Pyramidenstufen für die Landpyramide

Landpyramide um 1869 Foto Carl von Wieland

Die Parkgärtner im Branitzer Park haben an einer Seite der Landpyramide Pyramidenstufen wiederhergestellt. Bei der probeweisen Modellierung wurde die insgesamt zwölfstufige Oberfläche der einzigartigen Erdarchitektur nach historischem Vorbild und in Abstimmung mit Denkmal- und Naturschutz wiederhergestellt. Sofern sich die angedachten Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen bewähren, sollen sie im Herbst 2020 auch auf den anderen drei Pyramidenseiten vorgenommen werden.
Damit würde die Restaurierung der Landpyramide im kommenden Jahr, rechtzeitig zum 175-jährigen Bestehen des Branitzer Parkes abgeschlossen werden.

Wiederherstellung der Stufen an der Landpyramide
Parkmitarbeiter Andreas Scheppan und Pyramidengärtnerin Karina Müller, fachlich mitbegleitet von Christoph Haase (v.l.n.r.), stellen die Erdstufen wieder her.
Foto: © SFPM

Fürst Pückler hatte die Landpyramide als Grabstätte für seine geschiedene Frau und Lebensgefährtin Lucie gedacht. Ab 1862 wurde das Erdbauwerk unter den Eindrücken seiner Orientreise „nach dem Muster derer in Meroe“ errichtet. Ursprünglich sollte Lucie vom Friedhof im Vorpark in die Landpyramide umgebettet werden. Bislang ungeklärt ist, warum Fürst Pückler diesen Plan nicht umsetzte. 1884 wurde Lucie an die Seite des Fürsten in den Tumulus umgebettet.

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