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Pressemitteilungen

20.07.2017

Königlicher Besuch beim Fürsten Pückler jährt sich am 25. Juli

‚Augusta‘ und ‚Hermann‘ erhalten freien Eintritt ins Schloss / Kinder erwartet eine bunte Mitmachaktion

Am 25. Juli 2017 jährt sich zum 153. Mal der Besuch der preußischen Königin und späteren deutschen Kaiserin Augusta (1811 – 1890) beim Fürsten Hermann von Pückler-Muskau (1785 – 1871) in dessen Schloss Branitz. Mit diesem Besuch ging für den Fürsten ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Die königliche Visite stellte einen Höhepunkt in der Beziehung Pücklers zu der Monarchin dar – eines der Schwerpunktthemen in der Ausstellung „Augusta. Die Königin zu Gast in Branitz“, welche die Stiftung Fürst-Pückler-Museum noch bis zum 31. Oktober 2017 im Schloss Branitz präsentiert.

Die Reise der Königin dauerte nur einen Tag und begann früh um sieben Uhr mit der Abfahrt per Zug vom Bahnhof Neuendorf bei Potsdam (heute Babelsberg). Drei Stunden später erreichten Augusta und ihr Gefolge Guben; von dort ging es per Kutsche weiter nach Branitz, das die höfische Gesellschaft gegen Mittag erreichte. Nach einer kurzen Erholungspause erwartete der Hausherr seine Gäste im Empfangszimmer und gemeinsam begab man sich ins festlich geschmückte Speisezimmer. Der Fürst hatte größte Sorgfalt auf die Auswahl und Zubereitung der Speisen gelegt, wusste er doch, dass die Königin – genauso wie er selbst – größten Wert auf Tafelkultur, Tafelkunst und Tafelgenuss legte. Die Menüfolge des denkwürdigen Diners an jenem 25. Juli 1864 ist überliefert: Nach zwei verschiedenen Suppen wurde zunächst ein spektakulärer Fischgang (“Karpfen `la Chambord“) serviert, der von Trüffeln, Champignons, Krebsen und anderen Köstlichkeiten begleitet wurde. Es folgten eine Gänseleberpastete mit Römischem Punsch, ein eigener Gang mit verschiedenen Gemüsen und schließlich als Höhepunkt die Desserts, bestehend aus kunstvoll angerichteten Gelees, Eis, frischen Früchten und anderen Köstlichkeiten. Den Abschluss des Diners bildete vermutlich ein feiner Mokka, der im Tafelbuch allerdings nicht eigens verzeichnet ist.

Zur großen Enttäuschung des Fürsten reiste der königliche Besuch noch am selben Tag wieder zurück nach Potsdam, so dass das eigens für die Königin bereits 1857 ausgestatte Schlafkabinett ungenutzt blieb. Wie sehr Augusta trotz des kurzen Aufenthalts die Tagesreise nach Branitz und besonders auch die Gastfreundschaft und das Diner genossen hat, geht aus einem Brief hervor, den die Königin einen Tag nach dem Branitz-Besuch an ihren Gatten, König Wilhelm, schrieb. Darin heißt es: „Wir hatten das beste Diner dessen ich mich seit langem erinnern kann beim Fürsten gleich nach der Ankunft.“

Die Branitzer Ausstellung präsentiert Hintergründe, Verlauf und Nachklang des königlichen Besuches. Zu besichtigen sind ferner die eigens für Augustas Aufenthalt zwischen 1856 und 1862 neu ausgestatteten drei Salons sowie die festliche Desserttafel im Speisesaal. Für dieses Erlebnis gibt es am 25. Juli 2017 ein ganz besonderes Angebot: Alle Besucherinnen und Besucher, die Augusta bzw. Hermann heißen, erhalten an diesem Tag freien Eintritt in das Schloss. Kinder haben am selben Tag die Möglichkeit, wenn sie als Prinz oder Prinzessin verkleidet erscheinen, kostenfrei auf den Spuren der Königin Augusta durch das fürstliche Schloss Branitz zu wandeln und eigene Windfächer oder historische Spielzeuge zu basteln.

Parallel zur Ausstellung in Branitz zeigt die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg im Schloss und Park Babelsberg in Potsdam noch bis zum 15. Oktober 2017 die Ausstellung „Pückler. Babelsberg – Der grüne Fürst und die Kaiserin“. Dort kann man den Tafelfreuden des Fürsten Pückler nachspüren, denen im Tanzsaal des Schlosses ein eigener Themenbereich gewidmet ist. Höhepunkt ist die in der Mitte des prächtigen Saals aufgestellte festlich gedeckte Tafel, die die höfische Kultur der Kulinarik in der Zeit des Fürsten Pückler anschaulich dokumentiert.


12.07.2017

Führung mit Christian Friedrich durch die Sonderausstellung „AUGUSTA von PREUSSEN. Die Königin zu Gast in Branitz“

am 19. Juli 2017, 15.00 Uhr, im Schloss Branitz

Mehrfach weilten Könige, Prinzen und Prinzessinnen in Branitz, aber nur ein einziges Mal war eine Königin zu Gast bei Fürst Hermann von Pückler-Muskau. Am 25. Juli 1864 kam Augusta von Preußen für einige Stunden in die „Oase“ bei Cottbus.

Die Führung durch die Branitzer Sonderausstellung präsentiert Hintergründe, Verlauf und Nachklang des königlichen Besuches 1864. Im Mittelpunkt steht dabei die interessante Persönlichkeit Augustas.

Kosten: 3,- EUR Führung zzgl. Eintritt

05.07.2017

Veranstaltungshinweis - Peter Joseph Lenné und die Kulturlandschaft des Hirschberger Tales

Vortrag von Klaus-Henning von Krosigk am Mittwoch, 12. Juli 2017, 18.30 Uhr, Besucherzentrum auf dem Gutshof

Vom ausgehenden 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts entstand im Hirschberger Tal, am Fuße des Riesengebirges, eine aus den Parkanlagen mehrerer Herrenhäuser und Schlösser bestehende zusammenhängende Gartenlandschaft, die auch als „Schlesisches Elysium“ bezeichnet wurde. Das Hirschberger Tal repräsentiert noch immer in beindruckender Weise den Beginn der landschaftlichen Gartenkunst in der Zeit der Aufklärung wie z. B. in Stonsdorf/Staniszów oder Ruhberg/Kowary. Schlösser und ihre Gärten wie Buchwald/Bukowiec oder Fischbach/Karpniki sind beste Beispiele für die Zeit des Frühklassizismus, gefolgt von der Epoche des Klassischen Landschaftsgartens, die an den wichtigen Beispielen Lomnitz/Łomnica, Erdmannsdorf/Mysłakowice oder Schildau/Wojanów erläutert werden wird. Die beiden letzteren Anlagen schuf Peter Joseph Lenné.

Dr. Klaus-Henning von Krosigk, ehemaliger Gartenbaudirektor im Landesdenkmalamt Berlin, gilt als Begründer der Gartendenkmalpflege in Deutschland. Zahlreiche Veröffentlichungen und Aufsätze zur Geschichte der Gartenkunst und Denkmalpflege.

Eine Veranstaltung im Begleitprogramm zur Ausstellung ’Meisterhaft wie selten einer…’. Die Gärten Peter Joseph Lennés zwischen Schlesien und Pommern.
noch bis zum 16. Juli 2017 │Marstall Schloss Branitz │11-17 Uhr
In Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa

Eintritt: 3,- EUR


27.06.2017

Aus der Sammlung: Carl Blechen und Künstlerkollegen

Kuratorenführung

Veranstaltung im Begleitprogramm zur Kabinettausstellung
Aus der Sammlung: Carl Blechen und Künstlerkollegen
Am 05.07.2017, 15.00 Uhr, Schloss Branitz

Im Mittelpunkt der Führung mit der Kuratorin Beate Gohrenz stehen die vier neu erworbenen Gemälde Carl Blechens.
Welche Geschichten verbinden sich mit den Bildern und welche Forschungsfragen ergeben sich zukünftig? Nur eine Sammlung, die wächst, lebt. Es gehört sowohl für KuratorInnen, wie auch für das Publikum zu den schönen Augenblicken, wenn neu in die Sammlung gekommene Werke der Öffentlichkeit präsentiert werden können.

Eintritt: Schlosseintritt zzgl. 3,- Führungsgebühr

23.06.2017

Kuratorenführung zu Carl Blechen und Künstlerkollegen im Schloss Branitz wird verschoben

Entgegen der am 21. Juni 2017 an Sie gegebenen Information zur am 28. Juni 2017 im Branitzer Schloss geplanten Kuratorenführung zum Thema „Carl Blechen und Künstlerkollegen“ müssen wir diese Veranstaltung leider verschieben. Der neue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.

14.06.2017

Die Königin kommt – der Fürst als Gastgeber

Vortrag von Marina Heilmeyer
am Mittwoch, 21. Juni 2017, 18.30 Uhr, Besucherzentrum auf dem Gutshof

Im Mittelpunkt des Vortrages von Marina Heilmeyer steht der von Pückler so sehr ersehnte Besuch der Königin in Branitz im Juli 1864 und das grandiose Gastmahl, das der Fürst für Augusta servieren ließ. In allen folgenden Dankesbriefen wird dieses ‚Diner’ an erster Stelle genannt. Dies zeigt, welch große Rolle die Tafelkultur in der Beziehung des Fürsten und der Königin spielte, aber auch, welche Bedeutung der ‚Tafelkunst’ im 19. Jahrhundert generell beigemessen wurde und wie wichtig es dem Fürsten Pückler war, als guter, ja als exzellenter Gastgeber zu gelten. Natürlich werden im Vortrag auch die zeittypischen kunstvollen Desserts vorgestellt und neue Geschichten vom Pückler-Eis dürfen dabei auch nicht fehlen.

Marina Heilmeyer ist als Kunsthistorikerin seit langem im Botanischen Museum Berlin-Dahlem tätig und hat sich hier auf die Geschichte von Pflanzen und Gärten in Kunst und Kultur spezialisiert. Ausstellungen und Publikationen u. a. zur Geschichte der Zitrusfrüchte, zu Brandenburgs Kloster-, Schloss- und Küchengärten oder die Herausgabe der Potsdamer Pomologischen Geschichten führten rasch zur Beschäftigung mit der Verwendung von Früchten in den Hofküchen – und damit nicht zuletzt auch zur Geschichte der Tafelkultur und zur Erforschung der Tafelbücher des Fürsten Pückler in Branitz.

Eine Veranstaltung im Begleitprogramm zur Ausstellung Augusta von Preußen. Die Königin zu Gast in Branitz.

Eintritt: 3,- EUR

08.06.2017

Führung der Kuratorin Dr. Simone Neuhäuser durch die Sonderausstellung „AUGUSTA von PREUSSEN. Die Königin zu Gast in Branitz“

am 14. Juni 2017, 15.00 Uhr, im Schloss Branitz

Mehrfach weilten Könige, Prinzen und Prinzessinnen in Branitz, aber nur ein einziges Mal war eine Königin zu Gast bei Fürst Hermann von Pückler-Muskau. Am 25. Juli 1864 kam Augusta von Preußen für einige Stunden in die „Oase“ bei Cottbus.

Die Führung durch die Branitzer Sonderausstellung präsentiert Hintergründe, Verlauf und Nachklang des königlichen Besuches 1864. Im Mittelpunkt steht dabei die interessante Persönlichkeit Augustas.

Eintritt: 3,- EUR zzgl. Schlosseintritt.

08.06.2017

Erfolgreicher Europäischer Parkverbund Lausitz erwe itert sich Strategiepapier wird am 13.06.2017 in Bad Muskau vo rgestellt

Sehr geehrte Damen und Herren,

der am 16. November 2010 für die Pückler‘schen Parkanlagen in Bad Muskau und Branitz sowie den Brühl‘schen Schlosspark in Brody/Pförten und den Ostdeutschen Rosengarten Forst (Lausitz) gegründete Europäische Parkverbund Lausitz hat sich in den letzten Jahren mit gemeinsamen Projekten für die regionale Entwicklung und die Bewahrung des gemeinsamen historischen Erbes verdient gemacht. Zu den großen Ausstellungsprojekten zählt u. a. die Auseinandersetzung mit der Geschichte einer Feindschaft zwischen Friedrich dem Großen und Graf Brühl sowie dem Adel in der Niederlausitz mit den Standesherrschaften. Entstanden sind nicht nur wertvolle Publikationen, sondern auch bleibende Dauerausstellungen, die z. B. heute noch in Forst (Lausitz) und Brody zu sehen sind.

2013 wurde der Parkverbund als modellhaftes deutsch-polnisches Kooperationsprojekt durch das Bundesbauministerium und das polnische Ministerium für Regionalentwicklung gewürdigt. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit galt den Regierungsvertretern als beispielgebend und nachahmenswert.

In den letzten Monaten haben sich die Vertreter der Parks sowie der Kommunen aus Cottbus, Forst (Lausitz), Bad Muskau, Łęknica und Brody über eine strategische Weiterentwic klung abgestimmt. Mit Unterstützung eines Förderprojektes der Euroregion Spree-Neiße-Bober sind die bisherigen Stärken und auch Potenziale analysiert worden. Alle Partner sind zur Übereinkunft gekommen, dass der Europäische Parkverbund Lausitz sich zur weiteren Stärkung schrittweise erweitern soll. Dazu sind die potenziellen Parkanlagen benannt und diese werden besonders den historischen sächsischen, brandenburgischen und niederschlesischen Zusammenhang würdigen und damit die gemeinsame europäische Geschichte im heutigen deutsch-polnischen Grenzraum erlebbarer machen. Wir möchten Sie zu einer Pressekonferenz zur Vorstellung des Strategiepapiers und der künftigen Partner des Europäischen Parkverbundes herzlich einladen

am Dienstag, den 13. Juni 2017 um 11 Uhr in Bad Muskau, Neues Schloss, Festsaal.

Rückmeldungen bitte an: projektleitung@muskauer-park.de

06.06.2017

Parkleiterführung mit Claudius Wecke

Sonntag, 11.06.2017, 14.00-18.00 Uhr, Park Branitz,
Treffpunkt: Parkschmiede

Lernen Sie den Fürst-Pückler-Park von vielen Seiten kennen. Parkleiter Claudius Wecke führt die Teilnehmer und berichtet in einem Spaziergang über die geschichtliche Entstehung, die tiefere Bedeutung und die aktuellen Entwicklungen im Gartenkunstwerk Branitz. Erkundet werden unter anderem auch die Lieblingsorte ihrer königlichen Hoheit Augusta von Preußen.

Anmeldung erforderlich unter 0355-75150, die Teilnahme ist begrenzt auf 30 Personen, die Unkosten betragen 15 Euro pro Person.
Veranstaltung zur Gartenland-Initiative „Lust am Garten“
Veranstaltung im Begleitprogramm zur Ausstellung AUGUSTA von PREUSSEN. Die Königin zu Gast in Branitz


02.06.2017

Schenkung für die Sammlung Carl Blechen im Fürst-Pückler-Museum der Stadt Cottbus

Durch eine Schenkung kamen vier Werke von Carl Blechen neu in die bisher 80 Werke umfassende Sammlung. Bevor die Werke einer Restaurierung unterzogen werden, sind sie vom 03. Juni bis 18. Juni 2017 vorab in der Carl Blechen Ausstellung in den Barockräumen des Schlosses Branitz zu sehen.

Das Gemälde „Klosterruine“ stellt den für die Sammlung bedeutsamsten Zugang der Schenkung dar. Es zeigt ein von Wasser umspültes und von Sträuchern und Bäumen bewachsenes Kirchenportal mit einer Marienstatue am linken Bildrand. Mit dem Bild „Waldlichtung mit Jägern“ kann künftig eines der prägnanten Schaffensprinzipien Carl Blechens unmittelbar erlebbar dargestellt werden. Bereits seit 1935 befindet sich ein Gemälde gleichen Titels in der Sammlung Carl Blechen. Der Maler nahm Motive wiederholt auf und variierte sie im Laufe seines Schaffens. Diese Arbeitsweise ist aktuell Gegenstand der kunsthistorischen Forschung zum Wirken des Künstlers. „Die Klosteranlage von Assisi“ ist ebenfalls eine Wiederholung einer bereits vorher genutzten Bildfindung und geht auf Skizzen zurück, die während Blechens Italienreise 1828/1829 entstanden. Ein außergewöhnliches Motiv im Werk Carl Blechens zeigt die Arbeit „Bauernhaus unter Bäumen“, die einer kleinen Gruppe von Ölstudien aus den letzten Schaffensjahren Blechens zuzurechnen ist. In ihnen stellt der Künstler Eindrücke der märkischen Landschaft in ungewöhnlicher Weise dar.


24.05.2017

Trauer um Hermann Graf von Pückler (18.09.1939 – 18.05.2017) - Kondolenzbuch liegt am Sonntag im Schloss Branitz aus

Am Sonntag, dem 28. Mai 2017, können sich in der Zeit von 17 bis 20 Uhr Besucher in das im Branitzer Schloss ausliegende Kondolenzbuch der Familie von Pückler eintragen.

19.05.2017

Branitzer Pücklerstiftung trauert um Hermann Graf von Pückler

Mit großer Betroffenheit und Trauer erhielten wir die Nachricht, dass Sylvius Hermann Graf von Pückler nach langer Krankheit gestorben ist.

Graf Pückler hat sich ebenso große wie bleibende Verdienste um das Branitzer Pücklererbe erworben. Sein Blick auf Park und Schloss Branitz war von der tiefen Überzeugung getragen, dass sein bedeutender Vorfahr, Hermann Fürst von Pückler- Muskau, in Branitz ein Garten- und Landschaftskunstwerk von europäischer Bedeutung geschaffen hat, das für die Menschheit erhalten und gepflegt werden muss. Diese Überzeugung bestimmte sein Handeln, seitdem Graf Pückler nach 1990 nach Branitz zurückgekehrt und hier seinen zweiten Wohnsitz neben München genommen hatte. Rastlos kümmerte sich Graf Pückler um die Rückführung von nach Branitz gehörendem beweglichem Kulturgut, das infolge des Zweiten Weltkrieges und der anschließenden entschädigungslosen Enteignung der Familie Pückler aus Branitz verbracht worden war. Als ein Beispiel sei die Rückführung der historischen Pückler-Callenberg-Bibliothek genannt, die heute wieder ein Herzstück der Sammlungen des Branitzer Schlosses darstellt. In zahlreichen Gremien, wie dem Stiftungsrat der Stiftung Fürst-Pückler- Museum Park und Schloss Branitz, dem Branitz-Kuratorium, dem er vorstand, oder dem Internationalen Beirat für den Muskauer Park Mużakowski und den Branitzer Park setzte sich Graf Pückler für die Pflege, Ausstrahlung und überregionale Verbreitung des Pücklererbes ein. Genauso auch nahm er mit seiner Familie regelmäßig an den freiwilligen Arbeitseinsätzen zur Pflege des Branitzer Parks teil. Er empfand es als ungemein befriedigend, auf diese Art und Weise in seiner alten und zugleich neuen Heimat wirken zu können.

Stiftungsdirektor Gert Streidt gibt seiner Trauer und der der Branitz-Mitarbeiter Ausdruck: „Graf Pückler wird fehlen. Sein fröhliches und zupackendes Wesen, sein Vermögen, andere an seiner Begeisterung für das Branitzer Pücklererbe teilhaben zu lassen und sein unermüdliches Engagement für die Erhaltung und Pflege von Park und Schloss Branitz haben die Entwicklung dieses Erbes maßgeblich vorangebracht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz werden Hermann Graf von Pückler in ehrender Erinnerung behalten. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei seiner Frau Elke Gräfin von Pückler und seiner Familie.“


18.05.2017

Internationaler Museumstag unter dem Motto: „Spurensuche. Mut zur Verantwortung“

Schlossführung und Ausstellungsgespräch
am Sonntag, dem 21. Mai 2017 im Schloss Branitz

Zum Internationalen Museumstag lädt das Branitzer Schloss zu zwei verschiedenen Veranstaltungen ein.

Um 11.00 Uhr geht es auf Spurensuche: Original, Rekonstruktion und die Verantwortung für das Kulturerbe mit einer Schlossführung mit der Kustodin Dr. Simone Neuhäuser. Schloss Branitz wird seit 1946 museal genutzt. Seit den 1980er Jahren werden Schlossräume restauriert und die Ausstattung der Fürst-Pückler-Zeit rekonstruiert. Andere Räume dienen bis heute zur Präsentation von Wechselausstellungen. In der Führung wird das künftige Nutzungskonzept des Schlosses vorgestellt – ebenso wie laufende Restaurierungsmaßnahmen zum Erhalt des Baudenkmals.

Um 15.00 Uhr geht es in einem Ausstellungsgespräch mit Beate Gohrenz um Geschichten hinter den Bildern. Carl Blechen und Künstlerkollegen Die spannenden Geschichten hinter den Bildern von Carl Blechen und seinen Künstlerkollegen in der Cottbuser Sammlung stehen im Mittelpunkt des Ausstellungsgesprächs. Die Gemälde und Zeichnung haben im Laufe der Zeit unterschiedliche Schicksale erlebt. Verschiedene Besitzer, unterschiedliche Ausstellungen, Museumsankäufe, aber auch Beschädigungen und Verluste während der Auslagerung im Zweiten Weltkrieg erfahren. Aktuell beschäftigt sich die Stiftung mit der Provenienzforschung. Im Mittelpunkt stehen dabei zunächst die Werke, d ie während der Zeit des Nationalsozialismus erworben wurden. Somit erfüllt die Stiftung, gemeinsam mit den anderen Museen, Schritt für Schritt die verpflichtenden Prinzipien und Grundsätze der Washingtoner Erklärung vom 3. Dezember 1998 und der „Erklärung der Bundesregierung, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zur Auffindung und zur Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgutes, insbesondere aus jüdischem Besitz“ vom Dezember 1999. Danach sind die öffentlichen Sammlungen – Museen, Bibliotheken und Archive – aufgefordert, ihre Bestände nach NS- Raubkunst zu durchsuchen und während der NS-Zeit unrechtmäßig entzogene Kunst- und Kulturgüter an die Erben der Vorbesitzer zurückzugeben. Wie diese Forschung aussehen kann, zu welchen Resultaten sie führt und wie die Beschäftigung mit den Sammlungen notwendig auch die Geschichte der Institution erhellt, lässt sich am Beispiel der Cottbuser Sammlung zeigen.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist kostenfrei.


16.05.2017

Am Branitzer Schloss zieht der Sommer ein

Die Gärtner des fürstlichen Branitzer Parks pflanzen den Sommer herbei:
Ab Mittwoch, dem 17.05.2017 kommen ca. 4.700 Sommerblumen rund um das Schloss Branitz in die vorbereiteten Beete.
Unterstützt bei der Pflanzung von z. B. Salvien, Pelargonien, Petunien, Sommerastern und Löwenmaul werden die Gärtner durch die Mitarbeiter der Lebenshilfe Werkstätten Hand in Hand gGmbH, durch Mitglieder des Fördervereins „Fürst Pückler in Branitz e. V.“ und durch ehrenamtlich Tätige.
Ein Teil der Pflanzen, u. a. Löwenmaul und Salvien in verschiedenen Farben, wurden von der Lebenshilfe gGmbH in den historischen Gewächshäusern der Branitzer Schlossgärtnerei herangezogen.

11.05.2017

Im Garten der Romantik

Lesung und Diskussion mit Hans von Trotha
am Mittwoch, dem 17. Mai 2017, 18.30 Uhr, Besucherzentrum auf dem Gutshof

Renaissancegärten, Barockgärten, englische Parks – alles gut, schön und vernünftig. Einen Romantischen Garten aber hat es nie gegeben, obwohl sich kaum jemand so obsessiv mit Natur beschäftigte wie die Romantiker. Diese Leute nämlich hatten Größeres vor. Statt Gärten entdeckten sie die Alpen, suchten in der Natur das Unendliche und entdeckten die gewaltigste Natur am Ende, oh Wunder, in sich selbst: Für Jean Paul war sie sein »inneres Afrika« – einen Garten im engeren Sinne brauchte die Romantik gar nicht. Und so schreibt Hans von Trotha, der fast alle Gärten Europas kennt, bereist und gedeutet hat, in diesem Buch um eine herrliche Leerstelle herum. Auch Branitz ist darin recht prominent vertreten – an diesem Abend zudem durch Stiftungsdirektor Gert Streidt und Parkleiter Claudius Wecke. Mit beiden will Hans von Trotha sich im Rahmen der Lesung trefflich „streiten“.

Hans von Trotha studierte Literatur, Philosophie und Geschichte, promovierte über „Angenehme Empfindungen“ in der Aufklärung. Er leitete zehn Jahre lang den Berliner Nicolai Verlag und gilt als einer der versiertesten Kenner der europäischen Gartengeschichte. Im Vergangenen Jahr war er Co-Kurator der großen internationalen Ausstellung „Gärten der Welt“ am Museum Rietberg in Zürich. Er lebt als Kurator, Publizist und Berater von Kulturinstitutionen in Berlin. Auf Deutschlandfunk Kultur deutet er regelmäßig die Welt.

Eintritt: 3,- EUR

12.04.2017

„In Mr. Wight habe ich meinen Meister gefunden“ – Fürst Pückler an der irischen Bantry Bay

Vortragsabend mit Prof. Dr. Adrian von Buttlar
am Mittwoch, dem 19. April 2017, 18.30 Uhr, Besucherzentrum auf dem Gutshof Branitz

Fürst Pücklers Abstecher von England nach Irland im Sommer 1828 ist bislang kaum erforscht. Der Vortrag folgt Pückler auf seiner picturesque tour zu den touristisch bereits erschlossenen „Lakes of Killarney“ und seinem abenteuerlichen Ausflug auf einem Pony über die wilden Caha Mountains nach Glengarriff an der Bantry Bay. Hier entdeckt Pückler eine seiner Blaupausen für Muskau, Babelsberg und Branitz – den heute völlig verwilderten und vergessenen Landschaftspark des Colonel Simon White, der erstmals aus den fotografisch dokumentierten Relikten und archivalischen Bild- und Text-Quellen erschlossen wird. Mit seiner Beschreibung aus den „Briefen eines Verstorbenen“ (1830, englisch 1832) wurde Pückler nebenbei auch zum „Vater“ des noch heute blühenden Glengarriff-Tourismus.

Prof. Dr. Adrian von Buttlar lehrte und forschte mit den Schwerpunkten Architekturgeschichte der Neuzeit und Moderne, Denkmalpflege und Denkmalpolitik sowie Geschichte der Gartenkunst in München, Trier, Augsburg, Kiel und nicht zuletzt bis 2013 an der TU Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen zur Gartenkunstgeschichte, darunter das Standardwerk „Der Landschaftsgarten“. Adrian von Buttlar gilt als einer der führenden Experten zur Gartenkunst des 18. und 19. Jahrhunderts.

Eintritt: 3,- EUR


03.04.2017

Gartendirektoren aus ganz Deutschland erstmals in Branitz

Vom 5. bis 7. April 2017 treffen sich die amtierenden und viele ehemalige Garten- und Parkdirektoren der großen staatlichen Parkverwaltungen auf Einladung der Stiftung Fürst-Pückler-Museum erstmals auf Schloss Branitz. Die Fachgruppe Gärten der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlösserverwaltungen, wie der Zusammenschluss genannt wird, diskutiert dabei aktuelle Fragestellungen der Gartendenkmalpflege wie den Personal- und Forschungsbedarf für historische Gärten oder den Einfluss des Klimawandels auf das gartenkünstlerische Erbe. In einer abschließenden Exkursion durch den Branitzer Park erläutert Parkleiter Claudius Wecke den Fachleuten die Entstehungsgeschichte und führt zu Restaurierungsschwerpunkten der letzten Jahre, wie per Gondel zur Seepyramide.

Der Branitzer Park putzt sich gerade für die neue Saison heraus. Von den Entwicklungen der letzten Jahre wollen sich nun viele Garten- und Parkdirektoren aus ganz Deutschland ein umfassendes Bild machen.


28.03.2017

Saisonauftakt in Branitz mit einer Sonderführung der „Fürstin Lucie“ am Sonntag, dem 2. April 2017, 11.00 Uhr, in den Salons des Schlosses Branitz

Pünktlich zum Saisonbeginn in Branitz zeigt sich das Schlossumfeld von seiner blumigen Seite. Tausende farbenfrohe Stiefmütterchen schmücken derzeit den Pleasureground und den Schmiedegarten.

Mit dem 1. April öffnet das Schloss wieder täglich von 10 bis 18 Uhr für die Besucher.

Am 2. April lädt Anne Schierack alias „Fürstin Lucie“ mit einer Kostümführung in die Wohnwelten des 19. Jahrhunderts im Schloss Branitz, in die für Königin Augusta von Preußen stilvoll vorbereiteten Salons.

Ab dem 8. April wird auch im Marstall die neue Sonderausstellung „Meisterhaft wie selten einer …“ Die Gärten Peter Joseph Lennès zwischen Schlesien und Pommern präsentiert, die Vorbereitungen dafür sind in vollem Gange.

Preis Salonführung: 12 Euro pro Person, Dauer ca. 1 Stunde
Um Anmeldung zur Führung wird gebeten unter 0355-75150 (Schlosskasse).


23.03.2017

Einladung zur Jahrespressekonferenz der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir laden Sie ganz herzlich zur Jahrespressekonferenz am
Donnerstag, dem 30. März 2017, 11.00 Uhr,
ins Besucherzentrum auf dem Gutshof Branitz

ein.

Die Besucher von Park und Schloss Branitz erwartet auch 2017 ein umfangreiches Programm, das der Direktor der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz, Gert Streidt, auf der traditionellen Pressekonferenz zum Beginn der Saison vorstellen wird.

Als Gesprächspartner stehen Ihnen neben Gert Streidt weiterhin Stiftungs-Kustodin Dr. Simone Neuhäuser und Doreen Goethe von der Agentur pool production GmbH, die über das Gartenfestival informiert und Bernhard Neisener vom Förderverein „Pückler in Branitz e.V.“ zur Verfügung. Wir würden uns freuen, Sie am 30. März 2017 um 11 Uhr in Branitz begrüßen zu können.


21.03.2017

Frühling im Pleasureground des Branitzer Schlosses

Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz begrüßt den Einzug des Frühlings mit der diesjährigen Pflanzaktion im unmittelbaren Umfeld des Schlosses.

Beginnend am Mittwoch, dem 22.03.2017, werden über mehrere Tage tausende Stiefmütterchen gepflanzt. Unterstützung bei der Pflanzung bekommen die Gärtnerinnen und Gärtner der Stiftung u. a. durch Mitarbeiter der Lebenshilfe Werkstätten Hand in Hand gGmbH, welche die rund 5.000 Pflänzchen in verschiedensten Farben in den historischen Gewächshäusern der Branitzer Schlossgärtnerei herangezogen haben.

Ebenfalls mit dabei sind auch wieder Mitglieder des Fördervereins „Fürst Pückler in Branitz“ e.V., welcher die Finanzierung des Frühjahrsschmucks ermöglicht.