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Auftakt für einen inklusiven Spielplatz im Branitzer Park

Bei einem Kick-off stellten am 14. September 2020 die beiden Projektpartner Fröbel-Gruppe und die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz ihr gemeinsames Projekt für einen ersten inklusiven Spielplatz Südbrandenburgs vor.

In der Gutsökonomie von Branitz entsteht ein Spielpatz für Kinder mit und ohne Handicap mit aktiver Beteiligung von Kindern aus elf Fröbel-Kindergärten der Stadt Cottbus, die sich dafür in den vergangenen Wochen an Projekttagen im Branitzer Park mit der Parklandschaft, dem Spielplatzareal und inklusiven Spielplatzbedingungen vertraut gemacht und Ideen für die Spielplatzgestaltung entworfen haben. Die Zeichnungen der Kinder wurden bei der Auftaktveranstaltung präsentiert.

Der Schirmherr dieses Projekts Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, erklärte in Branitz:

„Ich freue mich sehr, dass ich heute den Auftakt zur Gestaltung eines inklusiven Spielplatzes geben kann. In Deutschland gibt es zu wenig inklusive Spielplätze, auf denen Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam Spaß haben können. Und das ist ungemein wichtig. Denn nur, wenn Kinder mit und ohne Behinderungen unbeschwert gemeinsam spielen und groß werden können, ist echte Inklusion möglich. Im gemeinsamen Spiel werden Vorurteile und Barrieren abgebaut und ob jemand eine Behinderung hat oder nicht, tritt in den Hintergrund. Dass dieses Vorzeigeprojekt nun gerade in Cottbus geplant wird – der Stadt, in der ich seit langem lebe – freut mich natürlich besonders.“

Die Vorbildwirkung dieses Projekts für Cottbus und Südbrandenburg betont auch Maren Dieckmann, Dezernentin und Leiterin des Geschäftsbereiches Jugend, Kultur und Soziales der Stadt Cottbus: „Leider sind in Deutschland nur ein Bruchteil der Spielplätze inklusiv ausgerichtet. So freue ich mich sehr, dass es in Cottbus bald einen Spielplatz für Kinder mit und ohne Handicap geben wird. Denn Spielen ohne Barrieren stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl behinderter und nichtbehinderter Kinder, deren soziale Kompetenz und trägt dazu bei, Ausgrenzung mehr und mehr abzubauen.“

Stefan Spieker, Geschäftsführer von FRÖBEL: „Friedrich Fröbel und Fürst Pückler waren mit ihren Ideen ihrer Zeit voraus und sind in ihrem Denken und Handeln ungewöhnliche Wege gegangen. Wir können nur die Kinder motivieren, neue Ideen und Vorstellungen zu entwickeln, ihre eigenen Vorstellungen zu entwickeln und ihre Bedürfnisse für gemeinsames Spielen in der Natur zum Ausdruck zu bringen. Fröbel und Pückler würden sich jedenfalls über dieses gemeinsame Projekt freuen.“

Der Schöpfer des Branitzer Parks, Fürst Pückler, und der Erfinder des Kindergartens, der Pädagoge Friedrich Fröbel, kannten und schätzten sich.

Stefan Körner, Vorstand der Stiftung Fürst-Pückler-Museum schildert: „Der Pflanzengärtner und der Kindergärtner hatten die Zukunft der Gesellschaft fest im Blick, denn sie gestalteten ihre Gärten als Freiräume für Gleichberechtigung und Wertschätzung sowie Liberalität und Spielfreude. Die Branitzer Stiftung lebt diesen Gedanken indem sie mit einer aktiven Kinder- und Jugendarbeit Geschichte lebendig macht und indem seit 20 Jahren Mitarbeiter mit Handicap mit den Parkgärtnern zusammenarbeiten.“

In seiner Parkplanung hatte Pückler auch Kinder bedacht. So gab es im Bereich des Schlosses ein von Weißbuchen eng umstandenes Rasenareal mit Hanglagen, das Kinder als großen, naturnahen Tobe-Spielplatz nutzen konnten. Dabei liebte der Fürst die Geräuschkulisse! Dieser außergewöhnliche Ort ist heute verloren. Dafür entsteht in der Branitzer Gutsökonomie ein neuer Spielplatz als inklusiver Spiel-, Lern- und Begegnungsort im denkmalgeschützten Branitzer Park.

Nachdem die Ideen der Kinder nun gesammelt sind, wird zusammen mit der Fröbel-Gruppe und mit finanzieller Unterstützung des „Länderfonds „Demokratie und Wahlen des Landes Brandenburg“ sowie einem Planer ein Wettbewerb ausgelobt.

Die Erneuerung des Spielplatzes wurde durch eine Spenden­übergabe des Cottbuser Ferienspaßpasses angestoßen. So kann durch die Teilnahme am Crowdfunding-Projekt der VR Bank Lausitz und zusätzliche Spenden der Kirchengemeinde St. Nikolai ein erstes inklusives Spielgerät bereits finanziert werden.

Weitere Spenden sind willkommen und können auf folgendes Spendenkonto der Stiftung Fürst-Pückler-Museum bei der Sparkasse Spree-Neiße überwiesen unter dem Verwendungszweck „Inklusiver Spielplatz“ werden:

IBAN: DE53 1805 0000 0190 0697 16

BIC: WELADED1CBN

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