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Pressemitteilungen

26.01.2017

Bedeutendes Sarkophag-Denkmal im Schlosspark Brody (Pförten) kann wiedererrichtet werden

HERMANN REEMTSMA STIFTUNG würdigt bedeutendes europäisches Kulturerbe

Die HERMANN REEMTSMA STIFTUNG finanziert die Wiedererrichtung des steinernen Sarkophags im Schlosspark von Brody (Pförten). „Wir möchten mit dieser Zusage die jahrelangen intensiven Bemühungen von polnischen und deutschen Stellen um dieses bedeutende europäische Kulturerbe würdigen“, erklärt Geschäftsführer Dr. Sebastian Giesen. Mit der Fördersumme von 67.000 € wird die Restaurierung dieser ersten großen Parkarchitektur des Gräflich Brühlschen Schlossparks ermöglicht. Das unter Aloys Friedrich Graf von Brühl um 1780 errichtete Denkmal ist dem Reichsfreiherrn Karl Gotthelf von Hund und Altengrotkau sowie dem Oberhofjägermeister Christian Ludwig von Gablenz gewidmet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es zerstört und lag als zugewachsener Trümmerhaufen bis ins vergangene Jahr an der Langen Allee zwischen Schloss und Orangerie. Eine erste Förderung der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG ermöglichte im Jahr 2016 die eingehende Untersuchung des Denkmals durch den polnischen Restaurator Tomasz Filar. Auf Grundlage seiner Konzeption werden die Arbeiten nun bis zum Ende dieses Jahres ausgeführt werden.

Der Bürgermeister von Brody, Ryszard Kowalczuk, konnte den Zuwendungsbescheid der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG aus den Händen des Branitzer Parkleiters Claudius Wecke entgegennehmen. Wecke hatte in seiner Diplomarbeit aus dem Jahre 2007 bereits die Wiedererrichtung des Sarkophags als bedeutende Maßnahme beschrieben und fügt hinzu: „Die Förderung ist auch ein besonderer Dank an die über 1.000 freiwilligen polnischen und deutschen Helfer, die dem Schlosspark Brody (Pförten) in fünf großen Parkseminaren seine Grundstruktur wiederverliehen haben.“

Das Förderprojekt ist gleichzeitig den Bestrebungen des Europäischen Parkverbunds Lausitz zu verdanken. „Mit dem Parkverbund gelingt es den Partnern zwischen Bad Muskau/Muzakowski, Cottbus, Forst (Lausitz), Łęknica und Brody auf wunderbare Weise, das gemeinsame kulturelle Erbe erlebbar zu machen“, erklärt der Forster Verwaltungsvorstand Sven Zuber, der die Sanierung des Schlosses und des Parks in der Forster Partnergemeinde Brody (Pförten) seit vielen Jahren begleitet.


20.12.2016

Zum Jahreswechsel im Branitzer Schloss und Park des Fürsten Pückler

Der Branitzer Park ist mit und ohne Schnee zum Jahreswechsel ein beliebtes Ausflugsziel, zeigen sich doch gerade im winterlichen Park die Pücklerschen Gestaltungsprinzipien besonders deutlich.

Im Schloss ist die außergewöhnliche Wohnkultur des Fürsten zu erleben. Am 1. Weihnachtsfeiertag (11.00 Uhr), am 2. Weihnachtsfeiertag (14.00 Uhr) und am Neujahrstag (13.00 Uhr) führen die Fürstin bzw. der Fürst durch „ihre“ Salons, die der Fürst anlässlich des Besuches der preußischen Königin Augusta opulent ausstattete. „Die Königin zu Gast in Branitz“ wird übrigens eine große Ausstellung im Schloss ab Mai 2017 thematisieren.

Zu einer Zeitreise lädt eine Ausstellung mit historischen Schlesienansichten aus der Graphiksammlung Haselbach ein. Eine andere Sonderausstellung zeigt Arbeiten von Anna Werkmeister, sie interpretieren auf besondere Sichtweise die „Landschaft nach Karl Friedrich Schinkel und Carl Blechen“.

Zu Silvester und am Neujahrstag (jeweils 14.30 Uhr) begleitet die vielfach ausgezeichnete Pianistin Marie Jäschke die Besucher bei ihrem Schlossrundgang mit nun schon traditioneller Schloss-Musik.

Öffnungszeiten:
Geöffnet ist das Schloss Dienstag-Sonntag, zusätzlich am Montag, dem 26.12., jeweils 11.00–16.00 Uhr. (Am 24. Dezember ist geschlossen.)

Eintritt:
Schloss: 6,50 Euro


22.11.2016

Branitzer Park Weihnacht, am 26./ 27. November 2016 auf dem Gutshof des Fürst- Pückler-Museums Park & Schloss Branitz

Fürst Pückler liebte die Vorweihnachtszeit mit ihren Heimlichkeiten und Überraschungen und beging diese mit kulinarischen Genüssen und erlesenen Einladungen an seine Gäste. Das soll für die Nachwelt erlebbar bleiben, deshalb wird es auch in diesem Jahr am 26. und 27. November, dem ersten Adventswochenende, wieder einen vorweihnachtlichen Markt im Reich des Fürsten Pückler in Branitz geben, für den Oberbürgermeister Holger Kelch die Schirmherrschaft übernommen hat.

Zu erleben sind ca. 40 Stände mit liebevoller Gestaltung - von weihnachtlichen Dekorationen über Keramik, exklusiven Lederwaren und Schmuckstücken, floristischen Raritäten und handgemachten Seifen bis hin zu kulinarischen Köstlichkeiten für beinahe jeden süß oder deftig verwöhnten Gaumen. Auf dem zauberhaft ausgeleuchteten Gelände erwartet die Besucher ein Bühnenprogramm für die ganze Familie, gestaltet von regionalen Künstlern und Vereinen.

Das Schloss öffnet länger bis 18 Uhr und der Museumsshop in der Gutsökonomie ist ebenfalls geöffnet. Der Förderverein Fürst Pückler in Branitz e.V. biete an beiden Nachmittagen handgelesene Märchen und Adventsgeschichten im Musiksaal des Schlosses.

Rund um den Ökonomiesee können Kinder auf Pferden reiten, es gibt ein kleines historisches Lager mit Wikingerzelt, Ausrüstung zum Anfassen, Korkarmbrustschießen, Bogenbahn, Axtwerfen, Lagerfeuer & Stockbrotgrillen. Beim Besuch des Weihnachtsmanns, an beiden Markttagen um 16 Uhr werden Kinderaugen strahlen. Gemeinsam mit ihm geht es auf eine romantische Laternenwanderung durch den Branitzer Park. Diese findet ihren Abschluss beim gemeinsamen Weihnachtslieder-Singen am Schloss.

Geöffnet ist an beiden Tagen von 11 bis 19 Uhr. Der Eintritt zur Branitzer Park Weihnacht ist frei. Das ist nur möglich durch die Sparkasse Spree-Neiße, die Stadtwerke Cottbus, das Carl- Thiem-Klinikum und weitere Förderer und sowie Sachspender. Die Branitzer Park Weihnacht ist eine Veranstaltung der Veranstaltungsagentur Rica Neels in Kooperation mit der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz.


10.11.2016

Vortrag in Branitz: „Landschaften von Karl Friedrich Schinkel und Carl Blechen - ein Vergleich“

Am Mittwoch, dem 16. November 2016, 18.30 Uhr, Besucherzentrum auf dem Branitzer Gutshof

Referentin: Beate Schneider, Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz

Im Rahmen der Ausstellung „Anna Werkmeister. Adaptionen. Landschaften nach Schinkel und Blechen“ stellt der Vortrag die beiden Künstler vor, die Anna Werkmeister zu ihren Adaptionen inspiriert haben: Karl Friedrich Schinkel und Carl Blechen. Beide Maler waren durch und durch Romantiker. In Schinkels weit gespanntem Lebenswerk, das Denkmalpflege, Stadtplanung, Architektur, Bühnenbildentwürfe und Kunstgewerbe umfasst, nehmen die Gemälde eine besondere Rolle ein. Schinkels Interesse am Erzählerischen und an dramatischer Handlung in seiner Malerei reflektiert nicht nur seine Freundschaft zu Dichtern der Romantik, sondern zeigt auch seinen Einfluss auf Carl Blechen, dessen malerische Begabung er schon frühzeitig erkannte. Für den 17 Jahre jüngeren Blechen war Schinkel ein wichtiger Lehrer und Förderer. Nicht nur die Stelle als Bühnenmaler vermittelte ihm Schinkel, sondern er sorgte auch dafür, dass Blechen vom König Friedrich Wilhelm III. für die Palmenhausbilder angemessen bezahlt wurde.
Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, die Ausstellung „Carl Blechen-die Cottbuser Sammlung“ zu besichtigen.

Eintrittspreis: 3,- Euro

26.10.2016

Einführungsvorträge zum 7. Branitzer Parkseminar

Vortragsabend am Freitag, den 4.11.2016, 18:30 Uhr
Besucherzentrum auf dem Gutshof Branitz, Eintritt frei

Das nunmehr 7. Branitzer Parkseminar widmet sich dem zugewachsenen Mittelweg im Branitzer Vorpark, Partien am Cottbuser Torhaus und der Baumuniversität. Für die praktischen Arbeiten am 5.11.2016 haben sich bereits 65 ehrenamtliche Teilnehmer angemeldet. Zum einführenden Vortragsabend am Freitag, den 4.11.2016, 18:30 Uhr, Besucherzentrum Gutshof Branitz, ist jedermann herzlich eingeladen. Es werden drei Referenten mit hochspannenden Themen erwartet.

Zu Beginn spricht Antje Schmidt, Laborleitung der Humboldt-Universität zu Berlin im Fachgebiet Urbane Ökophysiologie der Pflanzen, über die In vitro Vermehrung wichtiger Branitzer Gehölze für die Baumuniversität. Mit dem in-vitro-Verfahren werden besondere Gehölze des Branitzer Parks in speziellen Nährlösungen im Reagenzglas vermehrt, um später bei Bedarf am historischen Standort nachgepflanzt werden zu können.

Im Anschluss stellt der Cottbuser Archäologe Jens Lipsdorf seine Ergebnisse von gartenarchäologischen Untersuchungen im Branitzer Park vor. In den vergangenen Jahren konnten auf Grundlage seiner Recherchen historische Beetstrukturen des Venusbeetes und historische Wege im Rehgarten wiederentdeckt werden. Er erklärt die Fragen: wie findet man alte Wege, wie sind sie aufgebaut und was wurde außerdem Überraschendes gefunden.

Abschließend führt Parkleiter Claudius Wecke in das 7. Parkseminar ein und erläutert die historischen Hintergründe des im Dornröschenschlaf liegenden Mittelweges. Außerdem stellt er die geplanten Arbeiten, wie die Öffnung von Blickbeziehungen auf das Zollhaus oder die Pflanzung von „in vitro“-vermehrten Gehölzen in die Baumuniversität vor.

Der Eintritt zum Vortragsabend des ehrenamtlichen Parkseminars ist frei.


24.10.2016

Die Rosenlaube mit der Büste der berühmten Opernsängerin Henriette Sontag kehrt restauriert in den Branitzer Park zurück

„Wiedereinweihung“ am Sonntag, dem 30.Oktober 2016, 15.00 Uhr am Standort der Rosenlaube (nahe der Weißen Brücke am Schloss)

In diesem Frühjahr ging die Rosenlaube aus dem Branitzer Park auf die Reise nach Bonn zur großen Pückler-Ausstellung „PARKOMANIE. Die Gartenlandschaften des Fürsten Pückler“. Dort krönte sie den nach Pücklerschen Prinzipien gestalteten Dachgarten der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland. Von den zahlreichen Lauben und Pavillons, die zu Fürst Pücklers Zeiten im Branitzer Pleasureground standen, existiert nur noch die Rosenlaube. Bekannt ist sie auch als Henriette-Sontag-Kiosk, denn inmitten der an den Säulen rankenden Kletterrosen erstrahlt die goldene Büste der damals weltberühmten Opernsängerin Henriette Sontag (1806-1854). Die Sopranistin war eine der legendären Frauengestalten in Pücklers Leben. 1828 erlebte der Fürst sie in London und passend zum Zweck seines dortigen Aufenthalts, er war auf Brautschau, machte er ihr einen Heiratsantrag. Sie lehnte, schon mit dem Grafen Rossi liiert, ab. Nach ihrem frühen Tod auf einer Konzertreise in Mexiko erwarb Pückler die von Ludwig Wilhelm Wichmann (1784−1859) geschaffene und 1833 in Berlin gegossene Büste.

Als „Überraschungsgast“ wird sie nun, dank des Staatstheaters Cottbus, bei der Wiedereinweihung dabei sein. Übergeben wird die Rosenlaube durch Dr. Bernhard Spies, den Kaufmännischen Geschäftsführer der Bundeskunsthalle. Holger Kelch, der Stiftungsratsvorsitzende der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz und Cottbuser Oberbürgermeister, wird die Rosenlaube zusammen mit Gert Streidt, dem Stiftungsdirektor, wieder an ihrem angestammten Platz „begrüßen“. Aber es ist nicht nur die Wiederkehr der Rosenlaube, die es zu würdigen gilt. Ihre Eisenstangen, die Pinienzapfen, die Schlange, der Stern und auch die Büste sowie das Postament wurden restauriert. Die Kosten dafür übernahm die Bundeskunsthalle.


14.10.2016

Vortrag und Führung in Branitz: „Landschaftsräume und Zeitfenster. Natur als Ausgangsmotiv künstlerischer Betrachtung im Werk von Anna Werkmeister“

Am Sonntag, dem 23. Oktober 2016, 15.00 Uhr, Besucherzentrum auf dem Branitzer Gutshof
Referentin: Dr. Birgit Möckel, Vorsitzende des Kunstvereins KunstHaus Potsdam e.V.

Jedes Bild ist mehr als die Summe seiner Teile. Facettenreich vielschichtig und immer einem strengen Rhythmus unterworfen, sind die Werkreihen, mit denen Anna Werkmeister zeitliche Strukturen untersucht. Mit ihren aktuellen „Adaptionen“ nähert sie sich der Kunstgeschichte und Landschaftsauffassungen einer längst vergangenen Epoche an. Indem die Künstlerin vorgefundene Komposition von Schinkel, Blechen oder Hodler teilt und malerisch strukturiert, fokussiert sie den Blick auf Materie und Licht als umfassenden Stimmungsträger, der gleichsam zwischen den Zeiten und Räumen – zwischen Kunstgeschichte und Gegenwart – weiter wirkt.
Die vielfältigen Erscheinungsformen der Natur sind ein Paradebeispiel, um Wandel und Veränderung vor Augen zu führen und auch leiseste Bewegungsverläufe zu dokumentieren. Licht verändert, lässt Formen weicher oder schärfer in Erscheinung treten oder in monochromen Farbtönen nahezu schwinden. Licht blendet oder blendet aus, schimmert oder verdeckt und führt von einem Fokus zum nächsten. Damit ist Bewegung im Spiel und nicht zuletzt die Zeit als Movens immer neuer Betrachtungen von Landschaftsräumen. Ob ein kurzer Moment als Verlauf eines Regentropfens auf einer Scheibe, ein Windhauch als sichtbares Zeichen im bewegten Blattwerk einer Espe oder der Rhythmus von Farbe und Licht als wechselseitige Beziehung auf den aktuellen Arbeiten, mit jedem Werk öffnet sich ein neues Zeitfenster auf die Gegenwart, die – wie in der aktuellen Werkreihe „Adaptionen“ - aus der Vergangenheit schöpft.
Seit mehr als 30 Jahren entwickelt Anna Werkmeister einen eigenen visuellen Kosmos in den unterschiedlichsten Medien – Malerei, Objekte, Videos und Videostills. Plexiglas ist dabei wiederkehrendes Material und Ausdrucksträger, der beiläufig abgrenzt und verbindet. Ausgehend von den in der Ausstellung präsentierten Werken wird der Vortrag einen Einblick in das Oeuvre der Künstlerin geben. Daran schließt sich ein Ausstellungsrundgang an, der ausgewählte Arbeiten im Dialog mit der Künstlerin näherbringt.

Der Vortrag und die Führung finden im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Anna Werkmeister. Adaptionen. Landschaft nach Karl Friedrich Schinkel und Carl Blechen“ statt.

Eintritt: 3 €


13.10.2016

ABSAGE„Buchpräsentation mit Steve Sabor und Hans Scheuerecker“

Die Veranstaltung des Fabrik Verlages am 14.10.16 um 19 Uhr „Buchpräsentation mit Steve Sabor und Hans Scheuerecker“ muss aus technischen Gründen leider abgesagt werden.

29.09.2016

Scharfe Kanten für Branitzer Parkwege

Einen etwas anderen Arbeitstag haben Mitarbeiterinnen der Deutschen Bank Cottbus am Mittwoch im Branitzer Park verlebt und dabei richtig zugepackt. Über 100 Meter Rasenkanten eingewachsener Wege auf der Schlosswiese hat das fleißige Damen-Quintett gestochen und anschließend mit Kies abgestreut. Dafür gab es zur Freude von Parkleiter Claudius Wecke zudem noch einen Scheck über 1.000 Euro für den Förderverein Fürst Pückler in Branitz e.V. zur Unterstützung weiterer ehrenamtlicher Parkseminare. Gute Nachrichten in diesen Tagen.

Abb.: Für über 100 Meter scharfe Wegekanten haben Mitarbeiterinnen der Deutschen Bank Cottbus im Branitzer Park gesorgt und dafür noch „bezahlt“. Einen Scheck über 1000 Euro übergab Christiane Grandke (3.v.r.) an Parkleiter Claudius Wecke (r.) für die Unterstützung ehrenamtlicher Parkseminare. Foto: Stiftung Fürst-Pückler-Museum.


23.09.2016

Feierliche Übergabe der Erstausgabe der "Briefe eines Verstorbenen" von Fürst Pückler als Dauerleihgabe der Bundesrepublik Deutschland an die Branitzer Stiftung

Es war ein feierlicher Augenblick, als Ministerialdirektorin Dr. Angelika Schlunck vom Bundespräsidialamt am Sonnabend im Musiksaal des Branitzer Schlosses in Anwesenheit des britischen Botschafters, Sir Sebastian Wood, eine wertvolle Erstausgabe der "Briefe eines Verstorbenen" von Fürst Pückler als Dauerleihgabe der Bundesrepublik Deutschland an den Stiftungsdirektor Gert Streidt überreichte.

Diese Ausgabe der 4 Bände der "Briefe eines Verstorbenen" übergab I.M. Elizabeth II. anlässlich ihres Deutschlandbesuches im Vorjahr als Gastgeschenk dem Bundespräsidenten Joachim Gauck.

Ministerpräsident Dietmar Woidke sagte: „Brandenburg hat Fürst Pückler als genialen Landschaftsgestalter mit Zukunftsvisionen viel zu verdanken. Sein Erbe wird bei uns in Ehren gehalten. Es ist ein großer Moment, dass nun diese einmaligen zeithistorischen Briefdokumente in die Heimat ihres Verfassers kommen.“ Woidke bestärkte zugleich die Branitzer Stiftung in ihren Bemühungen, im Verbund mit dem Muskauer Park/Park Muzakowski den Welterbestatus zu erlangen und betonte, die Landesregierung werde diesen Weg unterstützen.

Kulturministerin Martina Münch würdigte die Branitzer Gartenlandschaft als Aushängeschild für Brandenburg. „Park und Schloss Branitz stiften nicht nur Identifikation in der Lausitz, sie sind auch für das Land von außerordentlicher Bedeutung und wir arbeiten daran, dieses Kleinod im Rahmen einer Landesstiftung künftig noch besser abzusichern.“

Die "Briefe eines Verstorbenen" begründen Pücklers Ruf als Reiseschriftsteller. Während seines mehrjährigen Aufenthalts in England zeichnete er in Briefen an die Fürstin Lucie ein einzigartiges Bild der englischen Gesellschaft zu jener Zeit Anfang des 19. Jahrhunderts.

Stiftungsdirektor Gert Streidt freute sich, die in der königlichen Bibliothek neu eingebundenen Bände den künftigen Branitz-Besuchern präsentieren zu können. Haben sie doch in Branitz als authentischen Pücklerort und einzigem Pücklermuseum einen würdigen Platz. Ausgestellt werden die Bücher in der Bibliothek des Schlosses, dem Ort, an dem die geistige Welt des Fürsten besonders sichtbar ist.


20.09.2016

Veranstaltungshinweis: Schlesische Städte in Wort und Bild

Vortragsabend mit Prof. Wojciech Kunicki am Mittwoch, 28. September 2016, 18.30 Uhr, Besucherzentrum auf dem Gutshof

Wie und warum wurden und werden bis heute Städte abgebildet? Und wie authentisch waren bzw. sind diese Abbildungen? Sind die Städtebilder in der Schedelschen Weltchronik (1493) „(früh)moderne“ Werbung? Welchen Vorstellungen von einer Stadt vermitteln die historischen Ansichten und was sagen uns heute noch die begleitenden Texte? All diese Fragen versucht Wojciech Kunicki in seinem reich bebilderten Vortrag zu beantworten und zwar mit Blick auf die Städte Schlesiens, allen voran auf die schlesische Metropole Breslau. Er erläutert die historischen Stadtansichten und entschlüsselt die heute für uns oft rätselhaften Darstellungen.

Prof. Wojciech Kunicki (Jg. 1955) ist Professor für Germanistik an der Universität Breslau und an der Staatlichen Fachhochschule in Neisse (poln. Nysa). Er beschäftigt sich insbesondere mit der Vergangenheit von Breslau, Neisse sowie Zobten (poln. Sobótka) in Literatur und Geschichte, und veröffentlichte zu diesen Städten zahlreiche Monographien und Abhandlungen in Deutsch und Polnisch.

Eine Veranstaltung im Begleitprogramm zur Ausstellung Zeit-Reisen. Historische Schlesien-Ansichten aus der Graphiksammlung Haselbach in Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa.

Eintritt: 3,- EUR


12.09.2016

Ausstellungeröffnung im Branitzer Schloss: Am Samstag, dem 17.09.16, 15.00 Uhr.

„Anna Werkmeister - Landschaft nach Karl Friedrich Schinkel und Carl Blechen“

Natur und Landschaft spielen im Werk von Anna Werkmeister eine wesentliche Rolle. Mit den Mitteln der Malerei und mit dem Medium Video sucht sie landschaftliche Strukturen mit formaler Reduktion zu erfassen und vor allem der Wirkung von Licht nachzuspüren.

Die aktuelle Werkgruppe der Künstlerin ist inspiriert von den Malereien von Karl Friedrich Schinkel und Carl Blechen. Werkmeister zerlegt hierfür die Landschaftsbilder in Farbsteifen, die sie neu zusammenfügt. Als Bildträger dienen Plexiglasscheiben, auf deren Vorder- und Rückseite die nun abstrakten, zergliederten Landschaften in Ölfarben aufgebracht werden. Zu jedem Ausgangsbild entsteht eine Gruppe von Landschaftspanoramen, die je andere Aspekte des Ursprungsmotives in den Fokus rücken. Die künstlerische Untersuchung gewohnter Landschaftsdarstellungen stellt Fragen nach Wahrnehmung und Darstellbarkeit von Natur.

In der Branitzer Ausstellung stehen vor allem die Arbeiten im Vordergrund, die nach Motiven aus der Cottbusser Carl-Blechen-Sammlung entstanden sind. Entsprechend können im Besucherzentrum die Naturbilder von Carl Blechen und im Schloss die aktuellen Annäherungen Werkmeisters an das Thema besichtigt werden.

Anna Werkmeister, die Malerin und Videokünstlerin, wurde mit einer Vielzahl von Arbeitsstipendien und Kunstpreisen ausgezeichnet und ihre Arbeiten in zahlreichen Einzelausstellungen im In- und Ausland präsentiert. Eine Auswahl ihrer Werke sind in Museumssammlungen in Berlin, Den Haag, Dresden, Frankfurt(Oder), Halle, Nürnberg, Offenbach, Potsdam und Wolfenbüttel vertreten.

Ausstellungsdauer: 18.09.2016 – 23.04.2017

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Begleitprogramm:
Sonntag, 23.10.16, 15 Uhr: Kurzvortrag mit Führung von Dr. Birgit Möckel mit Anna Werkmeister, Besucherzentrum auf dem Gutshof Branitz und Schloss Branitz

Mittwoch, 16.11.16, 18:30 Uhr: Vortrag von Beate Schneider (SFPM): Landschaften von Karl Friedrich Schinkel und Carl Blechen im Vergleich, Besucherzentrum auf dem Gutshof Branitz


30.08.2016

Parkspaziergang zu „Verlorenen Orten“ des Branitzer Parks

Mit Anja Rolland (Förderverein Fürst Pückler in Branitz e.V.) und Parkleiter Claudius Wecke, am Sonntag, dem 11.09.2016, 14.00 bis 16.00 Uhr, anlässlich des Tages des offenen Denkmals, Treffpunkt: Parkschmiede (Kastanienallee, 03042 Cottbus/OT Branitz)

Gemeinsam mit Anja Rolland, Biologin und Vorstandsmitglied des Branitzer Fördervereins, und Parkleiter Claudius Wecke findet ein besonderer, kostenfreier Parkspaziergang durch den Branitzer Park statt. Am Tag des offenen Denkmals werden „Verlorene Orte“ in Pücklers Gartenreich wiederentdeckt. Darunter sind Orte zu verstehen, welche nach dem Tod des Fürsten verlorenen gegangen sind, aber durch sehr gute historische Nachweise rekonstruiert werden können. Der Förderverein Fürst Pückler in Branitz e.V. wirbt seit 2006 sehr erfolgreich die finanziellen Mittel dafür ein, sodass inzwischen über zehn solcher „Verlorener Orte“ wiederhergestellt werden konnten. Dazu zählen z.B. die vergoldeten Blumenständer auf der Schlossterrasse, das Kreuz auf dem Heiligen Berg, das Rosenbeet am Schloss, die Grabplatte mit der Bepflanzung des Pferdegrabes und der historische Garten und seine filigrane Einzäunung an der Parkschmiede.

Anja Rolland und Claudius Wecke führen zu „Verlorenen Orten“ des Branitzer Parks. Dieser Findling war z.B. Fundament eines filigranen Kandelabers. Am Cottbuser Torhaus im Hintergrund könnten zudem drei große gusseiserne Blumenschalen das Parkentree komplettieren.


30.06.2016

Musikalische Gondelfahrten im Branitzer Park am 1. Sonntag im Monat

Am 1. Sonntag im Monat um 11 Uhr finden nicht nur die Führungen von Fürst Pückler oder Fürstin Lucie “Die Salons im Schloss Branitz – Fürstliche Wohnkultur entdecken” statt, sondern ab sofort bringt auch die Gondel die Gäste von 11 – 17 Uhr jeweils zur vollen Stunde auf den traumhaft schönen Wasserwegen zur Wasserpyramide zurück zum Orangeriecafé Goldene Ananas.
Die nächsten Termine laden zum Gondeln mit der Fürstin - als Parkführung auf der Gondel – oder einer Musikalischen Gondelfahrt ein:

Das oft als Schuberts Ave Maria bezeichnete Stück basiert auf Walter Scotts Gedicht Lady of the Lake – der Fürstin des Sees. Dieser Andeutung, zum englischen Komponisten, der Pückler schon im Muskauer Park mit der Bezeichnung “Luciesee” gefolgt ist, ist Ideengeber für Musikalische Gondelfahrten mit Ave Maria-Vertonungen für Gesang & Gitarre in diesem Jahr; im Jahr 2017 dann “Eine kleine Wassermusik” mit einem musikalisch delikaten Forellen-/Wassermenü.

Es musizieren für Sie Anne Schierack – Gesang & Eric Törsel – Konzertgitarre.

Termine:
3. Juli: 11 Uhr Salonführung / 15 Uhr Musikalische Gondelfahrt
7. August: 11 Uhr Salonführung / 12 Uhr Gondeln mit Fürstin Lucie
4. September: 11 Uhr Salonführung / 14 & 16 Uhr Musikalische Gondelfahrt
11. September: 11 Uhr Salonführung / 14 Uhr Musikalische Gondelfahrt
2. Oktober: 11 Uhr Salonführung
30. Oktober (Pücklergeburtstag): 11 Uhr Salonführung

Voranmeldung unter Tel. 0355-75150, service@pueckler-museum.de
Voranmeldung unter Tel. 035603-75800, gondel@pueckler-museum.de


07.06.2016

„Gerne führe ich Wein im Munde“. Der „Gutschmecker“ Fürst Pückler im Spiegel seiner Briefe und Tafelbücher.

Vortrag mit „Weinbegleitung“ von Dr. Daniel Deckers am Mittwoch, dem 15. Juni 2016, 18.30 Uhr, Besucherzentrum auf dem Gutshof Branitz

Weinliebhaber war der eine, wie es der andere ist, Weinkenner ebenso: Fürst Pückler und Dr. Daniel Deckers. Dr. Deckers ist einer ganz besonderen Spur aus den Tafelbüchern des „Gutschmeckers“ Fürst Pückler gefolgt: der des Weins. Immerhin listet Pücklers „Gourmet-Atlas“ eine stolze Anzahl guter Weine auf. Höhepunkt war der 8. August 1862, da verzeichnet die Tafelbucheintragung als Weinbegleitung je 10 Weine je „Mahlzeit“, wobei es jeweils auch mehrere Gänge ausgesuchter Speisen-Köstlichkeiten gab. Anlass dieser Schwelgerei war der Besuch des preußischen Königs Wilhelm I. in Branitz. Pückler hat auch beim Wein seinen guten Geschmack walten lassen. Er überließ nichts dem Zufall. Er sammelte Schriftstücke jeder Art, seien es zum Beispiel Rechnungen oder Preisverzeichnisse einschlägiger Handelshäuser. Und auch in seinem literarischen Werk nimmt der Fürst in typischer Pückler-Art öfter den Wein ins Visier. Dr. Deckers hat etwa 200 dieser „Weinarchivalien“ studiert und einen einzigartigen Einblick in die Welt der Pücklerschen Weine gewonnen. Nein, es wird kein „trockener“ Vortrag sein. Vom fürstlichen Weinkenner Dr. Deckers ausgesuchte Weine, die eine enge Beziehung zu den Pücklerschen haben, werden kleine Kostproben ein „Gutschmecker-Erlebnis“ bescheren und vielleicht zu eigenen Expeditionen ins Reich der Weine inspirieren.

Der „Fürst“ (alias Hans Anacker) führt nach dem Vortrag an die historischen Orte des Pücklerschen Weingenusses im Branitzer Schloss. Nach dem Weinkeller zeigt er mit der fürstlichen Wohnkultur in den Salons einen weiteren Akzent des guten Geschmacks des einstigen Hausherren.

Dr. Daniel Deckers, Redakteur und Buchautor, leitet seit 2011 das Ressort „Die Gegenwart“ bei der FAZ. Sein Themenschwerpunkt ist die Römisch-katholische Kirche in Deutschland und weltweit. Daneben behandelt er in Fachzeitschriften wie „Fine – Das Weinmagazin“ die Geschichte und Gegenwart des Weins und Weinbaus in Deutschland. 2015 erschien sein Buch „Papst Franziskus“ bei C.H. Beck.

Preis: 5,00 Euro (einschließlich kleiner Weinproben und Schlosseintritt)

Anmeldung möglich unter Tel.: 0355 75150


04.05.2016

Letzte Gelegenheit für die „Rätselhafte Märchenwelt im Schloss Branitz“

Bis zum Sonntag (8. Mai) ist noch einmal Gelegenheit für einen Besuch der Ausstellung „Rätselhafte Märchenwelt im Schloss Branitz“.

Hübsch gestaltete Märchenszenen laden noch einmal zur Suche nach kleinen „Fehlern“ ein. Die Ausstellung ist vom Deutschen Stuhlbaumuseum Rabenau/Sachsen in Zusammenarbeit mit der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz entstanden. Ergänzt wird sie mit Märchenmotiven des Cottbuser Künstlers Meinhard Bärmich und von Kindern gestalteten Märchenszenen im „Schuhkarton“.

Geöffnet ist das Schloss täglich von 10 bis 18 Uhr.

Wer nur die Märchenausstellung besuchen möchte, bezahlt 3,00 Euro Eintritt (Familienkarte 5,00 Euro), ansonsten ist sie im Eintrittspreis für das gesamte Schloss (6,50 Euro) enthalten.


03.05.2016

Daß die Herrschafft Lieberose allezeit in einen Corpore verbleibe

Die Grafen von der Schulenburg und ihre Standesherrschaft

Kabinettausstellung des Brandenburgischen Landeshauptarchivs in Zusammenarbeit mit der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz

Ausstellungseröffnung: 26. April 2016 um 18.00 Uhr
Ausstellungsort: Schloss Branitz, Robinienweg 5, 03042 Cottbus
Ausstellungsdauer: 27. April bis 28. August 2016
Öffnungszeiten: täglich 10 bis 18 Uhr

1790 erhob der sächsische Kurfürsten und Reichsverweser Friedrich August III. Dietrich Ernst Otto Albrecht von der Schulenburg in den Reichsgrafenstand. Ihm und seinen Nachkommen werden außerdem ein gräfliches Wappen und die ehrende Anrede „hoch- und wohlgeboren“ verliehen. In dem Dokument wird Bezug genommen auf den Ruhm und die Verdienste des Geschlechts von der Schulenburg. Dieses mehrseitige pergamentene Dokument mit dem farbigen Wappen gehört zu den eindrucksvollsten Exponaten einer Ausstellung über die Grafen von der Schulenburg und ihre Standesherrschaft. Über 400 Jahre lang war die Familie von der Schulenburg – eine der bedeutendsten Niederlausitzer Adelsfamilien – in Lieberose ansässig, bis das Gut 1945 der Bodenreform in der sowjetisch besetzten Zone zum Opfer fiel. Die Familie wurde entschädigungslos enteignet.

Die wechselvolle Geschichte der Familie spiegelt sich vorrangig in ihrem auf Schloss Lieberose gepflegten Herrschaftsarchiv wider. Dieses gelangte nach 1945 über das Landesarchiv Lübben in das Brandenburgische Landeshauptarchiv. Im Einvernehmen mit der Familie von der Schulenburg gewährleistet das Brandenburgische Landeshauptarchiv, dass der 1700 Einheiten umfassende Bestand der Standesherrschaft Lieberose für die Forschungen zur brandenburgischen Landesgeschichte genutzt und ihr historischer Gehalt vermittelt wird. 2014 erschien in der Schriftenreihe des Archivs die Veröffentlichung: Die Grafen von der Schulenburg auf Lieberose und ihr Archiv. (Rep. 37 Herrschaft Lieberose). Sie bildet die Grundlage für die Kabinettausstellung. Mehr als 30 Dokumente (Urkunden, Akten, Karten und Pläne sowie Postkarten) dokumentieren in der Ausstellung die Funktions- und Aufgabenbereiche einer Adelsherrschaft im Rahmen von Patrimonialherrschaft, Gutswirtschaft und Familienleben. Sie vermitteln ein Bild vom vielseitigen Wirken der Grafen von der Schulenburg und ihrer Rolle als Standesherren in der Niederlausitz.

Mehrere Begleitveranstaltungen ergänzen die Ausstellung:

19. Mai 2016, 18.30 Uhr, Schloss Branitz

Hoch- und wohlgeboren.
Die Grafen von der Schulenburg auf Lieberose in der Welt der Niederlausitzer Adelsherrschaften des 15. bis 18. Jahrhunderts
Prof. Dr. Klaus Neitmann, Direktor des Brandenburgischen Landeshauptarchivs

17. August 2016, 18.30 Uhr, Schloss Branitz

Zufriedenstellend untergebracht.

Zur schriftlichen Überlieferung der Grafen von der Schulenburg auf Lieberose
Kathrin Schaper und Udo Gentzen, Brandenburgisches Landeshauptarchiv
In Kooperation mit der Brandenburgischen Schlösser GmbH und dem Förderverein Lieberose:

Führungen durch das Schloss Lieberose

30.4; 21.5., 25.6.; 16.7., 27.8.2016

Foederverein.lieberose@gmail.com
Tel.: 033671-2357; - 2233; - 2384
Cottbuser Straße 67, 15868 Lieberose

Kontakt

Brandenburgisches Landeshauptarchiv
Am Mühlenberg 3, 14476 Potsdam OT Golm
www.blha.de
Kärstin Weirauch, kaerstin.weirauch@blha.brandenburg.de; Tel. 0331-5674-126



Das 1790 an Dietrich Ernst Otto Albrecht von der Schulenburg durch den sächsischen Kurfürsten und Reichsverweser Friedrich August III. verliehene Reichsgrafenwappen.
BLHA, Rep. 37 Herrschaft Lieberose U 48



Auf Pergament angefertigte Glückwunschadresse des Kreises Lübben zur Silbernen Hochzeit von Dietrich Graf von der Schulenburg und seiner Ehefrau Hedwig geb. von Saldern am 1. Oktober 1897. Dietrich Graf von der Schulenburg (1849-1911) war 1887-1899 Landrat des Kreises Lübben.
BLHA, Rep. 37 Herrschaft Lieberose Nr. 1519 ÜF, Titelblatt


27.04.2016

Besucherinformation: Die Salons im Schloss Branitz – Fürstliche Wohnkultur entdecken

Sonderführung am Sonntag, dem 1. Mai 2016, 11.00 Uhr, in den Salons des Schlosses Branitz.

Versetzen Sie sich mit „Fürstin Lucie“ oder dem „Fürsten Pückler“ zurück in die Wohnwelten des 19. Jahrhunderts im Schloss Branitz.

Preis: 12 Euro pro Person.
Um Anmeldung wird gebeten unter 0355-75150 (Schlosskasse).

Weitere Termine:
15. Mai (Pfingstsonntag mit „Fürstin Lucie“), 22. Mai (zum Gartenfestival mit dem „Fürsten Pückler“), 5. Juni, 3. Juli, 7. August, 4. September und 2. Oktober 2016.


26.04.2016

„Störche der Erde“ Die „Kuriosität“ der Pfeilstörche

Ausstellung des Naturkundemuseums Potsdam in Kooperation mit der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz
Ab Samstag, den 30. April 2016 wieder geöffnet, im Marstall Schloss Branitz

Kaum eine andere Wildtierart ist so eng mit der Geschichte des Menschen verbunden wie der Storch. Bereits bei den Pharaonen war der Storch heilig und man findet ihn in alten Hieroglyphen. Viele Märchen und Fabeln, aber auch der Aberglaube um den Storch als Kinder- und Glücksbringer, sind Teil unserer Kulturgeschichte. 17 Storchenarten unserer Erde vermitteln in dieser weltweit einmaligen Ausstellung einen Einblick in die globale biologische Vielfalt. Größe, Farbigkeit und Schnabelformen variieren erheblich. In Asien und Afrika leben die meisten Storchenarten. Nur der Weiß- und der Schwarzstorch brüten in Europa. Der aktuelle Gefährdungsstatus einiger Arten zeigt die Notwendigkeit, in Europa ein Netzwerk des Schutzes zu schaffen.

Zu sehen sind auch sogenannte Pfeilstörche. Das sind Weißstörche, die in ihrem Überwinterungsgebiet von Pfeilen nicht tödlich getroffen wurden und mit Pfeil im Körper in ihr Brutgebiet nach Europa zurückkehren konnten.

Von den weltweit ca. 30 dokumentierten Fällen wurden zwei besonders spektakuläre Fälle nachgestaltet.

Die Ausstellung im Marstall Schloss Branitz ist vom 30. April bis 3. Oktober 2016 täglich geöffnet von 11-17 Uhr.


20.04.2016

Branitzer Parkbäume fürs Dach der Bonner Bundeskunsthalle

Gehölze der Baumuniversität als pflanzlicher Gruß aus Branitz zur Pücklerausstellung

Am gestrigen Dienstag wurden mehrere große und vier Dutzend kleinere Gehölze aus der Branitzer Baumuniversität mittels Kranwagen auf das Dach der Bundeskunsthalle gehievt. Dort werden sie den aufwändig gestalteten, 1.200 Quadratmeter großen Dachgarten der Ausstellung „Parkomanie – die Gartenlandschaften des Fürsten Pückler“ als pflanzlicher Gruß der Lausitz bereichern.

Bei den Gehölzen handelt es sich um genetisch identisch vermehrte Nachkömmlinge der Blut-Buche am Branitzer Schloss, der Grau-Pappel am Schilfsee oder des Weins der Seepyramide. Auch besondere Ulmen, Schwarz-Weiden, Platanen und Spiersträucher aus dem Branitzer Park sind darunter. „Der größte Baum, eine Grau-Pappel, hat eine stolze Höhe von knapp sieben Meter“, informiert Parkleiter Claudius Wecke. Die Gehölze wurden im Auftrag der Branitzer Stiftung zuvor teilweise im speziellen invitro-Verfahren in der Humboldt-Universität Berlin sowie in der Baumschule Graeff genetisch identisch vermehrt. In der Branitzer Baumuniversität werden sie als kommende Baumgeneration vorgehalten.

Aus dem Muskauer Park wurden zudem eine große Blut-Buche und Ananaspflanzen aus der Schlossgärtnerei mit nach Bonn geliefert.

Der Dachgarten der Bonner Bundeskunsthalle öffnet am morgigen Donnerstag seine Pforten, ehe die Pückler-Ausstellung im Inneren am 13. Mai feierlich eröffnet wird.