsführer Ostdeutsche Sparkassenstiftung), Maren Dieckmann (Dezernentin für Bildung und Kultur der Stadt Cottbus) (v.l.n.r.)

Vom einstigen Glanz künden bis heute die Gemälde der Ahnengalerie und die komplett erhaltene architektonische Fassung des Raumensembles, die in den kommenden Jahren restauriert werden. Vor die beiden großen Fenster des Treppenhauses waren bunte mittelalterliche Glasfenster gesetzt, die aus konservatorischer Sorge 1965 entnommen, teils restauriert und eingelagert wurden. Nun können die deponierten, kunsthistorisch bedeutenden und besonders farbenprächtigen Scheiben des Fürsten in Kooperation mit der Glasmalereiforschungsstelle der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften untersucht, digitalisiert und mit Zustimmung der Erbengemeinschaft Fürst Pückler in Branitz vor Ort wieder eingefügt werden.

Verloren sind seit 1945 die Arrangements der Waffen im Kleinen Flur des Vestibüls, dem sog. Waffengang. Die nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Schlossteich geborgenen Waffen warten seit 75 Jahren im Depot auf ihre Rückkehr und dekorative Wiederanbringung, für welche die Sparkassenstiftung, die Branitzer Stiftung und die Erbengemeinschaft nun den Weg freimachen.
Mit der Restaurierung des Vestibüls im Branitzer Schloss erfolgt nun der Abschluss einer fast zehnjährigen bedeutenden Sparkassenunterstützung zur Wiedereinrichtung von Branitz als musealen Wohn- und Gedenkort des Fürsten Pückler.
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