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Pressemitteilungen

24.05.2017

Trauer um Hermann Graf von Pückler (18.09.1939 – 18.05.2017) - Kondolenzbuch liegt am Sonntag im Schloss Branitz aus

Am Sonntag, dem 28. Mai 2017, können sich in der Zeit von 17 bis 20 Uhr Besucher in das im Branitzer Schloss ausliegende Kondolenzbuch der Familie von Pückler eintragen.

19.05.2017

Branitzer Pücklerstiftung trauert um Hermann Graf von Pückler

Mit großer Betroffenheit und Trauer erhielten wir die Nachricht, dass Sylvius Hermann Graf von Pückler nach langer Krankheit gestorben ist.

Graf Pückler hat sich ebenso große wie bleibende Verdienste um das Branitzer Pücklererbe erworben. Sein Blick auf Park und Schloss Branitz war von der tiefen Überzeugung getragen, dass sein bedeutender Vorfahr, Hermann Fürst von Pückler- Muskau, in Branitz ein Garten- und Landschaftskunstwerk von europäischer Bedeutung geschaffen hat, das für die Menschheit erhalten und gepflegt werden muss. Diese Überzeugung bestimmte sein Handeln, seitdem Graf Pückler nach 1990 nach Branitz zurückgekehrt und hier seinen zweiten Wohnsitz neben München genommen hatte. Rastlos kümmerte sich Graf Pückler um die Rückführung von nach Branitz gehörendem beweglichem Kulturgut, das infolge des Zweiten Weltkrieges und der anschließenden entschädigungslosen Enteignung der Familie Pückler aus Branitz verbracht worden war. Als ein Beispiel sei die Rückführung der historischen Pückler-Callenberg-Bibliothek genannt, die heute wieder ein Herzstück der Sammlungen des Branitzer Schlosses darstellt. In zahlreichen Gremien, wie dem Stiftungsrat der Stiftung Fürst-Pückler- Museum Park und Schloss Branitz, dem Branitz-Kuratorium, dem er vorstand, oder dem Internationalen Beirat für den Muskauer Park Mużakowski und den Branitzer Park setzte sich Graf Pückler für die Pflege, Ausstrahlung und überregionale Verbreitung des Pücklererbes ein. Genauso auch nahm er mit seiner Familie regelmäßig an den freiwilligen Arbeitseinsätzen zur Pflege des Branitzer Parks teil. Er empfand es als ungemein befriedigend, auf diese Art und Weise in seiner alten und zugleich neuen Heimat wirken zu können.

Stiftungsdirektor Gert Streidt gibt seiner Trauer und der der Branitz-Mitarbeiter Ausdruck: „Graf Pückler wird fehlen. Sein fröhliches und zupackendes Wesen, sein Vermögen, andere an seiner Begeisterung für das Branitzer Pücklererbe teilhaben zu lassen und sein unermüdliches Engagement für die Erhaltung und Pflege von Park und Schloss Branitz haben die Entwicklung dieses Erbes maßgeblich vorangebracht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz werden Hermann Graf von Pückler in ehrender Erinnerung behalten. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei seiner Frau Elke Gräfin von Pückler und seiner Familie.“


18.05.2017

Internationaler Museumstag unter dem Motto: „Spurensuche. Mut zur Verantwortung“

Schlossführung und Ausstellungsgespräch
am Sonntag, dem 21. Mai 2017 im Schloss Branitz

Zum Internationalen Museumstag lädt das Branitzer Schloss zu zwei verschiedenen Veranstaltungen ein.

Um 11.00 Uhr geht es auf Spurensuche: Original, Rekonstruktion und die Verantwortung für das Kulturerbe mit einer Schlossführung mit der Kustodin Dr. Simone Neuhäuser. Schloss Branitz wird seit 1946 museal genutzt. Seit den 1980er Jahren werden Schlossräume restauriert und die Ausstattung der Fürst-Pückler-Zeit rekonstruiert. Andere Räume dienen bis heute zur Präsentation von Wechselausstellungen. In der Führung wird das künftige Nutzungskonzept des Schlosses vorgestellt – ebenso wie laufende Restaurierungsmaßnahmen zum Erhalt des Baudenkmals.

Um 15.00 Uhr geht es in einem Ausstellungsgespräch mit Beate Gohrenz um Geschichten hinter den Bildern. Carl Blechen und Künstlerkollegen Die spannenden Geschichten hinter den Bildern von Carl Blechen und seinen Künstlerkollegen in der Cottbuser Sammlung stehen im Mittelpunkt des Ausstellungsgesprächs. Die Gemälde und Zeichnung haben im Laufe der Zeit unterschiedliche Schicksale erlebt. Verschiedene Besitzer, unterschiedliche Ausstellungen, Museumsankäufe, aber auch Beschädigungen und Verluste während der Auslagerung im Zweiten Weltkrieg erfahren. Aktuell beschäftigt sich die Stiftung mit der Provenienzforschung. Im Mittelpunkt stehen dabei zunächst die Werke, d ie während der Zeit des Nationalsozialismus erworben wurden. Somit erfüllt die Stiftung, gemeinsam mit den anderen Museen, Schritt für Schritt die verpflichtenden Prinzipien und Grundsätze der Washingtoner Erklärung vom 3. Dezember 1998 und der „Erklärung der Bundesregierung, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zur Auffindung und zur Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgutes, insbesondere aus jüdischem Besitz“ vom Dezember 1999. Danach sind die öffentlichen Sammlungen – Museen, Bibliotheken und Archive – aufgefordert, ihre Bestände nach NS- Raubkunst zu durchsuchen und während der NS-Zeit unrechtmäßig entzogene Kunst- und Kulturgüter an die Erben der Vorbesitzer zurückzugeben. Wie diese Forschung aussehen kann, zu welchen Resultaten sie führt und wie die Beschäftigung mit den Sammlungen notwendig auch die Geschichte der Institution erhellt, lässt sich am Beispiel der Cottbuser Sammlung zeigen.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist kostenfrei.


16.05.2017

Am Branitzer Schloss zieht der Sommer ein

Die Gärtner des fürstlichen Branitzer Parks pflanzen den Sommer herbei:
Ab Mittwoch, dem 17.05.2017 kommen ca. 4.700 Sommerblumen rund um das Schloss Branitz in die vorbereiteten Beete.
Unterstützt bei der Pflanzung von z. B. Salvien, Pelargonien, Petunien, Sommerastern und Löwenmaul werden die Gärtner durch die Mitarbeiter der Lebenshilfe Werkstätten Hand in Hand gGmbH, durch Mitglieder des Fördervereins „Fürst Pückler in Branitz e. V.“ und durch ehrenamtlich Tätige.
Ein Teil der Pflanzen, u. a. Löwenmaul und Salvien in verschiedenen Farben, wurden von der Lebenshilfe gGmbH in den historischen Gewächshäusern der Branitzer Schlossgärtnerei herangezogen.

11.05.2017

Im Garten der Romantik

Lesung und Diskussion mit Hans von Trotha
am Mittwoch, dem 17. Mai 2017, 18.30 Uhr, Besucherzentrum auf dem Gutshof

Renaissancegärten, Barockgärten, englische Parks – alles gut, schön und vernünftig. Einen Romantischen Garten aber hat es nie gegeben, obwohl sich kaum jemand so obsessiv mit Natur beschäftigte wie die Romantiker. Diese Leute nämlich hatten Größeres vor. Statt Gärten entdeckten sie die Alpen, suchten in der Natur das Unendliche und entdeckten die gewaltigste Natur am Ende, oh Wunder, in sich selbst: Für Jean Paul war sie sein »inneres Afrika« – einen Garten im engeren Sinne brauchte die Romantik gar nicht. Und so schreibt Hans von Trotha, der fast alle Gärten Europas kennt, bereist und gedeutet hat, in diesem Buch um eine herrliche Leerstelle herum. Auch Branitz ist darin recht prominent vertreten – an diesem Abend zudem durch Stiftungsdirektor Gert Streidt und Parkleiter Claudius Wecke. Mit beiden will Hans von Trotha sich im Rahmen der Lesung trefflich „streiten“.

Hans von Trotha studierte Literatur, Philosophie und Geschichte, promovierte über „Angenehme Empfindungen“ in der Aufklärung. Er leitete zehn Jahre lang den Berliner Nicolai Verlag und gilt als einer der versiertesten Kenner der europäischen Gartengeschichte. Im Vergangenen Jahr war er Co-Kurator der großen internationalen Ausstellung „Gärten der Welt“ am Museum Rietberg in Zürich. Er lebt als Kurator, Publizist und Berater von Kulturinstitutionen in Berlin. Auf Deutschlandfunk Kultur deutet er regelmäßig die Welt.

Eintritt: 3,- EUR

12.04.2017

„In Mr. Wight habe ich meinen Meister gefunden“ – Fürst Pückler an der irischen Bantry Bay

Vortragsabend mit Prof. Dr. Adrian von Buttlar
am Mittwoch, dem 19. April 2017, 18.30 Uhr, Besucherzentrum auf dem Gutshof Branitz

Fürst Pücklers Abstecher von England nach Irland im Sommer 1828 ist bislang kaum erforscht. Der Vortrag folgt Pückler auf seiner picturesque tour zu den touristisch bereits erschlossenen „Lakes of Killarney“ und seinem abenteuerlichen Ausflug auf einem Pony über die wilden Caha Mountains nach Glengarriff an der Bantry Bay. Hier entdeckt Pückler eine seiner Blaupausen für Muskau, Babelsberg und Branitz – den heute völlig verwilderten und vergessenen Landschaftspark des Colonel Simon White, der erstmals aus den fotografisch dokumentierten Relikten und archivalischen Bild- und Text-Quellen erschlossen wird. Mit seiner Beschreibung aus den „Briefen eines Verstorbenen“ (1830, englisch 1832) wurde Pückler nebenbei auch zum „Vater“ des noch heute blühenden Glengarriff-Tourismus.

Prof. Dr. Adrian von Buttlar lehrte und forschte mit den Schwerpunkten Architekturgeschichte der Neuzeit und Moderne, Denkmalpflege und Denkmalpolitik sowie Geschichte der Gartenkunst in München, Trier, Augsburg, Kiel und nicht zuletzt bis 2013 an der TU Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen zur Gartenkunstgeschichte, darunter das Standardwerk „Der Landschaftsgarten“. Adrian von Buttlar gilt als einer der führenden Experten zur Gartenkunst des 18. und 19. Jahrhunderts.

Eintritt: 3,- EUR


03.04.2017

Gartendirektoren aus ganz Deutschland erstmals in Branitz

Vom 5. bis 7. April 2017 treffen sich die amtierenden und viele ehemalige Garten- und Parkdirektoren der großen staatlichen Parkverwaltungen auf Einladung der Stiftung Fürst-Pückler-Museum erstmals auf Schloss Branitz. Die Fachgruppe Gärten der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlösserverwaltungen, wie der Zusammenschluss genannt wird, diskutiert dabei aktuelle Fragestellungen der Gartendenkmalpflege wie den Personal- und Forschungsbedarf für historische Gärten oder den Einfluss des Klimawandels auf das gartenkünstlerische Erbe. In einer abschließenden Exkursion durch den Branitzer Park erläutert Parkleiter Claudius Wecke den Fachleuten die Entstehungsgeschichte und führt zu Restaurierungsschwerpunkten der letzten Jahre, wie per Gondel zur Seepyramide.

Der Branitzer Park putzt sich gerade für die neue Saison heraus. Von den Entwicklungen der letzten Jahre wollen sich nun viele Garten- und Parkdirektoren aus ganz Deutschland ein umfassendes Bild machen.


28.03.2017

Saisonauftakt in Branitz mit einer Sonderführung der „Fürstin Lucie“ am Sonntag, dem 2. April 2017, 11.00 Uhr, in den Salons des Schlosses Branitz

Pünktlich zum Saisonbeginn in Branitz zeigt sich das Schlossumfeld von seiner blumigen Seite. Tausende farbenfrohe Stiefmütterchen schmücken derzeit den Pleasureground und den Schmiedegarten.

Mit dem 1. April öffnet das Schloss wieder täglich von 10 bis 18 Uhr für die Besucher.

Am 2. April lädt Anne Schierack alias „Fürstin Lucie“ mit einer Kostümführung in die Wohnwelten des 19. Jahrhunderts im Schloss Branitz, in die für Königin Augusta von Preußen stilvoll vorbereiteten Salons.

Ab dem 8. April wird auch im Marstall die neue Sonderausstellung „Meisterhaft wie selten einer …“ Die Gärten Peter Joseph Lennès zwischen Schlesien und Pommern präsentiert, die Vorbereitungen dafür sind in vollem Gange.

Preis Salonführung: 12 Euro pro Person, Dauer ca. 1 Stunde
Um Anmeldung zur Führung wird gebeten unter 0355-75150 (Schlosskasse).


23.03.2017

Einladung zur Jahrespressekonferenz der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir laden Sie ganz herzlich zur Jahrespressekonferenz am
Donnerstag, dem 30. März 2017, 11.00 Uhr,
ins Besucherzentrum auf dem Gutshof Branitz

ein.

Die Besucher von Park und Schloss Branitz erwartet auch 2017 ein umfangreiches Programm, das der Direktor der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz, Gert Streidt, auf der traditionellen Pressekonferenz zum Beginn der Saison vorstellen wird.

Als Gesprächspartner stehen Ihnen neben Gert Streidt weiterhin Stiftungs-Kustodin Dr. Simone Neuhäuser und Doreen Goethe von der Agentur pool production GmbH, die über das Gartenfestival informiert und Bernhard Neisener vom Förderverein „Pückler in Branitz e.V.“ zur Verfügung. Wir würden uns freuen, Sie am 30. März 2017 um 11 Uhr in Branitz begrüßen zu können.


21.03.2017

Frühling im Pleasureground des Branitzer Schlosses

Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz begrüßt den Einzug des Frühlings mit der diesjährigen Pflanzaktion im unmittelbaren Umfeld des Schlosses.

Beginnend am Mittwoch, dem 22.03.2017, werden über mehrere Tage tausende Stiefmütterchen gepflanzt. Unterstützung bei der Pflanzung bekommen die Gärtnerinnen und Gärtner der Stiftung u. a. durch Mitarbeiter der Lebenshilfe Werkstätten Hand in Hand gGmbH, welche die rund 5.000 Pflänzchen in verschiedensten Farben in den historischen Gewächshäusern der Branitzer Schlossgärtnerei herangezogen haben.

Ebenfalls mit dabei sind auch wieder Mitglieder des Fördervereins „Fürst Pückler in Branitz“ e.V., welcher die Finanzierung des Frühjahrsschmucks ermöglicht.


16.03.2017

EINLADUNG zum Ausstellungsgespräch im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Anna Werkmeister. Adaptionen. Landschaft nach Karl Friedrich Schinkel und Carl Blechen“

Sonntag, 26. März 2017, 15.00 Uhr im Schloss Branitz

Im Gespräch sind die Künstlerin Anna Werkmeister, der Berliner Journalist Richard Rabensaat und die Kuratorin Beate Schneider. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die aktuelle Werkgruppe der Künstlerin, die inspiriert ist von den Malereien von Karl Friedrich Schinkel und Carl Blechen. Die Künstlerin teilt vorgefundene Komposition der Meister, strukturiert sie malerisch und fokussiert somit den Blick auf Materie und Licht als umfassenden Stimmungsträger, der gleichsam zwischen den Zeiten und Räumen – zwischen Kunstgeschichte und Gegenwart – weiter wirkt.

Eintritt: 3 €

14.03.2017

Auf „Pyramidenspuren“ des Fürsten Pückler

Eine ungewöhnliche Präsentation von Schülerinnen und Schülern des Pückler-Gymnasiums in Zusammenarbeit mit der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz

Am Mittwoch, dem 22. März, 18.30 Uhr, Marstall Branitzer Park

Die faszinierenden Pyramiden im Branitzer Park des Fürsten Pückler haben die Schülerinnen und Schüler des Pückler-Gymnasiums angeregt, sich in einem besonderen Projekt mit dem Fürsten und seinen Parkschöpfungen auseinanderzusetzen. Entstanden sind Pyramiden, die auf vielfältige und sehr unterschiedliche Art das Thema reflektieren.

Die Pyramiden des Projektes sind aber nicht nur „stumme“ Objekte. Kleine Theaterstücke und Gedichte der Schülerinnen und Schüler setzen sie zudem in Szene.

Eine erste Präsentation fand schulintern anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Pückler-Gymnasiums im vergangenen Jahr statt. Für Branitz hat Frau Susan Schulze, Lehrerin am Pückler-Gymnasium, eine Auswahl der Arbeiten zusammengestellt, die nun für alle Interessierten zu erleben sind.

Zur Veranstaltung ist der Eintritt frei.


26.01.2017

Bedeutendes Sarkophag-Denkmal im Schlosspark Brody (Pförten) kann wiedererrichtet werden

HERMANN REEMTSMA STIFTUNG würdigt bedeutendes europäisches Kulturerbe

Die HERMANN REEMTSMA STIFTUNG finanziert die Wiedererrichtung des steinernen Sarkophags im Schlosspark von Brody (Pförten). „Wir möchten mit dieser Zusage die jahrelangen intensiven Bemühungen von polnischen und deutschen Stellen um dieses bedeutende europäische Kulturerbe würdigen“, erklärt Geschäftsführer Dr. Sebastian Giesen. Mit der Fördersumme von 67.000 € wird die Restaurierung dieser ersten großen Parkarchitektur des Gräflich Brühlschen Schlossparks ermöglicht. Das unter Aloys Friedrich Graf von Brühl um 1780 errichtete Denkmal ist dem Reichsfreiherrn Karl Gotthelf von Hund und Altengrotkau sowie dem Oberhofjägermeister Christian Ludwig von Gablenz gewidmet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es zerstört und lag als zugewachsener Trümmerhaufen bis ins vergangene Jahr an der Langen Allee zwischen Schloss und Orangerie. Eine erste Förderung der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG ermöglichte im Jahr 2016 die eingehende Untersuchung des Denkmals durch den polnischen Restaurator Tomasz Filar. Auf Grundlage seiner Konzeption werden die Arbeiten nun bis zum Ende dieses Jahres ausgeführt werden.

Der Bürgermeister von Brody, Ryszard Kowalczuk, konnte den Zuwendungsbescheid der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG aus den Händen des Branitzer Parkleiters Claudius Wecke entgegennehmen. Wecke hatte in seiner Diplomarbeit aus dem Jahre 2007 bereits die Wiedererrichtung des Sarkophags als bedeutende Maßnahme beschrieben und fügt hinzu: „Die Förderung ist auch ein besonderer Dank an die über 1.000 freiwilligen polnischen und deutschen Helfer, die dem Schlosspark Brody (Pförten) in fünf großen Parkseminaren seine Grundstruktur wiederverliehen haben.“

Das Förderprojekt ist gleichzeitig den Bestrebungen des Europäischen Parkverbunds Lausitz zu verdanken. „Mit dem Parkverbund gelingt es den Partnern zwischen Bad Muskau/Muzakowski, Cottbus, Forst (Lausitz), Łęknica und Brody auf wunderbare Weise, das gemeinsame kulturelle Erbe erlebbar zu machen“, erklärt der Forster Verwaltungsvorstand Sven Zuber, der die Sanierung des Schlosses und des Parks in der Forster Partnergemeinde Brody (Pförten) seit vielen Jahren begleitet.


20.12.2016

Zum Jahreswechsel im Branitzer Schloss und Park des Fürsten Pückler

Der Branitzer Park ist mit und ohne Schnee zum Jahreswechsel ein beliebtes Ausflugsziel, zeigen sich doch gerade im winterlichen Park die Pücklerschen Gestaltungsprinzipien besonders deutlich.

Im Schloss ist die außergewöhnliche Wohnkultur des Fürsten zu erleben. Am 1. Weihnachtsfeiertag (11.00 Uhr), am 2. Weihnachtsfeiertag (14.00 Uhr) und am Neujahrstag (13.00 Uhr) führen die Fürstin bzw. der Fürst durch „ihre“ Salons, die der Fürst anlässlich des Besuches der preußischen Königin Augusta opulent ausstattete. „Die Königin zu Gast in Branitz“ wird übrigens eine große Ausstellung im Schloss ab Mai 2017 thematisieren.

Zu einer Zeitreise lädt eine Ausstellung mit historischen Schlesienansichten aus der Graphiksammlung Haselbach ein. Eine andere Sonderausstellung zeigt Arbeiten von Anna Werkmeister, sie interpretieren auf besondere Sichtweise die „Landschaft nach Karl Friedrich Schinkel und Carl Blechen“.

Zu Silvester und am Neujahrstag (jeweils 14.30 Uhr) begleitet die vielfach ausgezeichnete Pianistin Marie Jäschke die Besucher bei ihrem Schlossrundgang mit nun schon traditioneller Schloss-Musik.

Öffnungszeiten:
Geöffnet ist das Schloss Dienstag-Sonntag, zusätzlich am Montag, dem 26.12., jeweils 11.00–16.00 Uhr. (Am 24. Dezember ist geschlossen.)

Eintritt:
Schloss: 6,50 Euro


22.11.2016

Branitzer Park Weihnacht, am 26./ 27. November 2016 auf dem Gutshof des Fürst- Pückler-Museums Park & Schloss Branitz

Fürst Pückler liebte die Vorweihnachtszeit mit ihren Heimlichkeiten und Überraschungen und beging diese mit kulinarischen Genüssen und erlesenen Einladungen an seine Gäste. Das soll für die Nachwelt erlebbar bleiben, deshalb wird es auch in diesem Jahr am 26. und 27. November, dem ersten Adventswochenende, wieder einen vorweihnachtlichen Markt im Reich des Fürsten Pückler in Branitz geben, für den Oberbürgermeister Holger Kelch die Schirmherrschaft übernommen hat.

Zu erleben sind ca. 40 Stände mit liebevoller Gestaltung - von weihnachtlichen Dekorationen über Keramik, exklusiven Lederwaren und Schmuckstücken, floristischen Raritäten und handgemachten Seifen bis hin zu kulinarischen Köstlichkeiten für beinahe jeden süß oder deftig verwöhnten Gaumen. Auf dem zauberhaft ausgeleuchteten Gelände erwartet die Besucher ein Bühnenprogramm für die ganze Familie, gestaltet von regionalen Künstlern und Vereinen.

Das Schloss öffnet länger bis 18 Uhr und der Museumsshop in der Gutsökonomie ist ebenfalls geöffnet. Der Förderverein Fürst Pückler in Branitz e.V. biete an beiden Nachmittagen handgelesene Märchen und Adventsgeschichten im Musiksaal des Schlosses.

Rund um den Ökonomiesee können Kinder auf Pferden reiten, es gibt ein kleines historisches Lager mit Wikingerzelt, Ausrüstung zum Anfassen, Korkarmbrustschießen, Bogenbahn, Axtwerfen, Lagerfeuer & Stockbrotgrillen. Beim Besuch des Weihnachtsmanns, an beiden Markttagen um 16 Uhr werden Kinderaugen strahlen. Gemeinsam mit ihm geht es auf eine romantische Laternenwanderung durch den Branitzer Park. Diese findet ihren Abschluss beim gemeinsamen Weihnachtslieder-Singen am Schloss.

Geöffnet ist an beiden Tagen von 11 bis 19 Uhr. Der Eintritt zur Branitzer Park Weihnacht ist frei. Das ist nur möglich durch die Sparkasse Spree-Neiße, die Stadtwerke Cottbus, das Carl- Thiem-Klinikum und weitere Förderer und sowie Sachspender. Die Branitzer Park Weihnacht ist eine Veranstaltung der Veranstaltungsagentur Rica Neels in Kooperation mit der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz.


10.11.2016

Vortrag in Branitz: „Landschaften von Karl Friedrich Schinkel und Carl Blechen - ein Vergleich“

Am Mittwoch, dem 16. November 2016, 18.30 Uhr, Besucherzentrum auf dem Branitzer Gutshof

Referentin: Beate Schneider, Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz

Im Rahmen der Ausstellung „Anna Werkmeister. Adaptionen. Landschaften nach Schinkel und Blechen“ stellt der Vortrag die beiden Künstler vor, die Anna Werkmeister zu ihren Adaptionen inspiriert haben: Karl Friedrich Schinkel und Carl Blechen. Beide Maler waren durch und durch Romantiker. In Schinkels weit gespanntem Lebenswerk, das Denkmalpflege, Stadtplanung, Architektur, Bühnenbildentwürfe und Kunstgewerbe umfasst, nehmen die Gemälde eine besondere Rolle ein. Schinkels Interesse am Erzählerischen und an dramatischer Handlung in seiner Malerei reflektiert nicht nur seine Freundschaft zu Dichtern der Romantik, sondern zeigt auch seinen Einfluss auf Carl Blechen, dessen malerische Begabung er schon frühzeitig erkannte. Für den 17 Jahre jüngeren Blechen war Schinkel ein wichtiger Lehrer und Förderer. Nicht nur die Stelle als Bühnenmaler vermittelte ihm Schinkel, sondern er sorgte auch dafür, dass Blechen vom König Friedrich Wilhelm III. für die Palmenhausbilder angemessen bezahlt wurde.
Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, die Ausstellung „Carl Blechen-die Cottbuser Sammlung“ zu besichtigen.

Eintrittspreis: 3,- Euro

26.10.2016

Einführungsvorträge zum 7. Branitzer Parkseminar

Vortragsabend am Freitag, den 4.11.2016, 18:30 Uhr
Besucherzentrum auf dem Gutshof Branitz, Eintritt frei

Das nunmehr 7. Branitzer Parkseminar widmet sich dem zugewachsenen Mittelweg im Branitzer Vorpark, Partien am Cottbuser Torhaus und der Baumuniversität. Für die praktischen Arbeiten am 5.11.2016 haben sich bereits 65 ehrenamtliche Teilnehmer angemeldet. Zum einführenden Vortragsabend am Freitag, den 4.11.2016, 18:30 Uhr, Besucherzentrum Gutshof Branitz, ist jedermann herzlich eingeladen. Es werden drei Referenten mit hochspannenden Themen erwartet.

Zu Beginn spricht Antje Schmidt, Laborleitung der Humboldt-Universität zu Berlin im Fachgebiet Urbane Ökophysiologie der Pflanzen, über die In vitro Vermehrung wichtiger Branitzer Gehölze für die Baumuniversität. Mit dem in-vitro-Verfahren werden besondere Gehölze des Branitzer Parks in speziellen Nährlösungen im Reagenzglas vermehrt, um später bei Bedarf am historischen Standort nachgepflanzt werden zu können.

Im Anschluss stellt der Cottbuser Archäologe Jens Lipsdorf seine Ergebnisse von gartenarchäologischen Untersuchungen im Branitzer Park vor. In den vergangenen Jahren konnten auf Grundlage seiner Recherchen historische Beetstrukturen des Venusbeetes und historische Wege im Rehgarten wiederentdeckt werden. Er erklärt die Fragen: wie findet man alte Wege, wie sind sie aufgebaut und was wurde außerdem Überraschendes gefunden.

Abschließend führt Parkleiter Claudius Wecke in das 7. Parkseminar ein und erläutert die historischen Hintergründe des im Dornröschenschlaf liegenden Mittelweges. Außerdem stellt er die geplanten Arbeiten, wie die Öffnung von Blickbeziehungen auf das Zollhaus oder die Pflanzung von „in vitro“-vermehrten Gehölzen in die Baumuniversität vor.

Der Eintritt zum Vortragsabend des ehrenamtlichen Parkseminars ist frei.


24.10.2016

Die Rosenlaube mit der Büste der berühmten Opernsängerin Henriette Sontag kehrt restauriert in den Branitzer Park zurück

„Wiedereinweihung“ am Sonntag, dem 30.Oktober 2016, 15.00 Uhr am Standort der Rosenlaube (nahe der Weißen Brücke am Schloss)

In diesem Frühjahr ging die Rosenlaube aus dem Branitzer Park auf die Reise nach Bonn zur großen Pückler-Ausstellung „PARKOMANIE. Die Gartenlandschaften des Fürsten Pückler“. Dort krönte sie den nach Pücklerschen Prinzipien gestalteten Dachgarten der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland. Von den zahlreichen Lauben und Pavillons, die zu Fürst Pücklers Zeiten im Branitzer Pleasureground standen, existiert nur noch die Rosenlaube. Bekannt ist sie auch als Henriette-Sontag-Kiosk, denn inmitten der an den Säulen rankenden Kletterrosen erstrahlt die goldene Büste der damals weltberühmten Opernsängerin Henriette Sontag (1806-1854). Die Sopranistin war eine der legendären Frauengestalten in Pücklers Leben. 1828 erlebte der Fürst sie in London und passend zum Zweck seines dortigen Aufenthalts, er war auf Brautschau, machte er ihr einen Heiratsantrag. Sie lehnte, schon mit dem Grafen Rossi liiert, ab. Nach ihrem frühen Tod auf einer Konzertreise in Mexiko erwarb Pückler die von Ludwig Wilhelm Wichmann (1784−1859) geschaffene und 1833 in Berlin gegossene Büste.

Als „Überraschungsgast“ wird sie nun, dank des Staatstheaters Cottbus, bei der Wiedereinweihung dabei sein. Übergeben wird die Rosenlaube durch Dr. Bernhard Spies, den Kaufmännischen Geschäftsführer der Bundeskunsthalle. Holger Kelch, der Stiftungsratsvorsitzende der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz und Cottbuser Oberbürgermeister, wird die Rosenlaube zusammen mit Gert Streidt, dem Stiftungsdirektor, wieder an ihrem angestammten Platz „begrüßen“. Aber es ist nicht nur die Wiederkehr der Rosenlaube, die es zu würdigen gilt. Ihre Eisenstangen, die Pinienzapfen, die Schlange, der Stern und auch die Büste sowie das Postament wurden restauriert. Die Kosten dafür übernahm die Bundeskunsthalle.


14.10.2016

Vortrag und Führung in Branitz: „Landschaftsräume und Zeitfenster. Natur als Ausgangsmotiv künstlerischer Betrachtung im Werk von Anna Werkmeister“

Am Sonntag, dem 23. Oktober 2016, 15.00 Uhr, Besucherzentrum auf dem Branitzer Gutshof
Referentin: Dr. Birgit Möckel, Vorsitzende des Kunstvereins KunstHaus Potsdam e.V.

Jedes Bild ist mehr als die Summe seiner Teile. Facettenreich vielschichtig und immer einem strengen Rhythmus unterworfen, sind die Werkreihen, mit denen Anna Werkmeister zeitliche Strukturen untersucht. Mit ihren aktuellen „Adaptionen“ nähert sie sich der Kunstgeschichte und Landschaftsauffassungen einer längst vergangenen Epoche an. Indem die Künstlerin vorgefundene Komposition von Schinkel, Blechen oder Hodler teilt und malerisch strukturiert, fokussiert sie den Blick auf Materie und Licht als umfassenden Stimmungsträger, der gleichsam zwischen den Zeiten und Räumen – zwischen Kunstgeschichte und Gegenwart – weiter wirkt.
Die vielfältigen Erscheinungsformen der Natur sind ein Paradebeispiel, um Wandel und Veränderung vor Augen zu führen und auch leiseste Bewegungsverläufe zu dokumentieren. Licht verändert, lässt Formen weicher oder schärfer in Erscheinung treten oder in monochromen Farbtönen nahezu schwinden. Licht blendet oder blendet aus, schimmert oder verdeckt und führt von einem Fokus zum nächsten. Damit ist Bewegung im Spiel und nicht zuletzt die Zeit als Movens immer neuer Betrachtungen von Landschaftsräumen. Ob ein kurzer Moment als Verlauf eines Regentropfens auf einer Scheibe, ein Windhauch als sichtbares Zeichen im bewegten Blattwerk einer Espe oder der Rhythmus von Farbe und Licht als wechselseitige Beziehung auf den aktuellen Arbeiten, mit jedem Werk öffnet sich ein neues Zeitfenster auf die Gegenwart, die – wie in der aktuellen Werkreihe „Adaptionen“ - aus der Vergangenheit schöpft.
Seit mehr als 30 Jahren entwickelt Anna Werkmeister einen eigenen visuellen Kosmos in den unterschiedlichsten Medien – Malerei, Objekte, Videos und Videostills. Plexiglas ist dabei wiederkehrendes Material und Ausdrucksträger, der beiläufig abgrenzt und verbindet. Ausgehend von den in der Ausstellung präsentierten Werken wird der Vortrag einen Einblick in das Oeuvre der Künstlerin geben. Daran schließt sich ein Ausstellungsrundgang an, der ausgewählte Arbeiten im Dialog mit der Künstlerin näherbringt.

Der Vortrag und die Führung finden im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Anna Werkmeister. Adaptionen. Landschaft nach Karl Friedrich Schinkel und Carl Blechen“ statt.

Eintritt: 3 €


13.10.2016

ABSAGE„Buchpräsentation mit Steve Sabor und Hans Scheuerecker“

Die Veranstaltung des Fabrik Verlages am 14.10.16 um 19 Uhr „Buchpräsentation mit Steve Sabor und Hans Scheuerecker“ muss aus technischen Gründen leider abgesagt werden.