Branitz schönstes Beet

Venusbeet im Branitzer Park mit Modellen für den Figurenschmuck

75 Jahre nach Kriegsende und nach einer langen Planungsphase beginnt die Stiftung Fürst-Pückler-Museum nun, das spektakulärste aller Branitzer Blumenbeete, das Venusbeet, wiederherzustellen. Die historische Gestaltung des Beets mit plastischem Figurenschmuck und den Kandelabern wird hierfür rekonstruiert.

Mitarbeiterin der Stiftung erklärt Funde der Grabungsarbeit
Olga Volova-Höwler gibt Auskunft zu den Fundstücken, die bei Grabungsarbeiten am Venusbeet entdeckt wurden

Das Venusbeet mit der Venus Italica auf der Rasenfläche zwischen Schloss und Pergola, das als Höhepunkt des Pleasureground gilt, war einst mit Skulpturen eingefasst, die griechische Gottheiten der Meere und Wälder darstellten: Poseidon, Amphitrite, Tritonen sowie Faunen und Panther. Diese Figuren wurden ursprünglich von Kandelabern und tulpenförmigen Leuchtern aus farbigem Glas ergänzt, die zu bedeutenden Anlässen illuminiert wurden.

Die kleinen Skulpturen, die das Venusbeet bis in die 1930er Jahre schmückten, sind zum Kriegsende spurlos verschwunden oder wurden 1945 zerstört.
Bis heute wurde nur die Venusstatue wieder aufgestellt und das Blumenbeet in seiner historischen Form angelegt.

Direktor der Stiftung präsentiert Fragmente des Figurenschmucks
Dr. Stefan Körner, Vorstand der Stiftung, präsentiert Fragmente des Figurenschmucks aus dem Schlosspark Glienicke

Zur Rekonstruktion werden von noch vorhandenen Originalen oder zugänglichen Kopien der gleichen Figuren in Starnberger See und in Glienicke bei Potsdam Abgüsse aus Bronze gefertigt. Sofern keine Originale oder Kopien verfügbar sind, werden für die Abgüsse anhand historischer Fotos und Zeichnungen dreidimensionale Vorlagen angefertigt. Die bislang im Depot der Stiftung gelagerte, originale Sandsteinfassung wird restauriert und am Originalort eingesetzt. Ebenso wird das umgebende Rasenparterre mit den begrenzenden Lanzen und Ketten saniert.

Die Kosten für die Rekonstruktion, Sanierung und Wiederherstellung des Venusbeets betragen rund 350.000 Euro. Finanziert wird die Wiederherstellung mit Fördermitteln des deutsch-polnischen Interreg-Projekts „Erhaltung und Nutzung der historischen Parklandschaften Branitz und Zatonie“ der Partnerstädte Cottbus und Zielona Góra. Bauherr ist die Stadt Cottbus, Projektpartner die Stadt Zielona Góra.
Zur Rekonstruktion der Kandelaber trägt der Verein Fürst Pückler in Branitz e.V. finanziell bei und bittet hierfür um Spenden.

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