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//Park und Schloss » Fürst Pückler

Fürst Pückler – eine schillernde Persönlichkeit des 19. Jahrhunderts

Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785–1871) war einer der größten europäischen Gartenkünstler, Dandy, Frauenheld, erfolgreicher Reiseschriftteller, geistreicher Gesellschafter, Liebhaber auserlesener Speisen und Namensgeber für ein Speiseeis.

Beginnend mit dem Park in seiner Standesherrschaft Muskau entwickelte er eine international anerkannte »Handschrift« bei der Gestaltung von Landschaftsgärten nach englischem Vorbild. Nach dem Verkauf von Muskau verwandelte er die »Wüste« seiner alten Besitzung Branitz in sein »Meisterstück«. Zudem gestaltete er den Park des späteren Kaiser Wilhelm I. in Babelsberg maßgeblich. Pückler stand mit wichtigen Größen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft seiner Zeit in Kontakt und erhob – auch durch seinen Lebensstil – Branitz aus seinem provinziellen Dasein. Seine umfangreichen Reisen, die ihn bis in den Orient und nach England führten, prägten seine Weltoffenheit, die sich in seinen Werken auf unterschiedlichste Art zeigt. Pückler verstand es meisterhaft, sich auf jedem Parkett in Szene zusetzen, ob in den Salons, den Zeitungen oder bei der Brautwerbung mit einem Hirschgespann Unter den Linden in Berlin. Seine Auserwählte war Lucie von Hardenberg. Eine Beziehung, die trotz formeller Scheidung, fortbestand.

Seinen Tod inszenierte er durch die Bestattung in der Seepyramide des Branitzer Parks mit einem kräftigen Schlussakkord. blatt